Termine

Nov
15
Do
2018
tmt30 – Tonmeistertagung @ KoelnMesse
Nov 15 – Nov 18 ganztägig
Hudson Taylor @ Luxor
Nov 15 um 20:00

Das irische Brüder-Duo Hudson Taylor hat im März seine neue EP „Feel It Again“ veröffentlicht und war damit bei uns auf Tour. Ein begeistertes Publikum hat dabei bewiesen, dass ihr veränderter Sound in Bandbesetzung genauso gut ankommt wie ihre traditionellen rohen und folkigen Stücke aus älteren Zeiten. Dabei liegt hier eigentlich der Ursprung: Harry&Alfie, wie sie sich anfangs nannten, haben als Straßenmusiker begonnen. Darauf spielte auch der Titel des ersten Albums „Singing for Strangers“ an, mit dem (und den Hit-Singles „Chasing Rubies“, „Battles“ und „Weapons“) sie aus dem Stand in die irischen Charts stürmten. Jetzt also sind sie in größerem Rahmen unterwegs, was den Liedern gut getan hat. Das Talent fürs Songwriting kommt so richtig zur Geltung und die Arrangements geben den Stücken eine wärmere Tiefe, ohne dass mit der folkigen Tradition gebrochen wird. Das liegt natürlich auch am Produzenten Ryan Hadlock, der für seine Arbeit für The Lumineers und Vance Joy bekannt geworden ist und der für diese lockere Klangvielfalt verantwortlich ist. Wobei man sich fragt, wann die Platte eigentlich entstanden sein kann, sind die Jungs seit dem Erscheinen ihres Debüts doch eigentlich immer unterwegs gewesen, sei es in ihrer Heimat oder auf Festivals oder zuletzt auf der ausverkauften UK- und Europa-Tour. Das Reisen nimmt kein Ende: Jetzt haben Hudson Taylor bestätigt, dass sie im November erneut für zwei exklusive Auftritte zu uns kommen.

@ Live Music Hall
Nov 15 um 20:00

Foto: Fryd Frydendahl

Pop kennt fast keine Regeln, weil er so universal und frei ist. Das ist das Schöne daran, und nur wenige junge Künstlerinnen wissen das so gut wie MØ. Seit sie vor ein paar Jahren mit ihrem einflussreichen DIY-Debütalbum „No Mythologies To Follow“ die Grenzen gesprengt hat, arbeitet Karen Marie Ørsted daran, ihren Sound und ihre künstlerische Vision zu erweitern. Da sind zunächst ihre Kollaborationen mit einem weiten Spektrum von Leuten wie Diplo über Charli XCX über Cashmere Cat über Sophie bis – eben erst – zu Noah Cyrus. Zusammen mit Major Lazer nahm sie den Welthit „Lean On“ auf (das Stück war ursprünglich Rihanna auf den Leib geschrieben worden), das gleiche Kunststück gelang ihr mit Justin Bieber beim Duett „Cold Water“. Da sind aber auch ihre eigenen Hits, zuvörderst die Multi-Gold- und -Platin-Single „Final Song“, die global in die Charts ging, gefolgt von dem Fan Track „Nostalgia“, oder die jüngste EP „When I Was Young“ aus dem Oktober mit diesem grandiosen Video zum Titelsong. Diese Zwischendurch-Überraschung schließt ganz offensichtlich den Kreis und bereitet gleichzeitig ein kommendes zweites Album vor. Leicht nostalgisch und rückblickend ist die Kurzplatte, sozusagen eine perfekte Zugabe, und reflektiert die bisherige Karriere der Dänin. Denn MØ hat bis zu diesem Zeitpunkt einen langen musikalischen Weg hinter sich. Durch die Spice Girls ist sie zur Musik gekommen. Es folgten punkige Phasen, bis sie zusammen mit ihrem Produzenten Ronni Vindahl ihr gefeiertes Album aufnahm. Seither gehört sie zu den begehrtesten (und besten) Stimmen, mit denen viele Künstler ihre Aufnahmen veredeln wollen. Jetzt ist MØ bereit, den nächsten Schritt zu gehen, und hat mit den Arbeiten für das zweite Album begonnen, das noch in diesem Jahr erscheinen wird. Natürlich wird sie die neuen Tracks auch live präsentieren und kommt im November auf Tour. Als Support wird ALMA sie unterstützen.

Oscar And The Wolf @ Essigfabrik
Nov 15 um 20:00

Hinter dem Pseudonym Oscar and the Wolf verbirgt sich das belgische Ausnahmetalent Max Colombie, der in seiner Musik eine wunderbar schwerelose Verbindung aus Dream-Pop und Electro-Soul findet. In seiner Heimat Belgien, wie auch in den anderen Benelux-Staaten, avancierte der mittlerweile 27-jährige Multiinstrumentalist damit zum Star: Seine zwei bislang erschienenen Alben „Entity“ (2014) und „Infinity“ (2017) stiegen bis an die Spitze der belgischen Albumcharts sowie in die Top 10 Hollands, fünf seiner Singles schafften ebenfalls den Einstieg in die belgischen Top 10 und erhielten Gold- und Platin-Auszeichnungen. Nun kommt das laut Musikexpress „größte Geschenk Belgiens an den Pop seit dEUS“ zwischen dem 13. und 15. November für drei Konzerte in Berlin, Hamburg und Köln nach Deutschland.

Schon im Alter von 14 Jahren schien der Weg zur Profimusik für Max Colombie vorbestimmt: 2005 wurde er Zweiter bei der belgischen Vorrunde zum Junior Eurovision Song Contest mit seiner selbst komponierten Klavierballade „Voor Euwig“. 2006 folgte mit „Niemand“ eine zweite Single, beide fanden große Beachtung in Belgien. Trotzdem entschied sich Colombie zunächst dafür, ein Studium der Malerei und Kunst in Gent zu absolvieren und legte die Musik für mehrere Jahre auf Eis.

Erst 2010 gründete er nach Abschluss seines Studiums zusammen mit den Musikern Ozan Bozdag, Claudio Arduini und Jasper Bullynck die Band Oscar and the Wolf. Es folgten mit „Imagine Mountains“ (2011) und „Summer Skin“ (2012) zwei erste EPs, die andeuteten, wohin die Reise für diese Band gehen sollte: Zwischen Dream-Pop, Electro-Soul, Indie-Rock und Barock-Pop fanden die Vier ein klangliches Zuhause, in dem Colombie seine schmachtende, sehnsuchtsvolle Stimme ausbreiten konnte. Inhaltlich geht es dabei um die Liebe in all ihren Aggregatzuständen, vor allem aber um ihr Verfließen, und dafür ist Colombies Stimme wie gemacht.

Mit ihrem Debütalbum „Entity“ sowie den Singles „Princes“ und „Strange Entity“ stiegen Oscar and the Wolf im Jahr 2014 auf zur neuen Pop-Sensation Belgiens. Große Tourneen und Headliner-Auftritte bei Festivals wie Rock Werchter, Pukkelpop oder Tomorrowland verhalfen dem Quartett zu höchstem Ansehen auch als Live-Band. In der Folge gelang ihnen ein Rekord: Ihre Shows in den legendären Clubs Paradiso in Amsterdam und Ancienne Belgique in Brüssel waren beide innerhalb von vier Minuten ausverkauft. Trotzdem löste Colombie das Quartett nach Beendigung der Tournee auf – seither dient ihm Oscar and the Wolf als Plattform für seine Soloarbeiten, bei denen er sich von bis zu 20 verschiedenen Kollaborateuren unterstützen lässt, um so den Klang seines Sounds weiter aufzufächern.

Dieses Konzept kam auch der Vielseitigkeit seines zweiten Albums „Infinity“ zugute, das im September vergangenen Jahres erschienen ist und mit „So Real“ sowie „Breathing“ zwei weitere Hit-Singles bereit hielt. Das Album erhielt europaweit überragende Kritiken, ebenso wie seine Shows, auf denen sich Oscar and the Wolf als Live-Band immer wieder anders zusammensetzt. Seinem bezugsoffenen Sound ist dies nur dienlich – erlebt man auf diese Weise immer wieder eine andere Formation, die die hinreißend sehnenden Songs von Max Colombie interpretiert.

