Termine

Sep
22
Sa
2018
Flash Forward @ The Tube
Sep 22 um 20:00

Foto: Till von Mallinckrodt

Wohl kaum eine deutsche Alternative-Rock Band kann auf ein derart starkes Gespür für mitreißende Songs bauen wie FLASH FORWARD. Die Energie von Anberlin und die Eleganz von Dashboard Confessional finden sich im Sound des Quartetts ebenso wieder wie die Wucht von The Used. Nach Jahren auf Tour veröffentlichten FLASH FORWARD mit „Revolt“ am 24.11.2017 ihr neues Album auf Uncle M Music (u. a. Boysetsfire, Anti-Flag) um es im Januar 2018 auf gleichnamiger Deutschland-Tournee vorzustellen. Aufgrund des großen Erfolgs und ausverkauften Heimspielen in Köln und Oberhausen verlängern FLASH FORWARD ihre „Revolt“ Tour um sieben deutsche Städte im September 2018.

Psychedelic Porn Crumpets @ MTC
Sep 22 um 20:00

Foto: Jack Stillman

Der Bandname darf durchaus als Programm verstanden werden. Zumindest der erste der drei Teile. Die Psychedelic Porn Crumpets wollen nichts weniger als den psychedelischen Rock neu beleben. Das Quartett stammt aus Perth, also von der Westküste Australiens, ihre wahre Heimat aber ist irgendwo da draußen, deep in space. Und genauso abgespaced ist auch die Musik der Jungs, die sich, wenn man den Titeln der Stücke glauben mag, zum Teil um Lebensmittel drehen und zum Teil um den Rest der Welt: „Cornflake“, „Coffee“ und „Marmelade March“ auf der einen Seite, „Move“ und „Buzz“, „Ergophobia“, „Entropy“ und „The Thinker“ auf der anderen, und „Found God In Tomato“ bringt beide Stränge dann zusammen und auf den Punkt. Auf bislang zwei Platten haben die Psychedelic Porn Crumpets ihre melodiösen Songs herausgebracht. „High Visceral, Part 1“ und „Part 2“ heißen sie und sind voll von eigenständig verrückten Stücken, Mellotron-satt und Gitarren-geschwungen. Endlich ist es wieder einmal so, dass man Farben hören kann, durch Soundlandschaften surft und sich frei und leicht fühlt. Ganz ohne Drogen übrigens, nur Kraft dieser visionären Musik. Als Vorbilder nennen die Jungs Tame Impala, The Beatles (wohl eher die späte Phase!), Hiatus Kaiyote, Grizzly Bear, aber das muss man cum grano salis sehen. Tatsächlich machen Psychedelic Porn Crumpets ziemlich eigenständige und ziemlich eigentümliche Musik. Im September spielen sie erstmals live bei uns.

Wolfgang Müller & Band @ Theater "die wohngemeinschaft"
Sep 22 um 20:15

Foto: Hans Starck

Wolfgang Müller, das war der edle Selbstgebrannte, den der Plattenhändler unterm Tresen hervorgeholt hat, wenn der Kunde soweit war – die Sinne geschärft, die Geschmacksnerven voll entwickelt und bereit für das Große im Kleinen, das Komplexe im Feinen, für die besonderen Lieder und Geschichten. Ein Geheimtipp. Eine Weile war Herr Müller weg, jetzt ist er wieder da mit seinem sechsten Album „Die sicherste Art zu reisen“, das die Plattenhändler wohl kistenweise in ihre Läden schieben werden. Müllers Musik ist immer noch ein edler Selbstgebrannter, aber der geht leichter rein, ein bisschen wie Brause mit Schuss, die auf sehr vielen Ebenen sehr lange nachwirkt.

The Night Game @ Gebäude 9
Sep 22 um 20:30

Mit The Night Game hat sich Martin Johnson, der aus Boston stammende Frontmann der Boys Like Girls und (Ghost-)Songwriter zahlreicher Hits für viele andere Künstler, einen künstlerischen Traum erfüllt. „Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich so viel Zeit, wie ich wollte, um neue Musik zu kreieren – und diese habe ich mir genommen“, sagt er über sein Soloprojekt, das live mit einer fantastischen Begleitband begeistert. Bislang erschienen mit „The Outfield“, „Once In a Lifetime“, „Kids In Love“, „Bad Girls Don’t Cry“ und „American Nights“ erst fünf Singles seines neuen Projektes, nun wurde für den 7. September die Veröffentlichung des selbstbetitelten Debütalbums bekannt gegeben. Bereits diese ersten Höreindrücke belegen die Besonderheit von The Night Game, denn es gelingt Martin Johnson, das etwas angestaubte New-Wave-Genre in die Moderne zu heben und einen fulminanten Mix aus der dunklen Wave-Ästhetik und hymnischen Pop-Hits der Gegenwart zu erzeugen. Nur wenige Tage nach Erscheinen des Albums beginnt die große Europa-Tournee von The Night Game, darunter zwischen dem 10. und 22. September auch sechs Konzerte in Wien, Zürich, Dresden, München, Frankfurt und Köln.

Bislang kannte die Karriere des 1985 in einer Kleinstadt in Massachusetts geborenen Martin Johnson zwei parallel verfolgte Stränge: Zum einen ist er Frontmann und Hauptsongwriter der insbesondere in den USA sehr erfolgreichen Pop-Punks Boys Like Girls, mit denen er zwischen 2006 und 2012 drei Alben veröffentlichte und mit Singles wie „The Great Escape“ oder „Two Is Better Than One“ Platzierungen in den Top 20 der US-amerikanischen Billboard Charts belegte. Zum anderen gilt er als einer der profiliertesten Songwriter für andere Künstler: Mit von ihm geschriebenen Titeln landeten Performer wie Hannah Montana, Jason Derulo, Avril Lavigne, Gavin DeGraw, Daughtry, Taylor Swift oder Christina Perri Hits auf Top Positionen der US-Charts, insgesamt wurden mehr als 10 Millionen Exemplare von Singles aus seiner Feder abgesetzt. Und doch scheint sein künstlerisches Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft.

Nachdem Boys Like Girls im Anschluss an die Tournee zu ihrem letzten Album „Crazy World“ eine Auszeit auf unbestimmte Zeit vereinbarten, fand Martin Johnson erstmals seit Beginn seiner Arbeit als Profimusiker den Raum, neue Musik ohne jede Vorgabe oder stilistische Beschränkung zu kreieren. Gleich der erste Song, das im April 2017 veröffentlichte Stück „The Outfield“, belegte seine Vision für einen unkonventionellen Mix aus der klassisch kühlen New-Wave-Ästhetik gepaart mit großen Hooklines – im Gesang unterstützt durch den belgisch-australischen Künstler Gotye. Prompt schrieb das Billboard Magazine von „einem künftigen Klassiker“.

Es folgte das großartige „One In a Lifetime“, bevor Johnson für die dritte, im vergangenen Oktober erschienene Single „Kids In Love“ eine weitere spannende Kollaboration einging: Dieser Song entstand in Zusammenarbeit mit dem norwegischen EDM-Star Kygo. Hier verband sich nun sein exklusiver Wave-Pop-Mix obendrein mit der Coolness moderner Dance-Beats. Nur ein weiteres Zeichen für die Bezugsoffenheit und kreative Freiheit, die Martin Johnson mit The Night Game verfolgt. Eine erste US-Tournee an der Seite des amerikanischen Superstars John Mayer bewies, dass The Night Game auch live durch eine hohe künstlerische Dichte im Wechselspiel mit grandiosen Melodien überzeugen.

Sep
23
So
2018
Freya Ridings @ artheater
Sep 23 um 20:00

Freya Ridings bringt in Kürze einen Song heraus, der ihre fantastischen Qualitäten auf den Punkt bringt – denn „Ultraviolet“ ist nicht einfach nur ein Vorgeschmack auf das dringlich erwartete Studio-Debütalbum: Aus dem reduzierten Klang der bisherigen Singles wird hier ein großes Erlebnis. Das Intro ist immer noch auf das Klavier konzentriert, doch dann steigert sich der Sound in ein Crescendo bis zum Höhepunkt und markiert damit eine neue Station in der jungen Karriere der gefeierten Engländerin. Ridings ist eine der aufstrebenden Stimmen Englands. Und eine der schönsten noch dazu. Die 23-Jährige aus London hat im vergangenen Jahr einen phänomenalen Aufstieg hingelegt. Sie veröffentlichte selbstständig ihre erste Single „Lost Without You“, eine geradezu klassische Pop-Ballade über einen intensiven Moment, der ihr Leben verändert hat und schaffte etwas Wunderbares: Aus ihrer persönlichen Empfindung und Empfindlichkeit heraus gelang ihr ein allgemeingültiger, enorm gefühliger Song, der nicht nur musikalisch zum Schönsten seit Jahren gehört, sondern auch textlich bei jedem eine Saite zum Schwingen bringt. Schnell folgte die zweite Single „Maps“, eine Coverversion von den Yeah Yeah Yeahs, die in ihrer Intensität Gänsehautqualität besitzt. Im September legte Ridings noch einmal nach, veröffentlichte einen großartigen und ungefilterten Konzertmitschnitt aus der St. Pancras Old Church. Im April spielte sie bereits zwei exklusive Deutschland-Shows und verführte ihr Publikum mit ihrer fantastischen und vielfältig timbrierten Stimme und ihren tiefen Songs. Jetzt hat Freya Ridings bestätigt, dass sie im September erneut zu uns kommt.

