Kölner Wirtin Iris Gießauf als „Sommelière des Jahres“ nominiert

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Iris Gießauf, vom Essers Gasthaus in Ehrenfeld, ist vom renonmmierten Gastro-Magazin Falstaff in der Kategorie „Sommelier des Jahres“ nominiert worden. Die viel beachtete „Falstaff Wein Trophy“, ein Fixpunkt der deutschen Weinwelt, wird im kommenden Februar im Schlosshotel Hugenpoet in Essen verliehen. Neben Iris Gießauf wurden von der Expertenjury noch der Stuttgarter Winzer Bernd Kreis sowie Benjamin Birkholz vom Restaurant Jörg Müller auf Sylt nominiert.

Mit ihrem Mann Andreas Esser betreibt Iris Gießauf das Essers Gasthaus, das – gegründet in Klettenberg – nun seit 14 Jahren in der Ottostraße in Köln-Neuehrenfeld beheimatet ist.

Die Jury des Wein- und Gourmet-Magazins Falstaff würdigt damit auch das außergewöhnliche Engagement der ausgebildeten Sommelière für deutsche und österreichische Weine. „Wir setzen bewusst auf Weine aus den beiden Ländern, weil uns der persönliche Kontakt zu den Winzern wichtig ist“, sagt Iris Gießauf, die aus der Südsteiermark stammt. Am meisten Freude mache es mir, die Gäste mit Wein zu überraschen, sagt die 46-Jährige. „Das größte Kompliment ist, wenn der Gast sagt: ‚Was für ein toller Tropfen, davon hab ich noch nie gehört.‘“ Rund 100 Positionen stehen hier derzeit auf der Weinkarte. Nichtsdestotrotz versteht sich das Essers als Gasthaus – kein Schnickschnack und Chi-Chi, sondern beste Qualität, individuelle Beratung und Gemütlichkeit.

Die Nominierung zur „Sommelière des Jahres“ war für Iris Gießauf deshalb auch „eine echte Überraschung. Gerade, weil wir eben nicht in der Sterne und Punkteliga mitspielen, sondern ein bodenständiges Gasthaus sind.“ Entsprechend versteht sie auch ihre Aufgabe als Sommelière: „Nicht mit Wissen oder Zahlen prahlen, sondern sich in den Dienst der Gäste stellen, auf das Bauchgefühl verlassen und empfehlen was natürlich zum Essen, aber vor allem zu den Wünschen und Vorlieben der Gäste sowie der Stimmung des Abends passt.“

Im Essers Gasthaus gibt es neben Iris Gießauf mit Luise Volkert (31) sogar eine zweite zertifizerte Sommelière – eine absolute Rarität.