Schwergewichts-Weltmeister Manuel Charr verteidigt seinen Titel in Köln

Am 25. November 2017 hat Manuel Charr Box-Geschichte geschrieben. In Oberhausen besiegte der „Diamond Boy“ den 2,02 Meter großen „Russen-Riesen“ Alexander Ustinov einstimmig nach Punkten und krönte sich so zum WBA-Weltmeister im Schwergewicht. Zehn Monate später, am 29. September 2018, steigt Charr in der Kölner LANXESS arena zur ersten Titelverteidigung in den Ring. Gegner ist sein Pflichtherausforderer Fres Oquendo.

„Ich freue mich wahnsinnig auf mein Heimspiel“, sagt Charr. „Ich bin Kölner durch und durch. Es ist ein unglaubliches Gefühl, als Weltmeister nach Hause zurückzukehren und vor meinen Fans boxen zu dürfen. Wir werden eine gigantische Party feiern. Und ich verspreche einen grandiosen Sieg.“ Unterschätzen darf Charr seinen Herausforderer nicht. Oquendo gehört zu den erfahrensten Kämpfern im Schwergewicht. In seiner über 20 Jahre andauernden Karriere stand der Puerto Ricaner schon mit Legenden wie Evander Holyfield, Chris Byrd und David Tua im Ring. Gegen Charr bestreitet Oquendo seinen fünften WM-Kampf und will seine Laufbahn endlich krönen.

„Oquendo ist stark und sehr unangenehm zu boxen“, weiß Charr. „Die Klitschkos sind ihm immer aus dem Weg gegangen, obwohl er über Jahre ganz oben in der Weltrangliste stand. Aber ich bin mir trotzdem sicher, dass ich ihn mit meinen Fans im Rücken besiegen werde.“ Charrs Manager Christian Jäger ist stolz, dass es ihm gelungen ist, den WM-Kampf nach Köln zu holen. „Es waren lange und zähe Verhandlungen mit dem Team von Oquendo“, sagt Jäger. „Aber am Ende haben wir uns durchgesetzt. Ein so großes Ereignis gehört einfach in eine Stadt wie Köln. Man darf nicht vergessen, dass es nicht irgendein Boxkampf ist. Es ist die WBA-Weltmeisterschaft. Der Titel, den Manuel hält und verteidigt, ist derselbe, den Muhammad Ali 1974 beim „Rumble in the Jungle“ George Foreman abgenommen und später beim „Thrilla in Manila“ gegen Joe Frazier verteidigt hat.“

Aber nicht nur sportlich verspricht der 29. September ein ganz besonderer Abend zu werden. „Wir haben uns bemüht, dem Kampf ein würdiges Rahmenprogramm zu geben“, sagt Jäger. „Es haben sich schon eine ganze Reihe prominenter Gäste angesagt. Außerdem wird es ein musikalisches Rahmenprogramm geben, das dem Anlass angemessen ist. Ich habe Manuel versprochen, dass wir für ihn das größte Event des Jahres auf die Beine stellen, und wer mich kennt, weiß, dass ich mein Wort halte.“

Unter anderem werden Aneta Sablik, die DSDS-Siegerin von 2014, und „The Dark Tenor“ auftreten. Pietro Lombardi und David Hasselhoff haben sich ebenso angekündigt wie Carmen und Robert Geiss sowie Tatjana Gsell. Auch Charrs Freund und Mentor Ralf Moeller wird wieder in der ersten Reihe sitzen und die Daumen drücken. „Ich war schon in Oberhausen dabei, als Manuel Weltmeister geworden ist. Das war eine großartige Veranstaltung“, sagt Moeller. „Natürlich komme ich auch zur Titelverteidigung nach Köln. So einen Kampf und so eine Show kann man sich einfach nicht entgehen lassen.“

Um die VIP-Gäste angemessen empfangen und bewirten zu können, werden in den ersten Reihen um den Ring Tische aufgestellt, an denen Essen und Getränke serviert werden. Dahinter beginnt die normale Bestuhlung. Tribünen-Tickets gibt es zum Einheitspreis. „Wir kombinieren das feierliche Ambiente des Dinner-Boxens, wie man es aus kleinen englischen Clubs kennt, mit einer großen Inszenierung im Stile der Klitschkos“, erklärt Jäger. „Für die Tribüne gilt: First come, first serve. Wer sich zuerst seine Karte sichert, bekommt einen tollen Platz zum Schnäppchenpreis.“

Auch das sportliche Rahmenprogramm kann sich sehen lassen. Vor der Weltmeisterschaft zwischen Charr und Oquendo wird es weitere hochwertige Kämpfe geben – unter anderem eine Leichtgewichts-WM der Frauen mit der Berlinerin Ikram Kerwat und vier weitere Schwergewichts-Kämpfe. „Wir wollen, dass nach diesem Abend wirklich alle zufrieden nach Hause gehen und sagen: Wow, was für eine Show“, sagt Jäger.

Charr verspricht, seinen Anteil dazu beizutragen. „Ich werde alles geben und im Ring ein Feuerwerk abbrennen“, sagt der „Diamond Boy“. „Und solange Köln hinter mir steht, bin ich mir ganz sicher, dass der Titel hier bei uns bleibt.“