1000 Gram @ Blue Shell
Sep 23 um 21:00

Foto: Pail Aidan Perry

Sind Gitarren die besseren Menschen? Auf jeden Fall sind sie Autofahrt, vorbeiziehende Wolken, Küsse, Drogen, Tränen, sie sind der Weg zurück aus dem Wald und die Stunden Umherirren in einer fremden Stadt. Und immer sind sie Erinnerung. Das eröffnende Schrammeln von „It’s a shame about Ray“ der Lemonheads ist ganz klar ein Sommertag. Jede gebogene Saite bei Dinosaur Jr. ist eine Einstellung zum Leben, die kreisenden Akkorde von Buffalo Toms „Taillights Fade“ eine letzte Begegnung und die rasselnden Gitarren von Broken Social Scenes „Halfway Home“ der Höhepunkt einer Party im Schummerlicht. Und wissen Sie, was merkwürdig ist? Ohne Mühe lässt sich jedes Lied der neuen Platte des internationalen Indie-Konsortiums 1000 Gram in diese Aufzählung einreihen. Zu „I like you“ sind wir seinerzeit in den Süden gefahren, mit offenem Fenster. Die surrenden elektrischen Gitarren von „Galloping breeze“ haben uns nachts in der U-Bahn vor dem Wahnsinn bewahrt. Das wie an einem Faden gezogene „Sleep all day“ mit der vertrauten Stimme von Moritz Lieberkühn wurde auf jedem entspannten Festival gespielt, auf dem wir je waren. Oder sein werden? Wie kann das sein? „By all dreams necessary“ ist eine Platte, die wir längst besitzen und doch noch nie gehört haben. Sie ist Erinnerung und Hoffnung, schwirrt um uns herum wie ein längst vergessener Traum und stiftet uns zu Unfug an, den wir erst nächstes Jahr machen werden. Musik aus einer verlorenen Zeit, die noch vor uns liegt. Ein jauchzendes „Bald war alles besser“. Derartige Musik können womöglich nur Menschen machen, die der Wind zusammengeführt hat: Der West-Berliner Halbschwede Moritz Lieberkühn (Gesang, Gitarre), der Finne Arne Braun (Gitarre), der Österreicher Paul Santner (Bass), der Schwede Alexander Simm (Gitarre) und der Deutsche Lukas Akintaya (Schlagzeug) sind 1000 Gram. Obwohl hier der Indie-Rock der Neunziger, Nuller und Zehner regiert, könnte das Gram im Bandnamen auch aus 1000 Gram- Parson-Songs stammen. Aufgenommen wurde „By all dreams necessary“ unter der Obhut von Moses Schneider bei Ingo Krauss im Candy Bomber Studio. Ach ja, eine Frage bleibt: Wie will man nicht sofort ein Album hören wollen, dessen Name eines der wunderbarsten Wortspiele seit Langem ist? Sehen Sie. Immerhin das weiß ich. Man will. Und muss.

Sep
24
Mo
2018
Faces On TV @ MTC
Sep 24 um 20:00

Foto: Koen Bauters

Faces On TV ist das jüngste Projekt des Multiinstrumentalisten Jasper Maekelberg. Der Belgier hatte zuvor schon etliche Bands als Produzent in die Top Ten gebracht und mit Bands wie Warhaus gearbeitet – in seiner Heimat ist er so bekannt, dass sogar ein Dokumentarfilm über sein Leben, seine Arbeit, seine Musik und seine Erfolge gedreht wurde. Jetzt hat er mit seinem neuen Projekt erneut für Aufregung gesorgt, und das völlig zurecht: Sein Solo-Debütalbum „Night Funeral“, im April erschienen, ist eine vielfarbige Sound-Symphonie aus magischen Synthesizern, rhythmischen Experimenten, exotischen Geräuschen, die an Air, Portishead oder Alt-J erinnern mag, aber auch die Fülle von frühen Beatbastlern wie Afrika Bambaataa oder moderne Producer wie Pharrell Williams widerspiegelt. Vielseitige Percussion, digitale Schläge und diese verlockende Stimme ziehen den Zuhörer in eine eigene, psychedelische Traumwelt zwischen Bass-schwerem Trip-Hop und unheimlichen Ambient. Das klingt voll, satt, ausschweifend und auch ein wenig dekadent, wenn die weiblichen Stimmen ebenso schmeichelnd dazukommen. Kurz und gut: Faces On TV ist ein vollendetes, fehlerloses, schimmerndes und groovendes Stück Poptronica. Das haben auch Kollegen wie dEUS, Yeasayer oder Balthazar erkannt und Maekelberg mit seiner Band aufgefordert, mit ihnen auf Tour zu gehen. Im September kommen Faces On TV nach Deutschland, um drei Clubshows zu spielen.

Rainhard Fendrich @ Lichtburg Essen
Sep 24 um 20:00

Foto: Sandra Ludewig

Die neuerliche große Ticketnachfrage hat zur Folge, dass in einigen Regionen die Tickets für die geplanten Frühjahrstermine schon nahezu ausverkauft sind. Deshalb haben sich Veranstalter und Künstler dazu entschlossen, die für das Frühjahr 2018 geplante Tournee in Deutschland, Österreich und der Schweiz, in größere Hallen zu verlegen und auf den Herbst 2018 zu verschieben. „Rainhard Fendrich – live 2018“ wird ein neues, intensives Konzerterlebnis mit seinen größten Hits und ganz neuen Songs.

Bereits erworbene Tickets behalten für die Ersatztermine ihre Gültigkeit, oder können an der Vorverkaufsstelle zurückgegeben werden, an der sie erworben wurden. Für die Konzerte in Singen, Villach und Fürth konnte leider kein passender Ausweichtermin gefunden werden.

Er ist der wohl erfolgreichste Musikexport Österreichs, seine Karriere „Made in Austria“ hat sich längst über Europa ausgeweitet. Rainhard Fendrich ist Kult, seit 37 Jahren begeistert er seine Fans mit tiefgründigen und unterhaltsamen Songs. Mit seinem aktuellen Album SCHWARZODERWEISS, das gleichzeitig sein neuntes Nummer eins Album ist, spielte Fendrich im Frühjahr 2017 eine restlos ausverkaufte Tournee. Im Frühjahr 2018 wird der Wiener mit kleiner Besetzung und akustischen Instrumenten in Deutschland und Österreich live zu sehen sein. Ab dem 26. April beginnt der exklusive PreSale auf eventim.de und ab dem 28. April an allen Vorverkaufsstellen.

Bei seinen Konzerten nimmt Fendrich seine Fans mit auf eine musikalische Reise, die schon vor über 37 Jahren begann. Für seine Kompositionen erhielt er 25mal Gold, 28mal Platin sowie weitere zahlreiche Awards, wie z. B. den World Music Award.

Rainhard Fendrich: Eine Karriere als Sänger und Liederschreiber, unzählige Live-Auftritte, 17 Studioalben mit beinahe 250 Songs und in Österreich nun auch mit SCHWARZODERWEISS sein neuntes Nummer-Eins-Album in Folge. Mit SCHWARZODERWEISS hat Rainhard Fendrich das vielleicht tiefgründigste und intensivste Album seiner Karriere aufgenommen, das mitunter auch das musikalische Konzept der 2018 anstehenden Tour beeinflusste. Mit „Für immer a Wiener“ zeigt Fendrich den Fans ein anderes musikalisches Gesicht. Und so wird er seine großen Hits und sicherlich ein paar Überraschungen ganz neu und akustisch – aber dennoch in gewohnter Fendrich-Manier – präsentieren.

Durch die veränderten Instrumentierungen und Klangfarben führt Rainhard Fendrich den Songs eine neue inhaltliche Dimension zu – es wird viel zu erzählen, mitzuerleben und nachzufühlen geben. Der Wiener live und intimer, das bedeutet eine ganz besondere Konzertsituation, bei der der Österreicher einmal mehr mit seiner Authentizität, Leidenschaft und stilübergreifenden Herangehensweise begeistern wird.

Any Other @ Die hängenden Gärten von Ehrenfeld
Sep 24 um 20:30

Im September kommt die Italienerin Adele Nigro aka #AnyOther mit ihrem Indie-Folk-Pop für einige Termine nach Deutschland, um ihr neues Album „Two, Geography“ (released on 14 September via 42Records) vorzustellen.

“Und was kommt jetzt? War es das jetzt?” Diese Frage stellte sich die 24-jährige Adele Nigro, als das Kapitel ihrer alten Band langsam aber sich zu Ende ging. Da Aufhören aber nicht in Frage gekommen ist, hat sie das Projekt Any Other ins Leben gerufen. Ganz in der Tradition der amerikanischen Indie-Szene schreibt sie sich den Frust à la Waxahatchee von der Seele. Danach ging alles sehr schnell und 2015 erschien mit “Silently. Quietly. Going Away” ihr Debütalbum. Eine Platte, die dem Dasein als Rebellin gegen das Böse und Schlechte auf dieser Welt eine Berechtigung schenkt.

Drei Jahre später schreibt sie immer noch über das Erwachsenwerden und andere Struggles mit denen Millennials so leben müssen. Ihre Musik veröffentlicht sie über das Label 42 Records, das in ihrer Heimat als eines der renommiertesten gilt. Mit “Walktrough” veröffentlicht sie die erste Auskopplung aus ihrem bevorstehendem Album und zeigt sich ähnlich gefühlvoll wie in der Vergangenheit. Ihr Songwriting ist noch immer on Fleek und wird geprägt von einem eleganten Minimalismus. Neu ist der Einsatz von jazzigen Gitarren und dem zurückgesetzten Einsatz des Klaviers.