White Denim @ artheater
Nov 15 um 20:00

Im Jahre 1949 schrieb Albert Camus in seinem philosophischen Essay „Der Mythos des Sisyphos“: „Die meisten großen Taten, die meisten großen Gedanken haben einen belächelnswerten Anfang.“ 15 Jahre später machte Richard Wayne Penniman a.k.a. Little Richard daraus: „Wop bop a loo bop a wop bam boom“. Diese unbestreitbar kraftvolle Vokalisation, sagt James Petralli, der Frontmann von White Denim, könne jederzeit jeden Menschen entzünden. Nach über zehn Jahren und sieben Studioalben spinnen White Denim diesen Faden immer weiter. Die Band aus Austin habe die besten Platten aller Zeiten studiert, um weiterhin so gute einfache Musik machen zu können wie bisher, zu der man trinken, tanzen und sich prügeln kann. Das gilt in erster Linie für die Live-Präsenz der Texaner: Vor allem in den Anfangstagen waren die Aufnahmen doch deutlich verspielter und experimenteller als die vollen psychedelischen Bluesrock-Bretter, aus denen die Jungs ihre inspirierten Bühnen-Jams bauten. Auf ihren jüngsten Platte „Corsicana Lemonade“ und „Stiff“ haben sie ihr Sound-Vokabular etwas reduziert. Irgendwo zwischen Black Keys und Jack White, Wilco und Thin Lizzy und den Allman Brothers lag die Musik von Sänger und Gitarrist Petralli und Bassist Steve Terebecki. Mit dem neuen Album „Performance“, das im August erscheinen soll, verändern White Denim ihr Klangspektrum erneut. Zusammen mit dem neuen Keyboarder Michael Hunter und dem neuen Drummer Conrad Choucroun, in einem neuen Studio, mit einer neuen Art und Weise die Songs zu schreiben, ist das Quartett dem ursprünglichen Klang Amerikas noch weiter auf den Grund gegangen. Da finden Glam Rock-Stücke, Gitarrenduelle, abseitige Jazz-Anklänge, Country-Zitate und allerhand andere seltsame Ausflüge in verschiedene Spielarten statt. Petrallis Stimme changiert noch immer zwischen soulig und Singer/Singwriter, außer er bricht aus und verwandelt sich in einen kindlich-fröhlichen Rock’n’Roll-Shouter. Gerade diese Unberechenbarkeit macht White Denim zu einem aufregenden Live-Act: Man weiß nie, was einen erwartet, außer dass es mit Vollgas durch die Nacht geht. Im November kommen die Jungs für drei exklusive Shows nach Deutschland.

Ebony Bones @ Stadtgarten
Nov 15 um 20:30

Foto: Antonello Trio

Mit ihrer blonden Afro-Haarpracht und ihrem lässigen Londoner Akzent, hat sich Ebony Bones in den letzten Jahren gleich in mehreren Bereichen einen Namen gemacht – neben ihren Erfolgen als Musikerin z.B. auch als Schauspielerin. Ihre Songs, die von Punk-, Alternative- und düsteren Pop-Elementen durchzogen sind, schreibt sie nicht nur allesamt selbst, denn auch die Produktion und den Vertrieb betrachtet sie als ihre Baustellen. Einst eine Studienkollegin von Amy Winehouse, haben u.a. schon Yves Saint Laurent und Alexander Wang bei ihr Kampagnen-Songs bzw. Modenschau-Soundtracks in Auftrag gegeben; und auch mit Yoko Ono hat die 35-Jährige bereits zusammengearbeitet. Jetzt steht Ebony Bones, die zu den wenigen Künstlerinnen zählt, die in der männerdominierten Producer-Landschaft operiert, mit ihrem dritten Album in den Startlöchern, an dem auch das Beijing Philharmonic Orchestra mitgewirkt hat. Nephilim erschien am 20. Juli 2018.

Was ihren Sound angeht, haben wir es hier jedoch keinesfalls mit einem klassischen Punk-Trio zu tun: Als eine der wenigen Produzentinnen, die auch mit Orchestern arbeitet, sind ihre Songs nämlich sehr viel ausladender: sie haben zugleich etwas Episches, fast schon Leinwandgroßes. Während sie u.a. in Indien und China unterwegs war und dort mit Sinfonieorchestern arbeitete, ermunterte sie die Musiker immer wieder, ihre angestammte Komfortzone zu verlassen und ausnahmsweise ihre ganz anders gearteten Kompositionen mitzuspielen. „Ja, dieses Überschreiten von Genregrenzen ist auf jeden Fall zentral: Als ich z.B. mit dem Mumbai Symphony Orchestra oder dem Beijing Philharmonic Orchestra gearbeitet habe, da ging es mir darum, Orchestermusik und Klassische Musik neu zu denken, die damit verbundenen Denkgewohnheiten über Bord zu werfen – z.B. die Idee, dass Klassische Musik eine Art von Musik ist, die nur weiße Männer machen und hören – Leute wie Beethoven“, meint Bones.

Als weibliche Protagonistin in der männlich dominierten Producer-Szene, ist Ebony Bones vor allem eine Vorreiterin: Auch deshalb war sie mit Kolleginnen wie Grimes, Linda Perry und Tokimonsta in einem HBO/Vice-Special im Jahr 2017 zu sehen. Für sie hat das Produzieren denselben Stellenwert wie das Komponieren; zu ihren wichtigsten Vorbildern zählen daher Künstlerinnen, die auch selbst produziert haben – u.a. Kate Bush, Missy, Lauryn Hill. „Diese Vielfalt muss einfach gegeben sein, um die Kunst, die Musik lebendig zu halten, ihr Widerstandskraft zu geben“, meint Bones. „Wenn man dann allerdings sieht, wie klein die Zahl der Producerinnen aktuell ist, dann muss man feststellen: Es gibt gerade nur eine einzige dominierende Stimme, die vorgibt, was wir hören, was für Musik gemacht wird.“

Auch das Überschreiten und Einreißen von Genregrenzen ist eine Sache, die Ebony Bones auf Nephilim vorantreibt – was den Songs des neuen Albums einen komplett eigenen, futuristischen Sound verleiht. Avantgarde-Electronica und experimentellen Jazz denkt sie zusammen, setzt auf große Sinfonie-Arrangements genauso wie auf afrofuturistische Anklänge. Die filmisch-epische Qualität ihrer Produktionen ist bei Orchester-Aufnahmen wie dem Titelsong oder Instrumentalstücken wie „Truth or Treason“ dermaßen ausgeprägt, dass es sich genauso gut um Filmsoundtracks handeln könnte. Schon vor ihrer Anfrage beim Beijing Philharmonic Orchestra war sie in China aufgetreten – im Rahmen der Weltausstellung in Shanghai (2010). „Immer wieder wurde ich während der Arbeit auf das Thema Zensur in China angesprochen, und obwohl ich keine direkte Zensur erfahren hatte, dachte ich davon inspiriert über die verschiedenen Arten von Zensur nach, die es gibt. Schließlich gibt es auch versteckte Formen davon: Wer sich äußern darf, wer nicht; wie Menschen, deren Stimmen nicht gehört werden sollen, zum Schweigen gebracht werden. Angefangen beim Thema religiöse Zensur, habe ich bei der Arbeit an Nephilim immer wieder bewusst darauf geachtet, Themen anzugehen, zu denen sich Frauen sonst eher selten äußern.“

Große, gewichtige Themen, die sie mit futuristischen Sounds verwebt: So klingt Nephilim, das dritte Album der Avantgarde-Künstlerin Ebony Bones. „Künstler verfügen über die Gabe, aus Versehen die Zukunft vorherzusagen – das ist ihr Wesen als Schöpfer“, hat Philip K. Dick einmal gesagt. Ebony Bones tut genau das – sie ist ihrer Zeit noch immer voraus.

Nov
16
Fr
2018
Arkells @ Luxor
Nov 16 um 19:30

Arkells sind der lebende Beweis dafür, dass sich smarte Songs und volle Stadien nicht gegenseitig ausschließen müssen – das gelingt ihnen nämlich zumindest schon mal in ihrer Heimat Kanada. Der breitgefächerte Sound des Quintetts aus Hamilton, Ontario ist ohne Frage unverwechselbar. Dabei scheinen die Zutaten eigentlich ziemlich simpel: eine große Portion aufrichtiger Rock, ein paar Esslöffel der besten Klänge aus der Indie-Welt, eine Prise Heimatliebe und eine riesige Sahnehaube voller Soul obendrauf. Das Ganze erfolgreich zu vermengen ist dann allerdings schon nicht mehr allzu leicht, aber Arkells schaffen dies dennoch mit einer beispiellosen Lässigkeit. Die fünf aus einer gemeinsamen Nachbarschaft kommenden Mitglieder – der Bandname bezieht sich im Übrigen auf die probenraumbeherbergende Arkell Street um die Ecke – wollten von Anfang an nur drei Dinge: Teil einer Gemeinschaft sein, Spaß haben und ehrliche Musik machen – wobei „ehrlich“ in diesem Fall völlig klischeefrei gemeint ist. Dabei kann man nicht klar ausmachen, ob die Band eher Bruce Springsteen, die Beatles oder die Motown-Singles der 60er und 70er zu ihrem prägnantesten musikalischen Einfluss zählt. In Kanada brachte ihnen ihr fantastischer Sound bereits vier Juno Awards ein und etliche Nominierungen noch dazu. Die loyalen Fans der Band schätzen nicht zuletzt auch die soziale Ader und die bodenständige Art und Weise der Kanadier. Seit dem Erfolgsalbum „Morning Report“ aus dem Jahr 2016 erschien nun vor Kurzem mit „People’s Champ“ endlich wieder ein soulig treibender Track. Und im November kommen Arkells zu uns auf Tour.

