Wörns und Meister neue DFB-Trainer – Kramer verlässt Verband

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat zwei neue Trainer für den U-Bereich verpflichtet. Mit Beginn der Saison 2019/2020 wird Christian Wörns die U 18-Nationalmannschaft übernehmen und Marc Meister als neuer Trainer der U 15-Nationalmannschaft fungieren.

Damit wurden die Positionen von Meikel Schönweitz, der seit 1. Januar 2019 in übergeordneter Rolle als Cheftrainer der U-Nationalmannschaften aktiv ist, und von Michael Feichtenbeiner, der den DFB zum 30. Juni 2019 verlassen wird, neu besetzt. Zudem wurde dem Wunsch von Frank Kramer entsprochen, seinen Vertrag als U-Trainer zum Saisonende aufzulösen und ihm einen Wechsel zu RB Salzburg zu ermöglichen. Wer in der neuen Spielzeit die U 19-Nationalmannschaft trainiert, steht noch nicht fest.

Der 46 Jahre alte Christian Wörns war zuletzt als U 19-Trainer beim TSV 1860 München aktiv. Zuvor trainierte er unter anderem im Jugendbereich von Schalke 04 und vom VfL Bochum. Beim DFB wird er zur neuen Saison den Jahrgang 2002 übernehmen, der derzeit die U 17-EURO in Irland spielt. Wörns wird die Gelegenheit nutzen, sich vor Ort einen ersten Eindruck vom Team zu verschaffen, das er anschließend im U 18-Alter übernimmt.

Der 38 Jahre alte Marc Meister hat unter anderem beim Hamburger SV, bei Borussia Dortmund und beim Karlsruher SC gearbeitet. Er sammelte sowohl Erfahrungen im Senioren- und Juniorenbereich als auch in der Leitung eines Nachwuchsleistungszentrums und im Scouting. Mit Heiko Westermann wird ein erfahrener Ex-Profi und 27-maliger Nationalspieler sein Trainerteam ergänzen.

Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter Nationalmannschaften, sagt: “In unseren U-Nationalmannschaften möchten wir Spieler entwickeln, die für ‘Spitzenfußball made in Germany’ stehen. Unseren Trainern kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Ich bin überzeugt, dass Christian Wörns und Marc Meister mit ihren Qualitäten den Talenten sehr viel mitgeben können. Christian ist seit längerer Zeit im Juniorenbereich tätig und hospitierte bereits bei unseren Teams. Als 66-maliger Nationalspieler und Deutscher Meister weiß er, was es braucht, um die Jungs auf das höchste Level vorzubereiten. Auch Marc bringt hervorragende Voraussetzungen für den Job mit: Er hat nicht nur bei verschiedenen Vereinen in unterschiedlichen Funktionen Spieler entwickelt, sondern zudem im Ausland wertvolle Erfahrungen sammeln können. Mit ihm gewinnen wir enormes Fachwissen hinzu.”

Meikel Schönweitz, Cheftrainer der U-Nationalmannschaften, erklärt: “Im internationalen Spitzenvergleich sind uns die Tugenden ein wenig abhandengekommen, die uns jahrelang ausgezeichnet haben. Das beachten wir bei der Zusammensetzung unserer Trainerteams: Neben dem Fachwissen und der Altersspezialisierung zählt auch die Persönlichkeit. Christian hat als Spieler immer brutalen Ehrgeiz und eine riesige Mentalität verkörpert. Das lebt er auch als Trainer vor. Marc war bereits seit Sommer 2018 als Co-Trainer der U 15-Nationalmannschaft tätig und hat sich in dieser Zeit bewährt. Er verbindet Fachwissen mit Leidenschaft und Innovation. Da ich unsere Trainerstäbe stets als Team betrachte, war es mir wichtig, mit Heiko Westermann eine Persönlichkeit mit Spielererfahrung zu integrieren. Die beiden Charaktere ergänzen sich sehr gut und können die Talente optimal fördern.”

Christian Wörns sagt: “Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe. Ich werde all meine Erfahrung und mein Wissen einbringen, um die Spieler bestmöglich weiterzuentwickeln und ihnen zu helfen, ihre Ziele zu erreichen. Durch meine Vergangenheit weiß ich um die Bedeutung der Nationalmannschaft und der Wertevermittlung, die es braucht, damit es die Talente nach ganz oben schaffen.”

Marc Meister erklärt: “In den vergangenen Jahren konnte ich viele Erfahrungen auf unterschiedlichen Ebenen sammeln. In den Gesprächen mit Joti und Meikel wurde schnell deutlich, dass der DFB im Juniorenfußball vieles anpackt und eine Aufbruchstimmung herrscht. Ich identifiziere mich sehr mit diesem Weg und freue mich, fortan als U 15-Trainer meinen Teil dazu beitragen zu dürfen.”