Auch das Video zur ihrer Single “Walktrough” hält Any Other bewusst minimalistisch und ähnliches gilt auch für ihre Live-Shows. Bei der immer noch jungen Musikerin stehen die Texte und ihre Musik im Fokus. Anders als andere Musiker in ihrem Alter hat sie nämlich eine Geschichte zu erzählen. Zuhören dabei kann man ihr im September bei gleich 8 Terminen im deutschen Raum. (The Postie)

Sep
25
Di
2018
Everlast presents Whitey Ford’s House of Pain @ Die Kantine
Sep 25 um 20:00

Der irisch-stämmige US-Amerikaner begann seine Karriere bei Ice-T´s Rhyme Syndicate Cartel. Später wurde er Teil der irisch-amerikanischen Rapper House Of Pain, die von ihrem selbstbetitelten Debüt prompt eine Million Alben an den Fan brachten. Als der Erfolg nachließ, startete Everlast eine Solo-Karriere. Mit seinem zweiten Album „Whitey Ford Sings The Blues“ nahm er die Tradition des Talkin´ Blues wieder auf. „Mein Erzählen kommt vom Rap. Ich nehme alle Dinge, die mich im Leben inspirierten, und vermische sie. Das macht auch ein DJ mit seinen Platten. Ich mag (Talking Blueser) John Lee Hooker, aber ich wollte ihm nie nacheifern“, sagt der 48jährige. „Für mich gibt es keine Regeln, ich habe keine musikalische Ausbildung. Die erste Musik, die ich liebte, war Hip Hop, der sich bekanntlich überall bedient. Aus Samples alter Songs wird neue Musik. Mit der Haltung eines Hip Hoppers gehe ich jetzt an alte Musik und mache etwas Neues draus.“ Ein Kennzeichen von Everlast ist der Mix von Stilen wie Blues, Country, Soul, Rock, Irish Folk und sogar Klassik. „Hip Hop muss sich öffnen“, wurde Schrodys Credo. So arbeitete er etwa 1999 mit Carlos Santana für dessen Mega-Seller „Supernatural“ zusammen, ihre gemeinsame Single „Put Your Lights On“ gewann einen Grammy. Mit den ehemaligen House Of Pain Mitgliedern Danny Boy & DJ Lethal gründete er später die Hip-Hop-Supergroup La Coka Nostra, die gerne auch E-Gitarren einsetzte. Ihr Albumdebüt hatte Gäste wie Snoop Dogg, B-Real (Cypress Hill), Sick Jacken u.a.. Everlast kann auf zahlreiche Gastauftritte bei Songs und Remixen anderer Künstler zurückblicken, so z. B. Madonna, Kurupt, Cypress Hill, Sick Of It All, Xzibit, Korn u.v.a.. Als Whitey Ford (benannt nach einem amerikanischen Baseball Spieler) griff er auch zur Gitarre. „Schon als kleines Kind spielte ich Klampfe, obwohl ich kaum Unterricht bekam. Auch als Teenager spielte ich ein paar Jahre, dann begann ich zu rappen, da brauchte ich keine Gitarre“, erinnert sich Schrody. „Wenn du im Musikgeschäft bist, findest du überall Gitarren, im Bus und im Studio. Ich schrieb ein paar Songs, doch damals war ich ein engstirniger Rapper und hätte nie gedacht, dass ich sie mal aufnehmen würde. Je älter ich wurde, desto mehr war ich überzeugt, dass man diese Lieder auf Platte bringen muss – und so öffnete sich diese neue Richtung für mich.“

Sep
26
Mi
2018
Rea Garvey @ König-Pilsener-Arena
Sep 26 um 20:00

DSCF7809Mit „Neon“ rückt Rea Garvey sein neues Album und seine nächste Arena-Tour in ein besonderes Licht. Vom 10. September bis 4. Oktober präsentiert der in Deutschland lebende Ire seine mitreißende Liveshow in 18 Städten. Köln, Stuttgart, Mannheim, Erfurt, Rostock, Bielefeld, Leipzig, Hannover, Würzburg, Freiburg, München, Frankfurt, Oberhausen, Berlin, Hamburg, Ulm, Zürich und Wien sind die Stationen der „Neon“-Tour, die umfangreichste in der erstaunlichen Karriere von Rea Garvey.

Der „Irishman in Berlin“ schlägt mit seinem vierten Studioalbum erneut andere Töne an, obwohl er sich selbst treu bleibt. Beats and Sounds schaffen nach Aussage des Künstlers eine „urban/streetlike“ Atmosphäre, die zuvor so noch nicht im Fokus gestanden hatte. Natürlich dürfen sich die Fans auch auf Hits aus den drei vorangegangen Solo-CDs freuen, allesamt Top 5-Charterfolge, die sich mehr als eine Million Mal verkauften.

Die Vorgänger CD Prisma stand im Zeichen des Protests. Einer langen musikalischen Tradition folgend, warf Rea Garvey einen kritischen Blick auf seine Umwelt. So entstanden mit Kopf und Herz geschriebene, leidenschaftliche Songs, aufrüttelnd, aber dennoch voller Optimismus. Prisma erreichte die bisher höchste Chartplatzierung aller Rea Garvey Alben.

Auf „Pride“ hatte Rea Garvey über Erinnerungen, Traditionen, Folklore und Literatur seines Heimatlandes reflektiert. Autobiografische Anekdoten fanden ebenso Ausdruck wie eine Island-Reise.

Der Schritt vom Bandprojekt zur Solokarriere hatte Rea Garvey bereits mit seinem ersten Solo-Album „Can’t Stand The Silence“ erfolgreich vollzogen. Hier demonstrierte er einmal mehr seine Fähigkeit, sich stets kreativ zu erneuern. Sein absolutes Gespür für Melodie, Rhythmus und Reim, sein erzählerisches Talent und die Treffsicherheit der Songs wurden enthusiastisch aufgenommen. Auch weil sie an Erfahrungen und Empfindungen der Vergangenheit anknüpften, diese jedoch stilistisch verdichteten.

Rea Garvey hat immer wieder Herausforderungen gesucht und gefunden. Ob bei der Zusammenarbeit mit Künstlern wie Nelly Furtado, Apocalyptica, In Extremo, Paul van Dyk oder als echter Entertainer bei Alive & Swingin‘, wo er zusammen mit Xavier Naidoo, Sasha und Michael Mittermeier den Spirit des legendären Rat Packs in Las Vegas aufleben lässt. Den vier Staffeln der Talentshow „The Voice of Germany“ verlieh er glaubwürdige Impulse. Beim neuen Live-Zyklus 2018 von „Sing meinen Song“ wird er ebenfalls im Mittelpunkt stehen.

Mehr als 250.000 Fans sahen die letzte ausverkaufte „Get Loud“ Open Air-Tour, die vom Publikum und Medien gleichermaßen „laut“ gefeiert wurde. Diese Euphorie nehmen Rea Garvey und seine brillante Band mit auf das bevorstehende Tournee-Abenteuer 2018, das seinen stilistisch vielfältigen und packenden Song-Kanon in einem neuen Licht erscheinen lässt.

Sep
27
Do
2018
Danger Dan @ Luxor
Sep 27 um 20:00

Foto: Jaro Suffner

Rapper, Sänger, Texter, Komponist, Multiinstrumentalist und charmanter Provokateur: Seine Vielseitigkeit stellt Danger Dan sonst in den Dienst der Antilopen Gang, deren Album „Anarchie und Alltag“ 2017 die Nummer Eins der deutschen Charts eroberte und dem Trio endgültig den Sprung in die erste Liga hiesiger Hip Hop-Acts bescherte. Nach diesem Höhepunkt eines bis dahin schon recht turbulenten Lebens reifte in den Monaten nach der Veröffentlichung der Plan, sich und der Welt zu seinem Geburtstag am 1. Juni 2018 ein besonderes Geschenk zu machen: Das erste offizielle Danger Dan Solo- Album, dessen Entstehungsprozess er selber wie folgt beschreibt:

„Wenn man so will, ist das Album der missglückte Versuch eine Art Standortbestimmung in meinem Leben vorzunehmen, der sich selbst aber nur durch sein Scheitern gerecht werden konnte. Ich habe letztes Jahr um den Veränderungen und neuen Anforderungen in meinem beschädigten Leben hinterherzukommen, eine Psychotherapie angefangen. Im Rahmen der Anamnese sollte ich meine wichtigsten biographischen Eckpunkte benennen. Keine leichte Aufgabe. Ich hatte mittlerweile so viele Lebensläufe gefälscht und beschönigt, dass ich selbst nicht mehr sicher sagen konnte, welche Version denn am ehesten der Wahrheit entspricht. Auf der Suche nach meiner Vergangenheit stolperte ich über ein Lied, das ich mir 2008 auf meiner ersten Solo-Veröffentlichung („Coming Out EP“), selbst geschrieben hatte: „Hallo ich in 10 Jahren, ich hoffe es geht dir gut“, stammelt der Typ, der ich vor 10 Jahren gewesen bin, also nun dem Typ der er eine Dekade später geworden ist in dem Lied „Private Altersvorsorge“ entgegen und kommt in Erklärungsnot. Ich setzte mich sofort an einen Text um mir mit „Private Altersvorsorge 2″ eine Antwort zu schreiben. Das war die Initialzündung für alle weiteren Lieder auf dem entstehenden Album, auf denen ich vergeblich versuche mich mir selbst zu erklären. Am Ende steht nun allerdings nicht die große Erkenntnis, sondern ein Spannungsfeld, das sich in inhaltlicher Widersprüchlichkeit und musikalischer Inkonsequenz verlieren musste, damit ich mich irgendwo darin wiederfinden kann.“

Das Ergebnis ist die tönende Autobiographie einer zwischen Genialität und Konfusion changierenden Künstlerpersönlichkeit. Der rote Faden in Danger Dans Lebens scheint die vergebliche Suche nach einem roten Faden zu sein. So besuchte er – nicht unbedingt erfolgreich – zehn verschiedene Schulen, um danach unter anderem als Anzugsverkäufer, Tontechniker, Ganjafarmer, Zeitungsbote, Betreuer in einem Kinderheim, Lehrer in einem Zirkus, Statist in einer Seifenoper oder Musikpädagoge in einem Kinder- und Jugendhilfe-Projekt zu arbeiten. Schließlich öffnete ihm eine Begabtenprüfung die Türen zu einer Hochschule, in der er Musiktherapie studierte. Er unterbrach das Studium, um auf Tour zu gehen und behauptet bis heute, die Tour wäre leider immer noch nicht zu Ende.

Reflexionen aus dem beschönigten Leben“ ist ein Solo-Album par excellence: Produziert von Danger Dan selbst, knüpft es an den Sound der Antilopen Gang an, bewegt sich stilistisch aber weiter querfeldein durch Pop, Rock, Klassik, Reggae, A cappella und irgendwelchen Quatsch, den er selbst nicht einordnen kann. Co- produziert und feingeschliffen wurde das Album von Danger Dans Bruder und Antilopen Gang- Mitglied Panik Panzer, mit dem er schon seit frühster Kindheit zusammen Musik macht. Gemixt wurde es von der bewährten Hip Hop- Legende Roe Beardie.