Tom Walker @ Live Music Hall
Nov 16 um 19:30

Foto: Frank Feiber

Für Tom Walker läuft es im Moment richtig rund. Die als klein und intim geplante erste Tour des gebürtigen Schotten im April diesen Jahres musste (teils mehrfach) in größere Clubs verlegt werden und war trotzdem weit im Voraus ausverkauft. Das liegt nicht zuletzt an der Single „Leave A Light On“, die inzwischen seit 22 Wochen in den deutschen Charts rangiert, in acht Ländern auf eins in den iTunes-Charts ging, hierzulande und in Frankreich längst mit einer Goldenen und in Italien und der Schweiz mit einer Platin-Schallplatte veredelt und als Video über 50 Millionen Mal aufgerufen wurde. Kein Wunder also, dass der junge Mann, dem schon im Vorfeld in Listen wie BBC Sound Of 2018, MTVs Brand New 2018 oder Shazams Next To Know ein ganz großes Jahr angekündigt wurde, so durchstartet. Schon mit „Fly Away With Me“ erreichte er auf YouTube knapp 20 Millionen Aufrufe, insgesamt stehen 100 Millionen Streams zu Buche. Walkers Paradestück, das er mit seiner gewaltigen Stimme so richtig unwiderstehlich macht, ist aber nur einer von vielen Songs, die mit ihrer Intensivität und Leidenschaft überzeugen. Nun kommt am Freitag mit „My Way“ eine weitere großartige Single dazu. Die darf durchaus als ein zusätzlicher fantastischer Vorbote seines am 12. Oktober erscheinenden Debüt-Albums „What A Time To Be Alive“ gesehen werden. Zeitgleich dazu freuen wir uns, dass er an diesem Wochenende nicht nur bei den Zwillingsfestivals Southside und Hurricane dabei ist, sondern auch bestätigt hat, im kommenden November/Dezember erneut auf große Deutschland-Tour zu kommen.

Eröffnung der Kulturreihe „zyprische Momente“: Let The Spirit Flow @ Altes Pfandhaus
Nov 16 um 20:00

Musikalische Reise des modernen europäischen Jazz mit starken ethnischen Elementen und impressionistischer Improvisationsstimmung.
Die vier Künstler zeigen und entwickeln Kompositionen von Andreas Georgiou, einem der wichtigsten Vertreter des European Ethnic Jazz.
I’m running out of adjectives and adverbs to adequately encompass Andreas Georgiou’s blindingly brilliant work. … Does this guy never stop topping himself?!?!
(from a review written for the Folk & Acoustic Music Exchange by Mark S. Tucker)

Andreas Georgiou Komposition, 8-saitige klassische Gitarre, 16-saitige akustische Gitarre
Pavlina Konstantopoulou Vocals
Rodrigo Cáceres Bass
Rodos Panayiotou Drums & Percussion

Mario Barth @ König-Pilsener-Arena
Nov 16 um 20:00

Foto: Mayk Azzato

„Männer sind faul, sagen die Frauen“ – 800.000 Fans haben Mario Barth auf seiner letzten Tour erlebt. Jetzt kehrt der King of Comedy mit einem brandneuen Bühnenprogramm zurück: „Männer sind faul, sagen die Frauen“. Die Tour startet am 08. März 2018 in Wetzlar. Über 60 Shows quer durch die größten Arenen Deutschlands stehen im ersten Jahr auf dem Programm. Und auch diesmal weiß der größte Paartherapeut der Galaxis wieder Erstaunliches und Absurdes aus dem Beziehungsalltag von Frauen und Männern zu berichten.

Mit seiner scharfsinnigen Beobachtungsgabe ist er zu der Erkenntnis gekommen: „Männer sind faul, sagen die Frauen“. Das heißt natürlich noch lange nicht, dass das stimmt. Aber mal Hand aufs Herz! Jeder Mann kennt das: Wenn ein Freund anruft, machst Du eben mal den Keller fertig, da wird ein Fundament gegossen, die Fußbodenheizung ist ganz schnell gemacht, das Dach ist repariert und wenn er noch irgendwo ein Fenster haben will, dann baust Du auch das noch ein. Aber wehe Deine Liebste fragt zu Hause, ob Du ein Bild aufhängen kannst! Da kann es schon mal vorkommen, dass das Bild nach fünf Jahren, wenn Du ausziehst, immer noch hinter dem Schrank steht. Wobei man da als Mann sagen kann: „Ein Glück, dass ich das Bild nicht angebracht habe, sonst hätten wir jetzt ein Loch mehr in der Wand!“

Mario erzählt von Erlebnissen mit Handwerkern, die jeder kennt und wir erfahren, warum in seinem Badezimmer eine komplett neue Decke eingezogen wurde, obwohl er nur eine Lampe anbringen wollte. Wäre er doch lieber faul geblieben!

The Human League @ E-Werk Köln
Nov 16 um 20:00

The Human League, 1979 von David Bowie als “the sound of the future“ bezeichnet, gehören mit ihrem Superhit “Don’t You Want Me“ zu den Wegbereitern einer neuen englischen Musikkultur der frühen Achtziger. 4 Top Ten Alben, 8 Top Ten Singles in UK, zwei Nummer 1 Hits in den USA und weltweit 20 Millionen verkaufte Alben unterstreichen den Erfolg der britischen New-Wave-Band.

Viele musikalische Größen der Neuzeit wie Madonna, Robbie Williams und Lady Gaga berufen sich darauf, dass The Human League mit ihrer unnachahmlichen Art einen außerordentlichen Einfluss auf ihr eigenes musikalisches Schaffen haben. Aber auch die Band selbst hat sich in den letzten Jahren von aktuellen Künstlern inspirieren lassen. So reihen sich Lady Gaga und Usher neben Bowie, Roxy und Kraftwerk sowie Donna Summer, Chic und Michael Jackson zu den Einflüssen für das 2011 erschienene Album “Credo“ ein.

Nov
17
Sa
2018
Jungle @ Die Kantine
Nov 17 um 19:30

Foto: Charlie di Placido

Vor vier Jahren haben Jungle mit ihrer Debütplatte Tanzmusik auf ein neues Level gehoben. Mit den Hit-Singles „Platoon“, „Busy Earnin“, „Time“, „The Heat“ und „Julia“, allesamt inzwischen schon Neo-Soul-Klassiker, und den dazugehörigen einzigartigen und in sich konsistenten Visuals hat das britische Kollektiv um die Masterminds Josh „J“ Lloyd-Watson und Tom „T“ McFarland ganz neue Maßstäbe gesetzt. Als siebenköpfige Band haben sie die Dancefloors und Clubs weltweit mit ihrer knalligen Live-Show in tobende Mahlströme verwandelt. Das Gesamtkunstwerk Jungle war ein Erlebnis für alle Sinne und wurde – neben ziemlich vielen anderen erstaunlichen Erfolgen – für den Mercury Prize nominiert. Nach einigen exklusiven Clubshows in den vergangenen Monaten haben die Londoner jetzt angekündigt, dass der Wahnsinn weitergeht: Im September erscheint die zweite Platte „For Ever“. War die erste Scheibe noch der imaginäre Soundtrack einer urbanen Gegend, in der noch niemand war, dreht sich die zweite um einen Traum, der leider wahr wird. Wie schon die Vorab-Single „House In L.A.“ andeutete, geht es um die Californication der Band: Aus dem Londoner Stadtteil Shepherds Bush in die Hollywood Hills. J und T haben die Platte in Los Angeles geschrieben und aufgenommen, um dann irgendwann festzustellen, dass der kalifornische Traum langsam an die Realität verlorenging – nicht zuletzt nachdem langjährige Beziehungen darüber in die Brüche gegangen waren. Davon handeln auch die beiden brandneuen Singles „Heavy, California“ und „Cherry“. Zurück im UK haben sie sich mit dem Produzenten Inflo zusammengetan und gemeinsam ein weiteres Meisterwerk geschaffen, das sie selbst als „post-apocalyptic radio station playing break up songs“ beschreiben. Was die Jungs in der Liebe verloren haben, haben sie aber in der Musik gewonnen. „For Ever“ ist echter, tiefer, intimer als die erste Platte, aber immer noch voller Groove und Soul und Beats. Selbstverständlich gehen Jungle mit den 13 neuen Tracks auch wieder auf ausgedehnte und mehrmonatige Welttour, die sie im November für drei Auftritte auch nach Deutschland führt.

Madsen @ Palladium
Nov 17 um 19:30

Foto: Dennis Dirksen

Zum Lesen dieser Pressemitteilung empfehlen wir, die Single »Rückenwind« von Madsen laut aufzudrehen. Nicht nur, weil einem dieses Gitarrenriff eine dermaßen wuchtige Schelle verpasst, dass man blitzartig hellwach und aufmerksam ist, sondern auch weil Sebastian Madsen hier verkündet, was im November endlich wieder ansteht: »Wir haben Rückenwind, wir können überall hin, ich habe die Karre vollgetankt und warte eigentlich nu r auf dich!« Soll heißen: Madsen erweitern im Herbst die Tour zu ihrem neuen Album »Lichtjahre«, die kürzlich mit drei Clubshows in Berlin, Bochum und Hamburg ein gefeiertes Vorspiel fand. Schon bei diesen Shows hat man – ebenso wie beim Hören des starken, erstaunlich rockigen Albums – wieder gemerkt, was man an dieser Band aus dem Wendland hat. Während weichgespülte deutschsprachige Musik die Radiowellen zuklebt, haben Madsen niemals ihre Liebe zur Hochzeit des Alternative Rock verleugnet – und zugleich Me lodien und Refrains rausgehauen, bei denen man »Hit! Hit! Hit!« schreien möchte. Genau diese Mischung aus wohl dosierter Härte, starken Texte und der Liebe zu Melodie ist in der deutschen Bandlandschaft relativ selten. Man nehme zum Beispiel einen Song wie »Sommerferien«, der ab dem 15. Juni zu hören ist: Zu dem kann man zugleich Pogen, Euphorie besoffen die Armen in die Luft reißen und am Ende gar für ein paar Sekunden das Feuerzeug zücken. Es würde uns nicht wundern, wenn genau das im November passieren w ird, wenn die Tour mit vollgetankter Karre endlich los geht und Sebastien singen wird: »Ich warte eigentlich nur auf dich!«

Mahalia @ Studio 672
Nov 17 um 20:00

Foto: Raia Maria-Laura

Die junge Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin aus dem britischen Leicester kann man ruhigen Gewissens Naturtalent nennen. Ihren ersten Song schrieb sie mit acht Jahren, ihren Majordeal bekam sie mit 13 Jahren und seit ihrer Debüt-EP „Head Space“ schaut nicht nur die Musikpresse neugierig auf Mahalias Karriere. Es zeugt von Reife, dass sich Mahalia durch den frühen Start nicht unter Druck setzen ließ und lieber ausgewählte Killertracks veröffentlichte, als zu früh ein Debütalbum anzugehen.

Der wahnsinnig entspannt groovende R’n’B-Popsong „No Pressure“ erzählt davon: „Someone fills up your diary / Can you just turn up on time, please / And make something we can vibe with no pressure / Fifteen hundred for the studio but no pressur / No pressure no pressure.“ Mit dem Projekt „Diary of Me“, bei dem sie zweiwöchentlich ein neues Youtube-Video veröffentlichte füllte sie dann 2016 eine Art Debüt, obwohl die akustischen Arrangements dieser Songs nur einen Teil ihres Schaffens abbilden. Mit „Sober“ aus dem letzten Jahr gelang ihr dann wieder mal ein kleiner Hit, der wieder bewies, dass ihre Stimme am besten auf einem dunkel-funky groovenden Bass serviert wird. Im Sommer erschien nun „I Wish I Missed My Ex“ – ein Track, der (ebenso wie der mit Little Simz aufgenommene Song „Proud Of Me“) zeigt, dass zeitgemäßer R’n’B ihr Kurs sein wird.

Im November kommt sie endlich auf Deutschlandtournee um auch live mit ihrer Stimme und ihrem Songwriting-Talent zu überzeugen.

Stefan Raab live! (Zusatztermin) @ LANXESS arena
Nov 17 um 20:00

Stefan Raab präsentierte von 1999 bis 2015 auf ProSieben seine Late-Night-Show „TV total“. Er erfand zahlreiche TV-Events wie „Das große TV total Turmspringen“, „die „TV total WOK-WM“, die „TV total Stock Car Challenge“ oder „Schlag den Raab“, die sich als beliebte Primetime-Shows etabliert haben. Für seine erfolgreichen TV-Formate wurde der Entertainer, Moderator und Produzent mit zahlreichen Fernsehpreisen ausgezeichnet. Zugleich arbeitet Stefan Raab als Interpret, Komponist und Musikproduzent. Viele seiner Veröffentlichungen erreichten Gold- und Platinstatus. Mehrfach schickte er Künstler mit von ihm produzierten Songs ins Rennen um den „Eurovision Song Contest“, an dem er im Jahr 2000 nicht nur als Komponist und Texter, sondern selbst als Interpret teilnahm und den 5. Platz belegte. In dem von Raab konzipierten deutschen Vorentscheid „Unser Star für Oslo“ entdeckte er im Jahr 2010 Sängerin „Lena“, die den Wettbewerb nach fast 30 Jahren erstmals wieder für Deutschland gewann.

2015 verabschiedete sich Stefan Raab vom Fernsehen. Im Herbst 2018 kommt er zurück, aber nicht auf dem Bildschirm, sondern live – mit Musik, Spitzenwitzen und spektakulären Gästen. Begleitet von den Heavytones. Am Donnerstag, den 18.10.2018 in der Lanxess-Arena in Köln.

Nov
18
So
2018
Alex Clare @ Luxor
Nov 18 um 20:00

Im vergangenen Sommer hat sich Alex Clare in einem Studio in Leeds eingeschlossen und während einer dreitägigen Session die persönlichsten Songs seiner bislang veröffentlichten Alben neu aufgenommen. Das Ergebnis heißt „Three Days At Greenmount“, soll im September erscheinen und überrascht den Zuhörer mit seiner intimen Dringlichkeit und der tief empfundenen Musikalität der Songs. Die Stücke wurden zu 100 Prozent analog aufgenommen und kommen direkt aus dem Herzen des Briten. Der hat bekanntlich in seiner Karriere schon einige Höhen und Tiefen erlebt. Er hatte mit „Too Close“ von seinem Debütalbum „The Lateness Of The Hour“ einen Welthit, der sich Millionen Mal verkaufte, und dennoch hat ihn seine Plattenfirma fallenlassen. Er arbeitete dann in Eigenregie an weiteren Songs, deren musikalisches Spektrum von Soul über Dubstep zu Elektro reicht. Außerdem arbeitete er – unter der Genre-Bezeichnung Singer/Songwriter wohlgemerkt – mit Produzenten wie Major Lazer, Diplo und Switch zusammen. Daraus entwickelten sich die großen Songs mit inhaltlichem Tiefgang, zu denen man aber jeder Zeit tanzen kann, getragen von dieser charakterstarken Soul-Stimme. Jetzt aber hat sich Alex Clare wieder seinen Ursprüngen angenähert und seine Stücke in Stripped-Back-Versionen aufgenommen. Im November kommt er damit auf Tour und präsentiert diese akustischen Versionen live.