Dean Lewis @ artheater
Sep 27 um 20:00

Aus dem Stand hat sich der 28-jährige Sänger, Gitarrist und Songwriter Dean Lewis in seiner Heimat Australien einen großen Namen gemacht. Gleich seine erste, 2016 erschienene Single „Waves“ schoss bis auf Platz 12 der australischen Charts und wurde mit Dreifach-Platin ausgezeichnet. Mit „Need You Now“, „Lose My Mind“ und „Chemicals“ veröffentlichte er weitere erfolgreiche Singles, flankiert von seiner ersten EP „Same Kind of Different“, die im April 2017 erschien. Seine aktuelle Single „Be Alright“, zugleich ein erster Vorbote auf sein für dieses Jahr angekündigtes Debütalbum, erweist sich als seine bislang erfolgreichste und stieg bis auf Platz 3 der australischen Charts. Nun kommt Dean Lewis im September erstmals für drei Konzerte in Berlin, Hamburg und Köln nach Deutschland.

Dass die Welt nun diese wunderbar schwerelosen, leichtfüßig und doch gehaltvoll klingenden Songs von Dean Lewis vernehmen darf, verdanken wir einer bestimmten Band: Oasis. Denn in dem Moment, als Lewis im Jahr 2005 erstmals ein Live-Video der Britpop-Giganten sah, entschied er sich, selber Musiker zu werden. „Die folgenden fünf Jahre verbrachte ich damit, jedes Video, jeden Live-Mitschnitt und jede Dokumentation von und über Oasis anzuschauen und genau zu studieren. Letztlich, kann man sagen, hat mir Liam Gallagher alles beigebracht, was ich weiß und kann – ohne ihm je persönlich begegnet zu sein.“

Zwischen 2010 und 2014 schrieb Lewis Song um Song, ohne jede Eile. Er wollte erst dann mit Musik reüssieren, wenn er sich selber sicher war, dass seine Songs eine signifikante Eigenständigkeit aufweisen. Und so erschien erst 2016 mit „Waves“ seine erste Single, die in Australien zum Übernacht-Erfolg geriet. Und auch die folgenden Singles waren so erfolgreich, dass er 2017 gleich fünf Nominierungen bei den jährlichen ARIA Awards erhielt. Parallel erschien mit „Same Kind of Different“ seine erste EP. Seither sind die australischen Medien durchweg überzeugt, dass Dean Lewis eine große internationale Karriere vor sich hat.

Jene dürfte so richtig in Fahrt geraten, wenn sein Debütalbum erscheint, das schon seit Ende letzten Jahres für 2018 angekündigt wird; Lewis selber hat die Veröffentlichung bereits einige Male verschoben, da er an das Album einen nicht minder hohen Qualitätsanspruch hegt wie an seine bislang veröffentlichten Singles. Das sei schließlich auch, was ihn an Oasis so begeistert habe: „Diese Band hat auf ihren Platten keine Filler, sondern nur Killer. Und das Gleiche erwarte ich von mir.“ Man darf also sehr gespannt sein auf diesen bislang noch unbetitelten Longplayer.

Funny van Dannen @ Kulturkirche Köln
Sep 27 um 20:00

Funny van Dannen geht auf eine kleine intime Reise. „Nach dem schönen Auftritt im letzten Juni an der Berliner Volksbühne hatte ich Lust auf eine kleine Sommertour vor sitzendem Publikum, um neben den Evergreens auch einmal unbekanntere oder unveröffentlichte Sachen zu singen, für die es bei „normalen“ Konzerten vielleicht zu unruhig ist. Das steht jetzt an.“

 

 

 

Passenger @ Live Music Hall
Sep 27 um 20:00

Die Musik von Mike Rosenberg a.k.a. Passenger hatte immer schon zwei Seiten. Da ist die Eine, episch breite, der radiofreundliche und doch vielseitige und tiefe Pop-Sound, der zum Beispiel Songs wie seinen Mega-Hit „Let Her Go“ (1,8 Milliarden Youtube-Aufrufe!) oder sein Nummer-eins-Album „Young As The Morning, Old As The Sea“ definiert. Andererseits gibt es den introvertierten Passenger, seine Singer/Songwriter-Kunst, die man zum Beispiel auf Platten wie „Whispers“ oder zuletzt im vergangenen Jahr auf „The Boy Who Cried Wolf“ hören konnte. Schon vor dessen Veröffentlichung hatte der Brite angekündigt, eine Auszeit zu nehmen und eine Zeitlang auch nicht mehr auf Tour zu gehen. Was fast unglaublich klang, da er doch davor vor allem als Straßenmusiker und Live-Künstler mit überzeugender Bühnenpräsenz quasi immer irgendwo unterwegs gewesen ist. Lange allerdings hielt die Pause nicht an: Passenger hat eben angekündigt, dass er ein neues Album namens „Runaway“ in der Pipeline hat. Der erste Titel, den er daraus veröffentlicht: „Hell And High Water“ deutet darauf hin, dass die neue Platte wieder eher in Richtung Pop geht. Entsprechend äußerst er sich auch selbst dazu: „Manche finden, Pop sei schmutzig oder schlecht. Aber eigentlich heißt es nur, dass die Melodien catchy sind. Und meine Lieblingslieder sind alle ziemlich catchy.“ Und tatsächlich trifft das auch auf die Songs von Passenger zu, mit diesen unvergesslichen Melodien und kolossalen Refrains. Musikalisch geht er zurück zu seinen familiären Wurzeln. Sein Vater ist Amerikaner, und gemeinsam seien sie durch das Land gereist. Diese Erfahrungen verarbeitet er hier, mit reichlich Americana-Einflüssen, Lap-Steel-Gitarre, Mandoline, Banjo und der Vorstellung von weiten Landschaftsbildern der USA. Rosenberg ist einen weiten Weg gegangen seit der ersten Platte, ist von der Band Passenger zum Solo-Künstler gleichen Namens und wieder zum Band-Leader geworden: „Runaway“ entstand zusammen mit Gitarrist Benjamin Edgar, Bassist Rob Calder, Drummer Peter Marin und Keyboarder Jon Hansen. Im September kommt Passenger auf Tour und präsentiert uns seine neuen Songs ganz exklusiv – solo und in intimer Atmosphäre in den kleineren Hallen.

Philipp Poisel @ E-Werk Köln
Sep 27 um 20:00

Foto: Michael Demuth

Das Jahr 1 nach der Arenatour von Philipp Poisel mit 120.000 Zuschauern, einem Nummer 1 Album und einer ausgiebigen Open Air Tour steht wieder ganz im Zeichen der Clubs und Hallen, dem Schweiß, der von der Decke tropft, und der Nähe zum Publikum. Und es ist gleichzeitig das Jahr 10 nach der ersten Tour. Das schreit nach Jubiläum.

Deshalb überlassen Philipp Poisel und seine 4 Musiker in diesem Jahr die Laser, die LED Wände und die aufwändige Bühnentechnik anderen und machen einfach mal wieder nur Musik. Man „packt“ sich gemeinsam in den Bandbus samt Hänger und fährt wieder los. Wie früher. Aber eben auch: Wie heute. Die Clubs der Republik, in denen teilweise noch mit viel nostalgischem Gefühl und halb überklebt die Aufkleber aus dem Jahr 2008 hängen, erleben eine schnörkellose Philipp Poisel Jubiläumstour.

2018 erwartet uns eine in sich über 10 Jahre gewachsene Band, die in der Zeit musikalisch und menschlich zusammengewachsen ist, mit einem Programm von Songs aus mittlerweile 3 Studioalben und einem Live Album, und ein Songwriter, der weiterhin unterwegs und in Bewegung ist. „Ich bin froh und dankbar schon seit 10 Jahren mit meiner Band auf der Bühne stehen zu dürfen. Das ist ein Privileg und nicht selbstverständlich. Bei der Clubtour 2018 wollen wir gemeinsam mit den Zuschauern zusammen auf (Zeit-)Reise gehen ohne in eine reine Retrospektive zu verfallen. Musikalisch setzen wir auf die Intensität des Bandsounds, den man nicht in erster Linie im Kopf, sondern vor allem im Bauch spüren und erleben kann.“ (Philipp Poisel)

Die Tour 2018 folgt weitestgehend den Städten aus dem Jahr 2008 und wird im Februar 2019 mit weiteren Konzerten in Deutschland und Auftritten in Österreich und der Schweiz fortgesetzt.

Sep
28
Fr
2018
Ben Caplan @ Luxor
Sep 28 um 19:30

Foto: Jamie Kronick

Ben Caplan wird zurecht bewundert und geliebt. Mit seinem voluminösen Bart, seinen wilden Haaren, der tiefen Stimme und seiner umwerfend vielseitigen Musik überzeugt er äußerlich und klanglich. Wer ihn einmal live gesehen und vor allem gehört hat, vergisst diesen großen Crooner, Chansonnier, Shanty-Sänger und Charmeur nicht mehr. Egal ob solo oder mit seiner alten Band, den Casual Smokers: Caplans Auftritte sind faszinierende Shows mit wilden Erzählungen und ebenso wilden Songs. Und jetzt ist er auch noch auch als Musical-Komponist erfolgreich: Mit „Old Stock: A Refugee Love Story“ hat er nicht nur in seiner Heimat Kanada die Theater ausverkauft. Natürlich nicht nur er allein, Autorin Hannah Moscovitch und seine Co-Songschreiber Christian Barry und Geoff Berner haben ebenfalls ihren großen Anteil am Erfolg beim internationalen Debüt am Edinburgh Fringe Festival und daran, dass „Old Stock“ sieben Wochen Off-Broadway gespielt wird (wo die wirklich coolen, neuen und aufregenden Sachen laufen). In dem Musical geht es um Liebe in Zeiten des Krieges, um Flüchtlinge, die gerade noch wegkommen oder die zu spät erst flüchten können, um Verlust und Dunkelheit, um Sex und darum, Gott in die Augen zu schauen. Es ist eine Geschichte aus der kanadischen Bevölkerung, die im Grunde von Flüchtlingen abstammt, von Refugees, die nach Kanada gekommen sind und dort heimisch werden. Es ist eine humorvolle und dunkle Saga unserer Zeit. Die Songs daraus werden bestimmt auch bei den kommenden Konzerten von Ben Caplan im Mittelpunkt stehen: Im Herbst kommt er mit seiner neu zusammengestellten Band auf Deutschland-Tour.

Darwin Deez @ artheater
Sep 28 um 19:30

Gibt es eigentlich noch Hippies? Falls ja, dann ist Darwin Deez einer. Der zottelhaarige Frontmann der gleichnamigen Band stammt aus South Carolina. Seine Eltern waren Anhänger des indischen Gurus Meher Baba, dem The Who mit „Baba O’Riley“ eine musikalische Hommage widmeten, der 44 Jahre lang schwieg, weil wahre Liebe keine Worte braucht, und dessen letzter Satz vor dem Verstummen Bobby McFerrin zu einem Welthit verarbeitete: „Don’t worry, be happy.“ Diese Philosophie hat auch Deez geprägt. Liebe, und dann tu, was du willst, lautet das Gesetz. Sei originell, aber wahrhaftig und brillant dabei. Und vor allem: Humor nicht vergessen. So ist auch seine musikalische Entwicklung eine echte Achterbahnfahrt. Er schrieb seinen ersten Song mit elf, nachdem sein Vater ihm ein paar Akkorde auf der Gitarre beigebracht hatte. Er kam über Nirvana zu Fugazi und Superchunk, gründete eine Band, um dann mit 13 die Chemical Brothers zu entdecken und festzustellen, dass das die Musik der Zukunft sei. Fortan stand Drum’n’Bass auf dem Schild, bis mit Jimmy Eat World die Gitarren wieder zurückkamen. Er studierte Stepptanz, arbeitete in New York als Kellner in einem veganen Restaurant und komponierte im stillen Kämmerlein Noise-Pop, inspiriert von Animal Collective und den Strokes, der nie veröffentlicht wurde. Und irgendwann nahm er seine Debütplatte auf, daheim, mit einer viersaitigen Gitarre in eigenartiger Stimmung und ein paar Casios. Der Erfolg stellte sich sofort ein, Hits wie „Radar Detector“ und „Up In The Couds“ eroberten die Indie-Charts und vor allem die Tanzflächen. Darwin Deez brauchte eine Band, verpflichtete eine Bassistin, die noch nie Bass gespielt hatte, und weitere Mitglieder und nannte das Projekt der Einfachheit halber Darwin Deez. Seither sind drei Alben erschienen, und in diesem Sommer kommt das vierte in die Läden und auf die Plattformen. Darwin Deez sind Popmusik, wie sie immer sein sollte: Unprätentiös, frei von übertriebener Coolness, aber großartig; offen, aber konzentriert; musikalisch auf den Punkt genau, fröhlich, tanzbar, voller origineller Ideen. Man hört das große Talent für catchy Hooks, schöne Melodien und Harmonien und die Gabe, im nächsten Moment dann alles doch anders zu machen und mit der Bratzgitarre dazwischenzufahren. Zu allem Überfluss erfindet Herr Deez hin und wieder noch eigene Tänze für seine Musik, die er dem Publikum dann beibringt. Im September zum Beispiel, wenn Darwin Deez zu uns auf Tour kommen.

Das Beste aus dem DAS BUCH Ä live 2018 @ Gloria Theater
Sep 28 um 20:00

Um es vorweg zu nehmen: Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer auf dieser „Lesung“ beträgt ca. drei Stunden. Das Gute daran: Es wird keine Minute langweilig, denn dies ist keine Lesung im herkömmlichen Sinn. Das fängt schon allein damit an, dass es sich um kein gewöhnliches Buch handelt, sondern um DAS BUCH Ä – Die von DIE ÄRZTE autorisierte Biografie. Ja, genau, die DIE ÄRZTE aus Berlin (aus Berlin!)! Ende 2016 erschien dieser 928 Seiten starke Wälzer über die beste Band der Welt. 2017 ging dann die fulminante Lesetour von Autor Stefan Üblacker und dem Liedermacher-Duo Reis against the Spülmachine über die Bühnen. Ja, richtig gelesen, es wird nicht nur gelesen. Es wird auch gesungen – und das nicht zu knapp, denn wie sonst könnte man sich BelaFarinRod am besten nähern, wenn nicht über ihre Songs.

Viel ist passiert auf dieser Lesetour. Es gab eindeutige Angebote, herzzerreißende Banner („Halt’s Maul und Lies!“), unvergessliche Publikumsanimationen („Ihr auf der linken Seite, singt den Text auf Englisch und ihr auf der rechten Seiten, auf Deutsch!“), Pogotanz, Polonäse und vor allem jede Menge Spaß. Es hat gar so viel Spaß gemacht, dass Stefan Üblacker und Reis against the Spülmachine gar nicht anders können als noch mal wieder zu kommen. Freut euch auf „Das Beste aus dem DAS BUCH Ä live“, auf ein neues Programm und drei Stunden Äntertainment DÄluxe.

Juse Ju @ Subway
Sep 28 um 20:00

1989: In einem kleinen, grünen Holzhaus in Tokio sitzt ein 6-Jähriger aus Süddeutschland und hört zum ersten Mal in seinem Leben Public Enemy. Aufgelegt von seinem großen Bruder auf dessen Billig-Plattentellern im gemeinsamen 12qm Kinderzimmer. Schnitt. 29 Jahre später ist dieser Junge aka JUSE JU selbst eine Größe in der deutschen Indie-Rapszene im Dunstkreis von der Antilopen Gang, Fatoni, Dexter und Edgar Wasser.

Am 16.März erschien JUSE JUs neues Album „Shibuya Crossing“. Sein erstes richtiges Album. Die Quintessenz seiner wechselhaften Geschichte und Weltsicht. Die Produzenten der Platte (Dexter, Torky Tork, Yourz u. a.) kombinieren 2017er Grooves mit dem warmen Klang von Samples und echten Instrumenten. So schaffen sie einen State of the Art Sound, der sich von der Bi-Polarität von Trap-Synthie-Sound und klassischem Boom Bap in Deutschland absetzt. Und Juse tut auf diesen Beats Unerhörtes: Im Omnipotenz-Becken Deutschrap rechnet er unironisch mit seinem eigenen, unfairen Verhalten gegenüber Frauen ab (Lovesongs). Positioniert sich klar politisch (Propaganda feat. Danger Dan). Und arbeitet schonungslos die eigene Familiengeschichte auf (Shibuya Crossing). Juse lässt Introspektiven zu, die man sich einer höher-reicher-besser Szene eigentlich nicht erlauben kann. Die bissige Ironie und Battleattitüde der Vorgänger-Mixtapes wird um ein offenes Visier erweitert.

Palaye Royale @ MTC
Sep 28 um 20:00

Stolze 1,7 Millionen Klicks verzeichnet ihr Video zu „Get Higher“ bislang. Kein Wunder, die drei smarten Jungs von Palaye Royale präsentieren mit ihrem Fashion-Art Rock nicht nur süffige Melodien, sondern auch einen originellen Look. Samsung Galaxy Note wählte den Ohrwurm für einen Werbeclip, der global eingesetzt wurde. Das auffällige Trio aus Kanada mit Wohnsitz in Las Vegas gastiert am 24. September 2018 im Musik & Frieden in Berlin, am 25. September 2018 im Feierwerk in München und am 28. September 2018 im MTC in Köln.

„Clever and catchy“ ist das Motto von Frontmann Remington Leith, Gitarrist/Organist Sebastian Danzig und Trommler Emerson Barrett, die sich selbst als „Songwriter, Performer, Rockstars, Co-Produzenten, Filmemacher und Champions“ bezeichnen. Die drei Kanadier bestimmen alle Inhalte ihres Erscheinungsbilds selbst, von Melodien, Texten und Arrangements ihrer Songs bis zu Videos und Social-Media-Auftritten. Der Dreier gründete sich 2008 unter dem Namen Kropp Circle, drei Jahre später benannte er sich in Palaye Royale um und zog nach Las Vegas. Die drei Mitglieder sind Brüder und heißen mit Nachnamen Kropp. „Den Bandnamen Palaye Royale übernahmen wir von einer alten Tanzhalle in Toronto, in der sich zwei Seelen trafen, denen wir sehr nahe stehen“, erklärt Sebastian Danzig.

2012 brachten sie ihre Debütsingle „Morning Light“ heraus, deren Video sagenhafte zwanzig Millionen Views auf YouTube feiern konnte. Ihren musikalischen Stil bezeichnen Palaye Royale als „Fashion-Art Rock“, einen Mix aus Rock´n´Roll, Glam, Indie- und Garagen Rock. Mit Hilfe der Musik will das Trio nichts Geringeres als „eine Jugendbewegung“ starten, so Sebastian Danzig. „Jeder soll sein, was er sein will. Wir sehen aus wie echte Musiker, die so klingen wie sie aussehen. Es geht um Musik und Image, das habe ich von meinen Idolen gelernt.“

Als Einflüsse nennen die Kanadier Qualitätskapellen wie The Animals, The Faces, The Rolling Stones, The Doors, David Bowie, T. Rex und Velvet Underground. Inzwischen haben sich Fanclubs in aller Welt gegründet, bekannt als „Soldiers Of The Royal Council“. Mittlerweile gibt es 75 Fanclubs von Palaye Royale, darunter in Ländern wie Deutschland, Irland, Schottland, Großbritannien, Brasilien, Frankreich und den Philippinen.

Milliarden @ Gebäude 9
Sep 28 um 20:30

Foto: Peter Kaaden

Außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Ausdrucksarten, so sagt man gemeinhin. Auch, wenn`s manchmal ganz schön weh tut. Mit dem Berliner Rock-Duo Milliarden meldet sich nun eine Newcomerformation zu Wort, die die deutschsprachige Musiklandschaft so richtig aufmischen wird. Garantiert.

Milliarden, das sind im Grunde nur zwei Menschen und bestehen aus Frontmann Ben Hartmann sowie Johannes Aue. Milliarden – mehr als ein Name. Ein Begriff, der starke Assoziationen weckt. Ein Schlagwort, das in riesigen Lettern über diesen turbulenten Zeiten zu schweben scheint. Irgendwo zwischen Börsencrash und Megagehältern, zwischen Insolvenz und neuen Chancen, zwischen Kommerz, Kultur und Kunst. Eine irgendwie absurde Zahl, deren Bedeutung ambivalent und kaum fassbar ist. Ebenso, wie auch der Sound der Berliner. In Wörter geworfene Emotionsentladungen. Kleine und große Dramen; Geschichten im Impulsrausch, die jeder irgendwann selbst erlebt.

„Die Welt braucht neue Lieder“, heißt es in dem Song „Vergiss mich nicht“. Milliarden haben sie: Außergewöhnliche Songs. Für außergewöhnliche Zeiten.