My Brightest Diamond @ artheater
Nov 18 um 20:00

Foto: Shervin Lainez

My Brightest Diamond ist das musikalische Projekt von Shara Nova. In vielfach wechselnden Besetzungen lotet die Sängerin, Songwriterin und Multiinstrumentalistin die tiefe Beziehung zwischen Kammermusik und Rock, zwischen Avantgarde und elektronischer Musik aus. Schon in jungen Jahren nimmt sie Klavierunterricht und singt im Kirchenchor, sie spielt in Musicals mit und in Bands. Stets wechselt sie zwischen klassischer Musik – die sie an der University Of North Texas studiert – und den Clubs von New York. Oder um es konkreter zu machen: In einem Monat sang sie den Sopran in Henryk Góreckis 3. Sinfonie aus dem Jahr 1976, dirigierte beim Sundance Filmfestival eine Marching Band durch die Straßen, war Frontfrau einer Rockband und trat in einer selbst komponierten Barockoper auf. Sie lieh Aufnahmen von David Byrne, Laurie Anderson, The Decemberists, Sufjan Stevens, Jedi Mind Tricks, Fat Boy Slim oder The Blind Boys of Alabama ihre Stimme. Bei My Brightest Diamond verbindet sie das zu einem elektrisierenden Gemisch, in dem sie all ihre Talente in die Waagschale wirft und etwas vollständig Neues erschafft. Manchmal geht es dabei fast konventionell zu wie bei der jüngsten Veröffentlichung, der „Champgane“-EP, deren Titel-Track in jedem Club der Welt als Floorfiller durchgehen würde. Manchmal wird es experimentell, aber niemals schwierig oder abgehoben. Später im Jahr soll mit „A Million And One“ eine weitere Veröffentlichung folgen. Mit den Songs der Platte ist sie bereits auf Tour gewesen – um sie zu testen, wie sie selbst sagt. Natürlich wird Shara Nova a.k.a. My Brightest Diamond ihre neue Musik auch bei uns live präsentieren: Im November kommt sie mit ihrer Band für drei exklusive Konzerte nach Deutschland.

Netta @ Club Bahnhof Ehrenfeld
Nov 18 um 20:00

Mit der kraftvollen Dance-Pop-Nummer „Toy“ gelang der aufsehenerregenden und selbstbewussten Israelin Netta Barzilai nicht nur der Gewinn des diesjährigen „Eurovision Song Contest“, sondern in der Folge ein absoluter Welthit, der sich in fast ausnahmslos allen europäischen Ländern hoch in die Hitlisten katapultierte und sogar bis an die Spitze der US-Dance-Charts stieg. Die höchst vielseitige, exaltierte Künstlerin, die auf der Theater-Bühne ebenso zu Hause ist wie hinter den Plattentellern einer DJ-Kanzel, zeigte sich von diesem Gewinn ebenso erfreut wie zutiefst überrascht und kommentierte ihren Sieg mit den treffenden Worten: „Danke, dass ihr den Unterschied gewählt habt; danke, dass ihr die Verschiedenheit feiert“. Im Juni unterschrieb sie einen Vertrag mit der BMG-Tochter S-Curve und arbeitet nun mit einer ganzen Reihe an Produzenten an ihrem Debütalbum. Die Songs daraus wird die 25-Jährige erstmals live in Deutschland zwischen dem 15. und 18. November im Rahmen zweier Clubshows in Köln und Berlin vorstellen.

Eigentlich, sagt die nördlich von Tel Aviv geborene und aufgewachsene Netta Barzilai über sich selbst, sei sie stets das typische „fette Mädchen gewesen, über das sich alle lustig machen“. Anstatt sich aber in Selbstzweifeln zu vergraben, nutzte sie ihre schon früh erkennbare Kunstaffinität, um sich auf der Bühne in verschiedenen Darstellungen auszudrücken. So gründete sie – neben vielen anderen Unternehmungen – den Improvisationschor The Experiment, arbeitete als Sängerin und DJane auf Hochzeitsfeiern, war künstlerische Leiterin eines Blues-Liveclubs, spielte diverse Hauptrollen in Musik-Theaterstücken und war lange Zeit die Solistin der international renommierten Show-Gruppe Gaberband. Doch ihr eigentliches Hauptinteresse lag stets in der Kreation und Komposition elektronischer Pop-Musik, wozu sie in Tel Aviv ein Studium elektronischer Musik abschloss und zu einer Virtuosin an der Loop-Station avancierte.

Anfang 2018 gewann sie dann beim israelischen Pendant der TV-Casting-Show „Rising Star“, was ihr gleichzeitig das Recht einräumte, ihr Land beim nächsten „Eurovision Song Contest“ zu vertreten. Schon während der Proben zur Show sahen viele Buchmacher in ihrem Titel „Joy“, einer mitreißenden Ode auf weibliches Selbstbewusstsein, den großen Favoriten. Und so kam es auch: Am 12. Mai entschied sie den Contest mit beachtlichem Vorsprung für sich. Es war der vierte ESC-Gewinn Israels. In der Folge stieg „Joy“ europaweit und selbst in den USA hoch in die Charts. Seither konzentriert sich Netta, die für ihre Popstar-Karriere künftig ihren Nachnamen weglässt, auf ihr Debütalbum, das voraussichtlich Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres erscheinen wird.

OK KID @ E-Werk Köln
Nov 18 um 20:00

Zweites Album, zwei Finger auf dem Cover, zwei Sichtweisen : Frieden oder Mittelfinger. Zu -oder Abneigung. Den zweiten, der Zeigefinger, den schneiden wir einfach ab. Niemand braucht Zeigefinger. OK KID auch nicht.

Das zweite Album „Zwei“ der drei (!) Wahl-Kölner/Exil-Giessener erscheint drei (!!) Jahre nach ihrem Debüt, welches sowohl die Pop-Intelligenzia, aufgeschlossene Hip Hop Heads sowie die Besucher ihrer fast ausschliesslich ausverkauften Touren und Festivals glücklich machte.

Lies: Alles getourt, alles gemacht und weiterhin unbändiger Hunger auf was Neues.
„Ich will nur dass du weißt, dass ich weiß was ich will.“ (Kaffee Warm Pt.3)

Es ist schwer eine Meinung zu entwickeln, in verworrenen Zeiten wie diesen. Und wenn man Sie mal hat, will sie gepflegt und verteidigt werden. „Zwei“ ist keine Großstadtplatte mehr. Kein Beklagen der Vielfalt mehr. Kein Pathos. Kein Sich- Selbst-Verlieren. Die ehemaligen Klassensprecher der Generation Y haben auf „Zwei“ ihren Abschluss gemacht, augenzwinkernd die Ego- durch die Vogelperspektive eingetauscht, und den emotionalen Schleudergang des Erstlings durch Haltung und Meinung beendet.

„Zwei“ heißt Selbstbewusstsein zwischen den Stühlen suchen und finden. Ihre Referenz in Sound und Text: Sie selbst.

„Wir können uns erst dann hinsetzen und neue Songs schreiben, wenn wir die neue Geschichte für ein Album selbst verkörpern und erzählen können. „Zwei“ ist somit ein Abschnitt, die den Hörer bei den alten Themen und Soundwelten an die Hand nimmt und hin zu unseren neuen Sound – und Gedankenwelten führt“, sagt die Band selbst über die Entstehung der Platte, die erneut in Zusammenarbeit mit Sven Ludwig in Köln entstanden ist.

Die neue Konsequenz, die Lust am es Wissen wollen, zeigt sich nicht nur im gesellschaftlichen Großreinemachen „Gute Menschen“, sondern auch im sauschnellen, authentisch-schrammeligen Hamburger Schule-Duett „U-Bahnstation“ mit Die Sterne-Sänger Frank Spilker. „Bombay Calling“ die Gin-Suche im Szenealkoholismus mündet unterdessen in die grollenden Subbassfrequenzen des Rap-Monsters „5. Rad am Wagen“, zusammen mit der Berliner Urgewalt Megaloh. Und dann ist nicht zuletzt der Schlüsselsong des Albums „Ich kann alles“. Ja, Alles. Definieren Sie Selbstbewusstsein, in drei, zwei, eins…

„Mir egal. Bis ich aufschlag beweis ich, dass ich flieg.“ (Ich kann alles)

Der Genre-Grenzgang von OK KID, seit jeher Stilmittel und Zankapfel zugleich, wird auf dem neuen Album konsequenter denn je vollzogen. Mehr noch: Er strotzt vor Selbstvertrauen, Zeitlosigkeit, Wagemut, Detailverliebtheit, Pop, Zukunftsmusik und Wucht. Die Frage nach dem Genre? Irrelevant. Widersprüche: abgelehnt.

„Zwei“ ist das Album, welches OK KID immer schreiben wollten, voller musikalischer Anknüpfungspunkte. Songs im Stile von 4K-Aufnahmen. Gestochen scharfe Details, ohne auf das große Ganze verzichten zu müssen.

Parcels @ Live Music Hall
Nov 18 um 20:00

Foto: Anna-Lena Krause + Olive Brown

2015 kamen sie mit nicht viel mehr als ihrem Talent und einer handvoll Instrumenten nach Europa und spielten sich innerhalb kürzester Zeit von den Straßen Berlins in die international renommiertesten Venues der Welt. Parcels verkauften nach zahlreichen Festival- und Supportshows für Two Door Cinema Club, Phoenix oder Air nun innerhalb weniger Wochen u.a. den Bowery Ballroom in New York, Troubadour in Los Angeles oder das KOKO in London mit ihren Headliner-Shows aus.