Sep
29
Sa
2018
Kids Of Adelaide @ Luxor
Sep 29 um 19:30

Das Konzert von KIDS OF ADELAIDE am 25.04. im Luxor muss auf den 29.09. verschoben werden. Einlass jetzt 18.30 Uhr, Beginn 19.30 Uhr. Karten bleiben gültig.

[Das Konzert von Kids Of Adelaide am 25.04. im Luxor muss verschoben werden. Ein Nachholtermin ist in Planung und wird schnellstmöglich bekannt gegeben. Karten bleiben gültig.]

Seit 2011 sind Benjamin und Severin unter dem Namen Kids of Adelaide unterwegs, ob als Straßen-Musiker in Fußgängerzonen in den Anfängen oder auf den Konzertbühnen zwei Jahre später. Erst mit kleinen ausverkauften Auftritten im Stuttgarter Kellerklub und dem Privatclub in Berlin, dann mit Größen wie Jamie Cullum, Mark Owen oder auch Donavon Frankenreiter.

2015 spielt das Duo beim renommierten Zermatt Unplugged Festival und tourt mit Rock-Ikone Robert Plant. Im selben Jahr beziehen die „Kids“ gemeinsam das alte Haus von Bennis Oma und bauen dort zusammen mit Sebastian Specht ein eigenes Tonstudio auf. Nach monatelangen Renovierungsarbeiten entstehen hier die Aufnahmen zum Album „Black Hat & Feather“, das im Januar 2016 erscheint und die beiden Singles „Jinx“ und „Heart in your Glass“ enthält.

2017 sind die Kids of Adelaide endgültig im Musikmarkt angekommen und touren auch in Frankreich, Niederlande, Tschechien, Italien und England.

Im Rahmen ihrer erfolgreichen Headliner-Tour „Somewhere in Germany Tour“ standen Kids of Adelaide über 30 Mal auf der Bühne. Im Anschluss spielten Kids of Adelaide beim UEFA Champions League Festival in Cardiff im Rahmen des UEFA Champions League Finals 2017, sie tourten als Special Guest für den Hollywood Superstar Kiefer Sutherland, gefolgt von zwei Open Air Shows mit Zucchero.

Im Frühjahr 2018 kommt nun das neue Album „Into The Less“ produziert mit Jens-Peter Abele (Produzent) und Sebastian Specht (Co-Produzent und Live Mischer) in den Tone Temple Studios und im Bodega Studio. Im Rahmen der Albumveröffentlichung werden sich Kids of Adelaide ab dem 6. April 2018 auf eine umfangreiche Deutschland Headliner Tour begeben. Termine weiter unten.

Kurt Krömer @ Theater am Tanzbrunnen
Sep 29 um 20:00

Kurt Krömer, die lebende Komikerlegende aus Neukölln, meldet sich mit einem neuen Programm zurück und bringt deutschlandweit die Theatersäle zum Toben: Wenn der pampige Publikumsliebling sein Bühnencharisma ausspielt, bleibt kein Auge trocken! Eine „Stresssituation“ der besonderen Art, vor allem für die Lachmuskeln seiner Zuschauer und Zuschauerinnen.

Sasha @ E-Werk Köln
Sep 29 um 20:00

Foto: Olaf Heine

Sasha hatte im Verlauf seiner beachtlichen Karriere stets andere Abenteuer im Kopf, ob als international erfolgreicher Pop-Star, Rockabilly-Heroe Dicke Brave oder als perfekter Entertainer bei „Alive & Swingin“. Immer wieder verstand er es, sich neu zu erfinden und seine Fans mit den verschiedenen Facetten seiner künstlerischen Persönlichkeit zu faszinieren.

Nach zwei Jahrzehnten kann man Sasha jetzt erstmals auf Deutsch erleben. Sein überraschendes Album „Schlüsselkind“ könnte authentischer nicht sein. Sein 20jähriges Jubiläum feiert der Ausnahme-Künstler natürlich auch mit einer großen Tournee. Von Ende September bis Ende Oktober präsentiert er seine brandneuen deutschen Songs ebenso wie die englischsprachigen größten Hits seiner Karriere in 14 Städten.

In kurzen, knappen Sätzen skizziert Sasha auf „Schlüsselkind“ große Tableaus, übersetzt Erinnerungen, vermittelt Inneneinblicke und Gedanken in mitreißenden, eingängigen Songs. „Meine ersten Versuche auf Deutsch zu singen, unternahm ich schon Mitte der Neunziger Jahre“, sagt Sasha: „Ich war damals beeindruckt von der Band Nationalgalerie, aber auch von Selig. Da wusste ich: Es geht auch auf Deutsch. Aber mir fehlte damals noch die Ernsthaftigkeit.

Sashas neue Songs besitzen jetzt diese Authentizität. Wichtig war es für ihn, das Denken in englische Sprache zu durchbrechen und das Deutsche als neue Singsprache zu akzeptieren. Dies lotete Sasha in den letzten drei Jahren aus. So lange dauerte die Arbeit an Schlüsselkind. Gemeinsam mit Robin Grubert und Ali Zuckowski — zwei seiner engsten Co-Autoren, Komponisten und Freunde, arbeitete er in Los Angeles bereit seit 2015 an einem Neustart, bis er sich selbst in dem Material wiederfand und schließlich wusste er: „Geil, es ist alles gut!“

Zwei Jahrzehnte sind vergangen, in denen Sasha eine internationale Karriere mit diversen Hits (u.a. „If You Believe“, „Slowly“, „Coming Home“, „Lucky Day“ und „Hide & Seek“ und zuletzt „Good Days“) meisterte und insgesamt acht Alben veröffentlichte. Seine Plattenverkäufe im In- und Ausland erzielten 17 Mal Gold- und sechsmal Platin-Status. Er wurde unter anderem mit vier Echos, drei 1Live-Kronen einem Bambi, einer Goldenen Kamera und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.

Als Dick Brave and The Backbeats tobte sich Sasha zwischenzeitlich erfolgreich auf einem ganz anderen musikalischen Feld erfolgreich aus. Auf Einladung von Xavier Naidoos sang er bei der ersten Staffel „Sing meinen Song“. Seit über zehn Jahren begeistert er bei „Alive & Swingin“ gemeinsam mit Rea Garvey, Xavier Naidoo und Michael Mittermeier Hunderttausende.

Das wirklich Schöne an „Schlüsselkind“ ist, das Sasha sein Lächeln und sein Selbstbewusstsein mitgenommen hat. Er geht – wie immer – eigene musikalische Wege in eine Zukunft, die gerade erst begonnen hat.

Sep
30
So
2018
Julia Engelmann @ Mitsubishi Electric HALLE
Sep 30 um 19:00
Foto: Marta Urbanelis

Foto: Marta Urbanelis

Als Deutschlands berühmteste Poetry-Slammerin ist Julia Engelmann vielen ein Begriff, sie trifft den Nerv der Zeit, gilt als Stimme ihrer Generation und begeisterte bereits ein Millionenpublikum. Inzwischen ist die 25-jährige Bremerin erfolgreiche Vollzeitpoetin – drei Spiegelbestsellerbücher hat sie veröffentlicht und tourt aktuell durch ganz Deutschland, Österreich und die Schweiz in über 35 Städten. Die meisten davon restlos ausverkauft.

Nun begeistert sie alle Fans auch mit Musik. Am 3.11. erscheint ihr Debütalbum Das „POESIEALBUM“ enthält 14 neue Songs. Auf ihrer aktuellen Tour JETZT, BABY gibt sie bereits einen kleinen Vorgeschmack darauf und die Fans feiern ihre Poesie und Musik. Die Nachfrage ist enorm. So wird 2018 eine neue großangelegte Tournee in ca. 35 Städten folgen. Der Vorverkauf zum Live-Programm des POESIALBUM, bei welchem Julia Engelmann neben der Musik natürlich auch noch viel alte und neue Poesie mit im Gepäck hat, startet in Kürze.

Als erste Singleauskopplung ist ihr Song „Grüner wird’s nicht“ erschienen, der mit seinen Lyrics auch die Verbindung zu ihrer Poesie und dem gleichnamigen Gedicht spiegelt. Ein Lied über das Zweifeln und das Warten auf den richtigen Moment – eine Motivationshymne, zu der die Künstlerin auch noch ein sehr charmantes Musikvideo präsentiert und uns so vor Augen führt, dass jeder sein Glück selbst in der Hand hat.

Auf der jetzigen Tournee präsentiert sie erstmalig LIVE einige Lieder des Albums wie „Alleine Sein“, „Kein Modelmädchen“ oder „Bestandsaufnahme“ neben neuen Texten wie „Zauberer“, „100 große Kinder“ oder auch „Aka Btw Coconutoil“, der Fortsetzung Ihres Textes „AKA“. Natürlich darf auch ihr Grapefruit-Song, der innerhalb kürzester Zeit millionenfach auf Youtube geklickt wurde,in Ihrem Programm und auf dem Debüt „POESIEALBUM“ nicht fehlen.

2018 verspricht Julia Engelmann, weitere Titel Ihres „POESIEALBUMS“ sowie eine große Auswahl an neuen und bekannten Texten in einer passend authentischen Bühnenshow zu präsentieren.

Okt
1
Mo
2018
Beach House @ Gloria Theater
Okt 1 um 20:00

Foto: Shawn Brackbill

Die Sieben steht im Zentrum: Das kommende siebte Album von Beach House trägt den Titel „7“, und insgesamt hat das Duo aus Baltimore damit 77 Titel gemeinsam veröffentlicht. Die Dream-Pop-Band will mit dem neuen Werk nichts anderes erreichen als sich zu verjüngen, noch einmal neu anzufangen. Im vergangenen Jahr habe man mit „B-Sides And Rarities“ das Kreativklosett durchgespült und alte Ideen zu Bett gebracht. Jetzt geht es wieder neu los. Eingespielte Methoden wurden überdacht, Limitierungen verworfen, nicht mehr ausschließlich auf die Live-Tauglichkeit geachtet. Auf „7“ finden sich Tracks ohne Gitarre oder ohne Keyboards, Stücke, die Lage für Lage kompliziert übereinandergeschichtet worden sind, Produktionen, die niemals auf der Bühne so gespielt werden können. Es ging nur noch um die kreative Stimmung statt um die Wahl der Instrumente. Klang war alles, alles andere hatte sich unterzuordnen. Eine große Rolle spielte auch der gesellschaftliche Irrsinn, der im vergangenen Jahr durch die Vereinigten Staaten rollte. Dabei ist keineswegs nur die Präsidentschaft Trumps gemeint, sondern vor allem die Diskussionen um die Rolle der Frauen in der Gesellschaft. In der Welt herrsche Chaos genug, sagen Sängerin und Keyboarderin Victoria Legrand und Gitarrist und Keyboarder Alex Scally, darum sei „7“ ein möglichst simpler Titel einer großen neuen Platte. Wie das Ganze sich live anhören wird: lassen wir uns überraschen. Beach House arbeiten im Moment an ihrer neuen Show und kommen damit im Oktober zu uns auf Tour.

Julia Engelmann @ Palladium
Okt 1 um 20:00
Foto: Marta Urbanelis

Foto: Marta Urbanelis

Als Deutschlands berühmteste Poetry-Slammerin ist Julia Engelmann vielen ein Begriff, sie trifft den Nerv der Zeit, gilt als Stimme ihrer Generation und begeisterte bereits ein Millionenpublikum. Inzwischen ist die 25-jährige Bremerin erfolgreiche Vollzeitpoetin – drei Spiegelbestsellerbücher hat sie veröffentlicht und tourt aktuell durch ganz Deutschland, Österreich und die Schweiz in über 35 Städten. Die meisten davon restlos ausverkauft.

Nun begeistert sie alle Fans auch mit Musik. Am 3.11. erscheint ihr Debütalbum Das „POESIEALBUM“ enthält 14 neue Songs. Auf ihrer aktuellen Tour JETZT, BABY gibt sie bereits einen kleinen Vorgeschmack darauf und die Fans feiern ihre Poesie und Musik. Die Nachfrage ist enorm. So wird 2018 eine neue großangelegte Tournee in ca. 35 Städten folgen. Der Vorverkauf zum Live-Programm des POESIALBUM, bei welchem Julia Engelmann neben der Musik natürlich auch noch viel alte und neue Poesie mit im Gepäck hat, startet in Kürze.

Als erste Singleauskopplung ist ihr Song „Grüner wird’s nicht“ erschienen, der mit seinen Lyrics auch die Verbindung zu ihrer Poesie und dem gleichnamigen Gedicht spiegelt. Ein Lied über das Zweifeln und das Warten auf den richtigen Moment – eine Motivationshymne, zu der die Künstlerin auch noch ein sehr charmantes Musikvideo präsentiert und uns so vor Augen führt, dass jeder sein Glück selbst in der Hand hat.

Auf der jetzigen Tournee präsentiert sie erstmalig LIVE einige Lieder des Albums wie „Alleine Sein“, „Kein Modelmädchen“ oder „Bestandsaufnahme“ neben neuen Texten wie „Zauberer“, „100 große Kinder“ oder auch „Aka Btw Coconutoil“, der Fortsetzung Ihres Textes „AKA“. Natürlich darf auch ihr Grapefruit-Song, der innerhalb kürzester Zeit millionenfach auf Youtube geklickt wurde,in Ihrem Programm und auf dem Debüt „POESIEALBUM“ nicht fehlen.

2018 verspricht Julia Engelmann, weitere Titel Ihres „POESIEALBUMS“ sowie eine große Auswahl an neuen und bekannten Texten in einer passend authentischen Bühnenshow zu präsentieren.

Sascha Grammel: Ich find´s lustig! @ LANXESS arena
Okt 1 um 20:00

ES GEHT WEITER MIT DER GRAMMEL-SHOW!
Also: wieder ein Jahr. Ein weiteres Jahr. Genauer steht’s hier:
Sascha Grammel – live 2018: „ICH FIND’S LUSTIG“
Das blitzeblanke Bi-Ba-Bühnen-Programmel!

Auch 2018 geht’s auf Grund der Riesennachfrage und mit zahlreichen Zusatzshows noch ein letztes Jahr auf große „ICH FIND‘ S LUSTIG“-Hallentour durch Deutschland & Österreich. Und nach Pompolompusien (vielleicht). Aber ganz bestimmt in Deine Nähe! Alle Puppen sind wieder mit an Bord auf Grammels Gute Laune-Kahn! Für Rätselfreunde: angeblich sind ein Aquarium, Luftballons, Konfetti und ein großes Stück Käse ins Grammel-Spaßbüro geliefert worden. Es sieht also wiedermal ganz nach einer typisch rundum grammeligen Puppet-Comedy-Show mit verrückter Comedy aus – mit leisen, auch bewegenden Momenten, jeder Menge herrlicher Albernheiten und irrer Überraschungen! Mehr wird aber noch nicht verraten!

The LaFontaines @ YUCA
Okt 1 um 20:00

The LaFontaines haben eben mit „Up“ eine neue Single veröffentlicht und sie klingt für ihre Verhältnisse geradezu sommerlich. Es gehe auch um Optimismus, sagt Frontmann Kerr Okan, es sei ein Track für alle, „die ein paar aufs Kinn verpasst bekommen haben und sich trotzdem weigern, zu Boden zu gehen“. Charakteristisch bleibt der ganz besondere Sound der Schotten: die sirrenden Gitarren, die geradezu von Kasabian stammen könnten, verkoppelt mit gezielten elektronischen Sounds, den fetten HipHop-Beats, die die rockige Attitüde aufbrechen, und dieser Stimme, die zwischen rappenden Flow und intensivem Singsang changiert. Dieser urbane Bastard von Musik passt auch hervorragend zu den Inhalten der Lyrics. Es ist sicher kein Zufall, dass die erste Platte von The LaFontaines „Class“ hieß – was nicht nur politisch gemeint war, sondern auch im Sinne von „Qualitätsstufe“ – und das zweite „Common Problem“. Die Briten aus Motherwell setzen mit ihren Songs ein starkes Statement. Das Fachblatt Kerrang! adelte mit dem Titel „Kings of the North“ und ihre Fans verehren sie für ihre energischen Auftritte. Jetzt folgt also mit „Up“ ein neuer Track und Vorbote für mehr neue Musik, die im Lauf des Jahres erscheinen soll. Im Oktober schauen The LaFontaines dann im Rahmen ihrer großen Europa-Tour auch in unseren Hallen vorbei.

They Might Be Giants @ Luxor
Okt 1 um 20:00

Foto: Shervin Lainez

Fünf Jahre nach ihrem letzten Deutschland-Besuch (damals spielte man lediglich ein Konzert in Berlin) kündigen sich THEY MIGHT BE GIANTS endlich wieder einmal mit einer ganzen Tour für 2018 an!
Anfang nächsten Jahres wird das famose Brooklyner Duo dann auch endlich ein neues Werk veröffentlichen: „I Like Fun“ ist Studioalbum Nummer 17, der Nachfolger von „Nanobots“ (2013).

Wir sind gespannt, ob es die zweimaligen Grammy-Gewinner wieder einmal schaffen, ihre elektrifizierenden Pop Melodien und sehr bildhaften, etwas skurrilen Texte zu einem schönen Album zusammenzufassen.

Nach nunmehr über drei Jahrzehnten Schaffenskraft können wir uns jedenfalls auch wieder auf energiesprühende, ideenreiche Liveshows freuen.

Das Duo John Flansburgh und John Linnell, auch als the two Johns bekannt, gründete THEY MIGHT BE GIANTS 1982 in New York, nachdem sie aus einem kleinen Kaff Nähe Boston nach Brooklyn übersiedelten. Die Indiepop/Collegerock-Helden der späten 80er und 90er Jahre begründeten mit ihrem ersten erworbenen Anrufbeantworter im Jahre 1984 ihren legendären „Dial-A-Song-Service“, der auch bis vor kurzem noch Bestand hatte (für 2018 überarbeitet wird) und jeden Monat für zwei neue Songs sorgt, die man sich unter einer Telefonnummer anhören konnte. In der damaligen Zeit war das eine kleine Sensation und ein ganz heisser Tipp auch hierzulande.

TMBG – wie sie auch genannt werden – sind vor allem für ihre Hits „Don’t Let’s Start“ aus dem grandiosen Debüt-Album „They Might Be Giants“(auch The Pink Album genannt) und „Birdhouse In Your Soul“ aus dem Album „Flood“ bekannt. Man kennt sie aber auch durch die Titelmelodie aus der Fernsehserie „Malcolm mittendrin“, „Boss of Me“, für den die Band 2002 mit einem Grammy ausgezeichnet wurde. Ihre Songs kann man desöfteren in Zeichentrickserien wie den „Tiny Toons“ oder „Simpsons“ hören. Auch im aktuellen Serien-Hit „The Walking Dead“ waren TMBG unlängst wieder zu hören“: Everything Is Right Again“ vom Debüt in der Staffel 7.

Ihr Platin-Album „Flood“ aus dem Jahre 1990 wird als eines der beliebtesten Alternative Rock Alben aller Zeiten gehandelt.

Mittlerweile gibt es immer mehr Zuwachs an Instrumenten, anfangs nutzte man noch Gitarre, Drum-Machine und Akkordeon, nun wird es exotischer und die Band wurde aufgestockt. Unzählige Seitenprojekte wurden von ihnen ins Leben gerufen und trotzdem liefern sie immer wieder neue, erfrischende, zeitlose Ohrwürmer ab, von denen man nicht mehr lassen kann.

„Brooklyn originals They Might Be Giants are on tour with a new show. TMBG’s boundless creativity, rowdy and spontaneous performance, combined with their vast repertoire of memorable songs has made their live shows the thing of legend. With a brand new album, DVD, and smartphone app, there is much for They Might Be Giants to celebrate. Don’t miss this unforgettable show.“

With Confidence @ MTC
Okt 1 um 20:00

Im März 2017 waren sie zum ersten Mal hierzulande zu sehen, jetzt hat die australische Pop Punk-Band With Confidence im Rahmen der Promotion ihres neuen Albums „Love And Loathing“, das am 10. August über Hopeless/Soulfood erscheint, eine weitere Deutschlandtour bestätigt. Das Trio aus Sydney wird im Herbst zwei exklusive Shows spielen: in Hamburg am 30. September 2018 im HeadCrash und in Köln am 1. Oktober 2018 im MTC.