Hinter der australischen Formation stecken fünf Highschool-Freunde in den Anfang-Zwanzigern. Talentierte Musiker, die sich durch energetische Live-Auftritte mit ihrer handgemachten und zeitgeistigen Interpretation des Disco-Funk längst in die Herzen vieler namhafter Musikblogs und Fans spielten. Alle Zeichen stehen auf Durchbruch bei den Wahl-Berlinern.

Nach einer EP und diversen Single-Veröffentlichungen mit unter anderem Daft Punk erscheint im Herbst 2018 nun ihr lang ersehntes Debütalbum. Bei der ausgedehnten Tour durch Deutschland, Österreich und der Schweiz werden sie erstmals die Songs ihres Albums live performen. Do believe the hype!

Parquet Courts @ Gebäude 9
Nov 18 um 20:30

Foto: Ebru Yildiz

Die Parquet Courts sind eine dieser angehenden Kultbands, die aus ihrer Nische heraus so viele Menschen mit ihrem Mix aus Sprechgesang, Gitarren und einem unheimlich ansteckenden Groove aus dem Alltag in die Clubs reißen. Und so ist es auch bei ihrem mittlerweile fünften Album „Wide Awake“, das am 18. Mai via Rough Trade Records erscheinen wird und von Unabhängigkeit, Individualität, Kollektivismus und Öffentlichkeit handelt. Im Kern geht es um Liebe – aber der Sound der Band wird von einer neuen Frische umweht, der die Band und ihr rastloses Treiben auf ein neues Level bringt.

Ein Teil dieser neuen Entwicklung ist wohl dem Produzenten Brian Burton – besser bekannt als Danger Mouse – zu verdanken. Aber letztlich ist es auch ein Ergebnis der neuen Qualität im Songwriting der Band. “The ethos behind every Parquet Courts record is that there needs to be change for the better, and the best way to tackle that is to step out of one’s comfort zone”, kommentiert dazu Sänger und Gitarist A. Savage. “I personally liked the fact that I was writing a record that indebted to punk and funk, and Brian’s a pop producer who’s made some very polished records. I liked that it didn’t make sense.“ Und es war auch die Idee von Danger Mouse – bekennender Fan der Band – die Zusammenarbeit anzuregen und ihnen die Möglichkeit aufzuzeigen über ihren bisherigen klanglichen Tellerrand zu blicken.

Die Songs, die von Savage und Austin Brown geschrieben und durch die Rhythmusgruppe, in Form von Drummer Max Savage und Bassist Sean Yeaton, auf ein ganz neues Level gebracht wurden, sind weiterhin randvoll gefüllt mit traditioneller Punk-Rock-Leidenschaft, genauso wie mit lyrischer Zärtlichkeit. Als Vorbild nahm man sich Bands wie Youth of Today, Gorilla Biscuits und Black Flag, die vermögen mit der Dualität von Wut und Fröhlichkeit in ihren Songs zu jonglieren. „All those bands make me want to dance and that’s what I want people to do when they hear our record“, sagt Savage, während für Brown Tod und Liebe als Themen die größten inhaltlichen Einflüsse waren.

“In such a hateful era of culture, we stand in opposition to that — and to the nihilism used to cope with that — with ideas of passion and love”, sagt Brown. Ziel war es, ein Album mit der komplexen Aufgabe zu machen, den Hörer zum Tanzen zu bringen und den Widerstand durch eine Kombination aus Groove, Spaß und Empörung zu formieren. Oder anders formuliert: “Expressing anger constructively but without trying to accommodate anyone.”

Rome Is Not A Town @ Die hängenden Gärten von Ehrenfeld
Nov 18 um 21:00

“It‘s sorta post-Riot grrrl, post-No Wave, experimental music and completely engaging from beginning to end.”
Thurston Moore (Sonic Youth), NME

Rome Is Not A Town aus Göteborg (SWE) veröffentlichten 2015 ihre Debüt-Single „Stupid“ auf 7“-Vinyl. Es folgten mehrere Singles und die EP „Careful Like You Cared“ und mit ihrem krachigen Indie-Rock spielten sie sich sofort in die Herzen all jener mit einer Vorliebe zu rohen Gitarren und wütend hämmernden Songs. „It‘s A Dare“ ist das Debütalbum der Band und erschien am 29. September 2017 auf Startracks. Es wurde von der Band in Zusammenarbeit mit Pelle Gunnefeldt, Per Stalberg und Olle Björk produziert.

Nov
19
Mo
2018
Besser als Sex @ Gloria Theater
Nov 19 um 20:00

Foto: Christian Hasselbusch

Unter Freunden von offenherzigen Podcasts gilt „Besser als Sex“ als das derzeitige deutschsprachige Maß aller Dinge. Seit 2016 sprechen die beiden Freundinnen Ines Anioli und Leila Lowfire erst im Podcast „Sexvergnügen“ und später als „Besser als Sex“ unverblümt und authentisch über ihre besten und schlimmsten Sexerfahrungen. Über 150.000 treue Hörer werden einmal die Woche an ihre Lach- und Ekelgrenze getrieben, bei Squirttutorials fortgebildet oder auf Live Shows verkuppelt. Der Podcast „Besser als Sex“ steht für Authentizität, für ehrliche und unverblümte Unterhaltungen und Diskussionen und ganz besonders dafür, über sich selbst zu lachen. All dies lässt sich Ende des Jahres auch live erleben: Zwischen dem 19. November und dem 1. Dezember gastieren die beiden mit ihrem „Besser als Sex“-Programm für Auftritte in Köln, Hamburg, Leipzig, Zürich, Wien, Ludwigsburg, München und Berlin.

Ines Anioli ist ausgebildete Radiomoderatorin und startete noch während ihrer schlagfertigen Zeit beim Radio ihren YouTube Kanal „Olga Says“. Fern von dem, was man von YouTubern erwartet, schminkt sie in ihren Videos David Hain mit den Füßen oder fordert Steve-O heraus, mit verbundenen Augen Körperteile zu erraten. Nach dem Radio ging es für Ines erstmal zum Fernsehen. Ob bei „Roche & Böhmermann“, in einer Hauptrolle neben Alexander Marcus in „Glanz und Gloria“ oder als Moderatorin an der Festivalfront, Ines ist so vielseitig wie ihr Humor. Im Sommer 2017 brachte sie Robbie Williams dazu, sein Konzert in Dresden zu unterbrechen, um unter Jubel und Getobe von über 20.000 Fans auf ihren Brüsten zu unterschreiben. Daraufhin gründete die leidenschaftliche Veganerin den „Small Tits Club“, in den übrigens jeder eintreten darf. Privat gab die Ruhrpottballerina im August 2016 ihrer Gummipuppe Jaqueline in Las Vegas das Ja-Wort. Die beiden leben mit ihrem Hund Henry in Berlin.

Leila Lowfire wollte eigentlich Fotografin werden. So der Plan, den sie 2010 über Bord warf, als sie Oliver Rath traf. Der früh verstorbene Künstler stellte die kurvige Wahlberlinerin sofort vor die Kamera und füllte Ausstellungen und Bücher mit ihr. Ihren Körper setzte sie nicht nur für die Kunst ein, sondern auch gegen Rassismus, als sie 2015 zusammen mit Olli Waldhauer und Matthias Weidenhöfer die #nippelstatthetze-Kampagne ins Leben rief. In den Jahren dazwischen spielte sie bei Klaus Lemke-Filmen mit, moderierte im Live-Fernsehen und tanzte sich durch Musikvideos von BossHoss, Samy Deluxe, Scooter und anderen deutschen und internationalen Künstlern. Und bei dieser unglaublich beruhigenden und zugleich sehr sinnlichen Stimme kann man sich gar nicht vorstellen, dass die junge Podcasterin privat eine richtige Rockgöre ist, die kopfüber an Stangen hängt, durch die kalifornische Wüste Motorrad fährt und auf Metal-Konzerten ihr voluminöses Haar schüttelt.

In ihrem Podcast „Besser als Sex“ plaudern Ines Anioli und Leila Lowfire nun in gewohnter Manier völlig ungeniert über die schönste Nebensache der Welt – und sammeln damit Woche für Woche mehr Fans ein.

Laing @ Helios37
Nov 19 um 20:00

Foto: Ben Wolf

Wie wichtig jemand ist, merkt man oft erst, wenn er dann fehlt. In diesem Sinne: Viel zu lange nichts mehr von Laing gehört. Doch alles Warten hat ein Ende, die Berliner Band um Songschreiberin Nicola Rost veröffentlicht ihr drittes Album. Fans von smarter Pop-Poesie atmen auf, ein neuer Sherriff ist in der Stadt. Jetzt knallt’s wieder.

Als Laing Anfang 2013 mit ihrem Debüt-Album „Paradies Naiv“ inklusive der Single „Morgens immer müde“ nicht nur auf der Bildfläche, sondern auch in den Top Ten der Charts auftauchten, sah Pop mit deutschen Texten besser aus denn je. Das geschmeidig widerspenstige Kollektiv führte muttersprachliche Lyrics auf‘s nächste Level. So gestaunt und getanzt wurde selten bei einem Erstlingswerk.

Ein Jahr und ein bisschen später dann bereits das Nachfolgewerk, Laing „Wechselt die Beleuchtung“. Alles klar, so konnte es weitergehen. Tat es aber nicht.

Die Band der Produzentin und Songwriterin Nicola Rost brauchte eine Pause. Denn die Alternative wäre gewesen: Wie viele andere bloß noch Pop-Dienstleister ihrer selbst zu werden, Machen, Tun und Liefern. Für tatsächlich kreative Künstler kein guter Zustand. Give me a break, Musikindustrie!

Irgendwie stellte sich in Laings Abwesenheit aber auch ein allgemeiner Kater ein. Aus der neuen Lust, auf Deutsch zu texten, war ein amtlicher Hype geworden. Die Songs wurden mehr – und immer egaler. Wie sehr das „Menschen Leben Tanzen Welt“-Gulasch alle Kanäle verstopft, merkt man aber erst, wenn Laings dritte Platte „Fotogena“ sie endlich wieder freispült.

Man muss wirklich kein Sprach-Nerd sein, um die neuen Stücke zu genießen. Jedes Wortspiel triggert dich, man will es sich merken, am besten gleich notieren oder es unbedingt abends auf dem Mäuerchen den Anderen weitererzählen. Wenn Rost den notorischen Selfie-Flashmob unserer Zeit auf lauter kleine „Fotogenas“ und „Fotogenos“ runterbricht, erreicht Pop seine Meisterschaft: Er kann gleichsam verweisreich durch die Historie gleiten – bis hin zu Mozarts „Zauberflöte“, und trotzdem ganz im Jetzt verwurzelt bleiben. Das Märchenhafte, das Glamouröse, das Irrwitzige mit dem Konkreten verknüpfen, hier liegt die große Stärke dieser Pop-Chansons.

Der Trend dagegen, aus Pop eine Art horoskop-besoffenes Lebenshilfe-Blabla zu machen, kriegt hier endlich mal eine aufs Maul. Zeit wurde es.

Ein Song wie beispielsweise „Du bist dir nicht mehr sicher“ erzählt in samtig gruseliger Beiläufigkeit, wie die ganz große Liebe nach einiger Zeit im Alltag und mitunter im Nichts aufgeht – ohne dass es einem so wirklich bewusst wurde. In diesen bittersüßen Zeilen steckt mehr Kraft und Erkennen als in den ganzen „Du schaffst das“- und „Glaub an dich“-Lyrics der jüngsten Zeit.

Das von Nicola Rost produzierte „Fotogena“ untermauert dabei gerade auch musikalisch den Ausnahmestatus von Laing. Es ist vielschichtiger Pop von großer Klarheit. Smoothe Elemente in bestechender Eleganz wechseln sich mit tanzbaren Sounds ab. Mehr denn je besitzen letztere auch eine Anmutung von R’n’B. So wirkt dieses Album in all seiner verschmitzten, deutschen Romantik sehr international – ein Umstand, der seinen Peak in dem Stück „Ich auf Whatsapp“ findet.

Angriffslust, Textvergnügen, Spielfreude – all das findet sich auf dieser Platte versammelt. Doch dafür gebührt auch noch einem anderen Projekt Respekt… Denn fast zeitgleich zu „Fotogena“ kommt der Film „Safari“ (Ratpack Filmproduktion) in die Kinos. Regisseur Rudi Gaul engagiert Rost für den Soundtrack, sehr guter Move. Diese Aufgabe überwand nämlich die ausgeuferte Findungsphase von Laing nach „Mit wechselnder Beleuchtung“ – und bereitete so den Weg zu diesem neuen, eigenen Album.

Laing mischen wieder mit, genau rechtzeitig. Für den mehrstimmigen Gesang sorgen neben Nicola Rost noch Johanna Marschall und Josefine Werner, ebenfalls zur festen Crew gehört die Tänzerin Marisa Akeny. Bühnenshow und Live-Bedingungen? Nur her damit! Denn wer diese Band kennt, weiß, welcher Schwerpunkt auf die Performance gelegt wird. Einfach seine Songs abspulen ist woanders, aber auf keinen Fall hier. Die Tour startet Januar 2019. Pop-Poesie auf Zucker – und mit Pfefferspray in der Handtasche. Willkommen zurück!

Text: Linus Volkmann

Markus Krebs: Permanent Panne @ E-Werk Köln
Nov 19 um 20:00

Humor muss Panne sein! Dies wird Markus Krebs auch in seinem dritten Live Programm „Permanent Panne“ unter Beweis stellen. Ein Comedian, der es wie kaum ein anderer versteht, mit herrlich schrägen Doppeldeutigkeiten und genialem Wortwitz eine Lachsalve nach der anderen zu produzieren. Er plündert in seinem eigenen Leben und findet ständig aufs Neue absurde Situationen und Anekdoten.

Ob im im Kleingartenverein, in der Kneipe oder beim dem Versuch mit seinem Kumpel „TNT Schorsch“ nach Grundwasser zu bohren – Markus Krebs bleibt sich treu und präsentiert mit feinsinnigem Humor seine Geschichten die bis zur Gesichtslähmung führen.

Zwei Stunden mit Markus Krebs sind wie ein Abend mit einem alten Kumpel an der Theke – Mitten aus dem Leben und mit einer gehörigen Portion Ruhrpott-Charme.

The Wave Pictures + Norma @ Die hängenden Gärten von Ehrenfeld
Nov 19 um 20:00

Nach Konzerten im Gebäude 9 und Subway kehren The Wave Pictures nun für zwei kleine Kneipenkonzerte zurück in die hängenden Gärten von Ehrenfeld. An 2 aufeinanderfolgenden Abenden spielen sie 2 völlig unterschiedliche Sets. Support ist die bezaubernde Norma, die eigens aus Paris eingeflogen wird. „Wir haben schon das Gefühl, nicht angemessen geschätzt zu werden“, sagt David Tattersall. „Aber natürlich ist das, was wir machen, gerade überhaupt nicht in Mode. Und daraus ziehen wir auch Kraft und darauf sind wir schon stolz. Vieles von dem, was mir gefällt, ist nicht populär. Wir machen also etwas richtig.“

Within Temptation @ Palladium
Nov 19 um 20:00

Foto: Patric Ullaeus

Vor ein paar Tagen meldete sich Sharon den Adel, die Sängerin und Songwriterin von Within Temptation zu Wort und erklärte, dass es in ihrem Leben ein paar Veränderungen gegeben habe. So sei nach „Hydra“, dem jüngsten Album der Band von Anfang 2014, und der letzten Tour nicht die übliche Routine eingetreten – also: neue Songs schreiben, neue Platte aufnehmen, neue Tour planen. Stattdessen habe sie eine Auszeit gebraucht. So verbrachte sie zwei Jahre mit ihrer Familie und konzipierte in dieser Zeit ihre Solo-Karriere unter dem Namen „My Indigo“. Anfang November erschien die erste gleichnamige Single, die so ganz anders klingt als ihre angestammte Band. Aber, und das ist die gute Nachricht für alle Fans des epischen, sinfonischen, breitwandigen, schwermetallischen Sounds der Niederländer: Durch diese Arbeit hat den Adel auch wieder Lust bekommen, neue Songs für Within Temptation zu schreiben. Sie ist hungrig darauf, eine neue Platte zu produzieren – deren Veröffentlichung jetzt für 2018 angekündigt wurde – und mit ihrer Band wieder auf Tour zu gehen. Die alte Inspiration ist also wieder da, die ersten Demos sind aufgenommen, die Arbeit im Studio geht los. Hollands erfolgreichster musikalischer Exportschlager hat wieder Dampf im Kessel und arbeitet mit neuer Lust an großer Musik. Within Temptation, zig-mal mit Gold und Platin ausgezeichnet und die Symphonic-Metal-Gruppe schlechthin, sind nach langer Pause endlich und heiß erwartet wieder da und planen auch schon die nächste Tour: Im kommenden Herbst geht die Band um Sängerin den Adel und Gitarrist Robert Westerholt mit neuen Stücken auf Europa-Tour. 33 Auftritte in 17 Ländern sind geplant, darunter gleich sechs Konzerte bei uns in Deutschland.