Gegründet werden With Confidence 2012 im australischen Sydney, eine typische High School-Band, die sich am Anfang noch finden muss. Nach der ersten Single „Stand Again“ im April 2013 folgt im Juli die Debüt-EP „Youth“, die im australischen Radio für Furore sorgt. Nach einigen Umbesetzungen kristallisiert sich 2014 ein festes Line-Up heraus: Sänger/Bassist Jayden Seeley, die Gitarristen Inigo Del Carmen und Luke Rockets sowie Drummer Joshua Brozzesi. Man geht auf Tour mit The Never Ever, supportet auf einzelnen Konzerten Bands wie 5 Seconds Of Summer und The Getaway Plan. Eine erste eigene Headliner-Tour im April 2014 ist ein großer Erfolg, in Sydney selbst werden Clubs wie das bekannte Metro Theatre mehrmals hintereinander ausverkauft. Eine zweite EP namens „Distance” erscheint im Januar 2015, aufgenommen in den Electric Sun Studios mit Stevie Knight und Dave Petrovic (Tonight Alive, Hands Like Houses, Northlane). Der Erfolg überrascht selbst die Band, denn „Distance“ erreicht Platz 2 der australischen iTunes-Alternative-Charts und Platz 10 der iTunes-Album-Charts. Aber das Ergebnis ist dennoch nicht ganz unerwartet, denn das Quartett hat sich durch ständige Live-Präsenz auf weiteren Support-Touren mit You Me At Six, Tonight Alive, Kids In Glass Houses, Marianas Trench, Real Friends und The Maine eine solide Fanbasis erarbeitet. Die vielen Konzerte wirken sich natürlich auch auf das Songwriting aus, trotz ihrer Jugend haben sich die vier Bandmitglieder musikalisch enorm weiterentwickelt, anerkannte Kritiker wie Neil Z. Yeung (Allmusic.com) sprechen davon, dass With Confidence „die Fackel des Blink 182-Pop Punk weitertragen“.

Nach dem Abschluss eines Deals mit dem amerikanischen Indie-Label Hopeless Records im Januar 2016 und der Veröffentlichung der neuen Single „We’ll Be Okay“ wird das Debüt „Better Weather“ im Juni ausgeliefert. Es erreicht Platz 22 der australischen Charts. Nach der zweiten Single „Keeper“ gehen With Confidence im September/Oktober erneut mit 5 Seconds Of Summer auf große Australien-Tour, zuvor spielen sie zum ersten Mal einige Shows in Großbritannien. Dorthin kehren die Newcomer im Dezember mit Real Friends zurück, um im März 2017 endlich auch für vier Shows nach Deutschland zu kommen. Zusammen mit den Kanadiern Safe To Say und den Briten Milestones nehmen die vier Australier die hiesigen Clubs im Sturm. Im November 2017 trennt man sich von Gitarrist Luke Rockets und legt eine Tourpause ein.

Im Februar 2018 melden sich die drei Musiker zurück, bestätigen ihre Teilnahme an der Vans Warped-Tour in den USA und veröffentlichen mit „That’s Something“ die erste Single ihres zweiten Albums „Love And Loathing“, das von Produzent Mike Green (All Time Low, Paramore u.a.) betreut wurde und am 10. August 2018 erscheinen wird.

Mitski @ Gebäude 9
Okt 1 um 20:30

Viele Musiker begreifen sich als Chronisten ihrer jeweiligen Generation. Andere observieren die politische und soziokulturelle Gegenwart von einem Punkt des äußeren Betrachters aus. Und wieder andere betreiben eine intensive Innenschau und formulieren ihre Sorgen und Sehnsüchte in höchst persönlichen Songs. Die japanisch-amerikanische Sängerin und Songwriterin Mitski tut alles drei zugleich – und dies in einer selten dringlichen Weise. Ihre häufig überraschenden, teils klangästhetisch bewusst fordernden Songs finden ihre Perspektive stets aus einem persönlichen Blickwinkel und treten von dort in die horizontale Weite einer beachtlichen Allgemeingültigkeit. Themen wie Identität, die Zugehörigkeit zu bestimmten ‚Peer Groups‘ oder das ewige, so erschreckend wenig beeinflussbare Wechselspiel zwischen den Momenten reinen Glücks und den (in aller Regel längeren) Phasen subtiler Traurigkeit formuliert die 27-jährige Sängerin und Multiinstrumentalistin in bestechend individueller und zugleich universell verständlicher Weise. Gerade die Fragen um die eigene Identität beschäftigen die als Mitski Miyawaki in Japan Geborene nachhaltig: Ihre gesamte Kindheit und Jugend verbrachte sie in den unterschiedlichsten Ländern wie Malaysia, China, der Türkei oder der Republik Kongo. In all dieser Zeit waren ihre engsten Freunde vor allem die Platten ihrer Eltern: Die globale Folk- und Indiemusik des Vaters hatte dabei einen ähnlich nachhaltigen Effekt auf sie wie die große Sammlung ihrer Mutter an japanischer Popmusik aus den 70er-Jahren. Über all dies schrieb die Absolventin eines Kompositionsstudiums am New Yorker SUNY Purchase Conservatory of Music im Jahr 2016 ein Album mit dem Titel „Puberty 2“ – die „2“ im Titel als Zeichen dafür, dass sie durch die vielen Umzüge in ihrer Kindheit dem Eindruck unterliegt, erst jetzt ihre tatsächliche Pubertät „nachzuholen“.

„Puberty 2“ war indes bereits das vierte Album von Mitski. Bereits während ihres Studiums veröffentlichte sie im besten DIY-Stil die beiden noch stärker dem Indiefolk zuzurechnenden Alben „Lush“ und „Retired From Sad, New Career In Business“, mit denen sie in den USA bereits eine treue Fanbasis fand, die ihr und ihren Klangexkursionen seither ergeben folgt. 2014 erschien mit „Bury Me at Makeout Creek“, benannt nach einem Simpsons-Zitat, ihr erstes offizielles Album, das erstmals einen deutlicheren Hang zu teils herausfordernden und bewusst brüskierenderen Klangentwürfen aufwies. Mit Erfolg: Der US-Mediendienst Pitchfork etwa schrieb über die Platte, sie sei „ebenso innovativ wie fest verhaftet im 90er-Indie“, während der US-Rolling Stone sie auf seine Liste „10 Artists You Need to Know“ setzte und in der Rezension zur Platte auf die besondere Qualität hinwies, dass man bei ihrer Musik „gleichzeitig an Black Sabbath, die Pixies und Liz Phair zu gleichen Teilen“ denken müsse. Mit „Puberty 2“ stieg Mitski nun 2016 endgültig zu einer Künstlerin des US-Indie auf, die höchst selbstbestimmt und konsequent ihren eigenen Weg geht.

Vor der Arbeit an ihrem neuen Album, das in diesem Frühjahr erscheinen soll und wie schon die Vorgänger komplett alleine von Mitski in Kollaboration mit ihrem Langzeit-Produzenten Patrick Hyland konzipiert und eingespielt wurde, widmete sie sich einer anderen Kunstgattung: In dem vielbeachteten Kurzfilm „Sitting“ der Regisseurin Emily Yoshida spielt sie eine Person, die anderen Menschen dabei zusieht, wie sie eine besonders starke Droge einnehmen, die es ihnen erlaubt, Gott zu treffen. Die Rolle der observierenden Beobachterin war der vielseitig begabten Vollblut-Künstlerin, die sich selber als „halb japanisch, halb amerikanisch, aber nichts so richtig“ beschreibt, wie auf den Leib geschrieben. Inwieweit auch diese Erfahrung einen Einfluss auf die kommende Platte haben wird, lässt sich derzeit noch nicht sagen – in einem ersten Statement zu ihrer aktuellen Arbeit ließ sie indes verlauten: „Die Welt wird zunehmend chaotisch und konfliktbeladen. Ich denke, immer mehr Künstler werden bereit sein, gewisse Risiken einzugehen, auch einmal dumm zu sein, experimentierfreudig und laut. Denn ich schätze, dass immer weniger Menschen Zeit haben für lauwarme Gefälligkeits-Musik.“ All das macht zweifellos viel Geschmack auf ihre kommende Platte sowie auf ihre drei Deutschland Konzerte im kommenden Oktober in Köln, Berlin und Hamburg.

The Sherlocks @ Blue Shell
Okt 1 um 21:00

Jung, frech, rotzig und zutiefst britisch, dazu ein paar melodische Indie-Rock-Kracher: Das sind The Sherlocks aus dem nordenglischen Bolton upon Dearne. Die zwei Brüderpaare Kiaran und Brandon Crook an Gitarre und Schlagzeug sowie Josh und Andy Davidson an Gitarre und Bass haben bereits im vergangenen Jahr mit ihrer Debütplatte „Live For The Moment“ für Aufruhr gesorgt und die Top Ten gestürmt. Folgerichtig durften sie zuletzt Liam Gallagher auf seiner Europa-Tour begleiten. Auch bei uns haben The Sherlocks im vergangenen Herbst bei ihren Auftritten nachgewiesen, dass sie die adäquate Fortsetzung des britischen Rock sind, eine kluge Band mit Charme und jeder Menge Pop-Appeal. Nebenbei ist das Quartett auch der schlagende Beweis, dass nicht nur soziale Medien für die Karriere wichtig sind: Die Jungs haben in jeder Pinte in Sheffield und Umgebung eine große Show abgeliefert, sich Stück für Stück ihre Reputation aufgebaut und dabei das UK von unten erobert. Die Bühnen wurden immer größer, die Fans immer mehr. Bereits nach Veröffentlichung der ersten Single „Live For The Moment“, einem Alternative-Rock-Brett angelehnt an den Sound der Arctic Monkeys, wurde das Quartett zum Reading und Leeds Festival eingeladen. Das war der Durchbruch und der Anfang eines wirklich steilen Aufstiegs. The Sherlocks sind eine DIY-Band erster Güte und haben den Erfolg mehr als verdient. Jetzt haben sie bestätigt, dass sie im Frühherbst wiederkommen werden, um zwei weitere exklusive Shows in Osnabrück und Köln zu spielen.