Nov
20
Di
2018
The Wave Pictures + Norma @ Die hängenden Gärten von Ehrenfeld
Nov 20 um 19:00

Nach Konzerten im Gebäude 9 und Subway kehren The Wave Pictures nun für zwei kleine Kneipenkonzerte zurück in die hängenden Gärten von Ehrenfeld. An 2 aufeinanderfolgenden Abenden spielen sie 2 völlig unterschiedliche Sets. Support ist die bezaubernde Norma, die eigens aus Paris eingeflogen wird. „Wir haben schon das Gefühl, nicht angemessen geschätzt zu werden“, sagt David Tattersall. „Aber natürlich ist das, was wir machen, gerade überhaupt nicht in Mode. Und daraus ziehen wir auch Kraft und darauf sind wir schon stolz. Vieles von dem, was mir gefällt, ist nicht populär. Wir machen also etwas richtig.“

Eden @ Live Music Hall
Nov 20 um 20:00

Der mittlerweile 21-Jährige Sänger, Produzent und Multiinstrumentalist EDEN ist dabei mit seiner kompromisslosen und authentischen Musik die Welt zu erobern. EDEN verfolgt einen „weniger-ist-mehr“ Ansatz und kreiert damit einen einzigartigen und intuitiven Sound, der sowohl auf echten als auch synthetischen Instrumenten beruht. 2016 erschien EDENs EP „i think you think too much of me“, welche mittlerweile über 50 Millionen Mal bei Spotify gestreamt wurde und auf Platz eins der iTunes Alternative Charts einstieg. Am 19. Januar wird nun sein neues Album „vertigo“ erscheinen.

Fantastic Negrito @ Luxor
Nov 20 um 20:00

Als Xavier Dphrepaulezz a.k.a. Fantastic Negrito Anfang August bei uns ein paar seiner Konzerte spielte (unter anderem faszinierte er beim A Summer’s Tale-Festival), durfte man sich verwundert die Ohren reiben: Wie modern kann der Blues eigentlich sein, wenn er von einem engagierten Musiker gespielt wird? Wie viel Tiefe kann einem dieses versteinerte Denkmal in Form eines Musik-Genres noch geben? Tatsächlich schafft es der Mann aus Oakland mit einer Handbewegung, mit einem Riff, mit einem Schrei, mit einer der Storys, die er in seinen Songs so hinreißend erzählt, diese Musik wesentlich zu machen. Sein Sound und sein Gesang pendeln zwischen Robert Johnson und Jack White, zwischen J.B. Lenoir und Gary Clark jr., zwischen Skip James und Prince, zwischen Tradition und Erneuerung, und inhaltlich geht es immer noch um die Schwierigkeiten im Leben und was die Politik damit zu tun hat. Fantastic Negrito ist die fleischgewordene Erzählung eines bewegten Männerlebens im Zeichen von emotionsgeladener Black Roots Musik. Seine Songs erzählen die wahre Geschichte eines Musikers aus Oakland, der den Höhenflug eines Millionen-Dollar-Plattenvertrags erlebte und die Tiefpunkte eines fast tödlichen Autounfalls, der ihn im Koma liegen ließ und die Hand, mit der er Gitarre spielte, lange Zeit unbrauchbar machte. Nach dieser langen Zwangspause von der Musik setzt sich jedoch die Erfolgsstory weiter fort. Sein neues Album „Please Don’t Be Dead“, der Nachfolger seines Grammy-prämierten Debüts „The Last Days Of Oakland“, verknüpft seine eigenen desaströsen Erfahrungen mit dem aktuellen Zustand der Welt und vor allem Amerikas. Und wenn es einen gibt, der weiß, wie es sich anfühlt, wenn man mit Vollgas über den Klippenrand hinausschießt, dann ist es der charismatische Sänger. Noch immer verbindet er in seinen Songs seine eigene Biografie mit der Welt. Dphrepaulezz ist die lebhafte Stimme seiner Heimat und verpackt das in seiner mitreißenden Musik, die zwischen den dunklen Wurzeln im Mississippi-Delta, dem Songwriting von Led Zeppelin, den Beatles und den Stones und der Geschichte der schwarzen Musik von Gospel bis Soul angesiedelt ist. Er selbst freute sich sehr darüber, dass er einmal als der Al Green des Punkrock bezeichnet wurde, denn das trifft es hinreichend genau. Jetzt hat Fantastic Negrito angekündigt, dass er im November noch einmal für zwei weitere Auftritte nach Deutschland kommt.

Kylie Minogue @ Palladium
Nov 20 um 20:00

HyperFocal: 0

Es ist eine der großen Live-Sensationen des Jahres 2018: Kylie Minogue, die „Princess of Pop“ und zugleich erfolgreichste Musikerin Australiens in der Geschichte der globalen Popmusik-Charts, kommt für fünf Konzerte nach Deutschland! Im Zuge ihrer Welttournee zu ihrem mittlerweile 14. Studioalbum „Golden“ wird die atemberaubend quirlige Sängerin, die zu den erfolgreichsten Solokünstlern der Pop-Historie zählt, zwischen dem 13. und 24. November mit ihrer mitreißenden aktuellen Live-Produktion in München, Frankfurt, Berlin, Köln und Hamburg Station machen.

Es ist schon für sich genommen sensationell, was Kylie Minogue über die vergangenen Jahrzehnte erreicht hat – doch das Jahr 2018 hält für die hochbegabte Sängerin, die immer wieder eine neue, zeitgemäße Balance zwischen Pop- und Dance-Music findet, zwei ganz besondere Jubiläen bereit. Zum einen wurde die alterslos wirkende „Princess of Pop“ am 28. Mai 50 Jahre alt; zum anderen erschien am 4. Juli vor 30 Jahren ihr erstes Album „Kylie“, das den Auftakt zu einer internationalen Karriere manifestierte, wie man ihn in der Popmusik nur selten findet. Sie ist mit über 80 Millionen verkauften Tonträgern die weltweit erfolgreichste Künstlerin Australiens und mit 36 Top-10-Singles allein in Großbritannien nach Madonna die zweiterfolgreichste Sängerin aller Zeiten in UK. Für ihre Verdienste um die Popmusik wurde sie 2008 zum „Officer of the Order of the British Empire“ berufen, ein Jahr später schlug man sie in Frankreich zur Chevalier (Ritterin) des „Ordre des Arts et des Lettres“. Zwei besondere Ehrungen, die nur den wenigsten Musikern zuteilwerden.

Ihre Karriere begann Kylie Minogue als Schauspielerin in der australischen Soap Opera „Neighbours“, die insbesondere in Australien und England unzählige Fans fand. Die Folge, in der ihre Serienfigur Charlene ihren Freund Scott (Jason Donovan) heiratet, gilt mit über 20 Millionen Zuschauern allein in UK als meistgesehene Serienfolge aller Zeiten. Noch während ihrer Mitarbeit an der Show begann sie eine zweite Karriere als Sängerin. Gleich ihre ersten beiden Alben, „Kylie“ (1988) und „Enjoy Yourself“ (1989), avancierten zu internationalen Top-Hits. Mit den aus dem Debüt ausgekoppelten Singles „The Loco-Motion“ und „I Should Be So Lucky“ gelangen der damals gerade 20-Jährigen obendrein erste weltweite Nummer-eins-Platzierungen; sogar die USA knackte die junge Sängerin im Handumdrehen.

Nachdem die folgenden Alben insbesondere in Großbritannien große Erfolge feiern konnten, siedelte Minogue in den Neunzigerjahren nach England um. In dieser Zeit spielte sie auch wieder mehr vor der Kamera und war u.a. in den Kinofilmen „Street Fighter“, „Misfit“ und „Moulin Rouge“ zu sehen. Kurz nach diesem erfolgreichsten Film ihrer Schauspielkarriere erschien mit „Fever“ das wohl stilbestimmendste Album, das mit „Can’t Get You Out Of My Head“ eine der größten Dance-Pop-Singles aller Zeiten – und laut Yahoo! Music den „catchiest song ever“ – enthielt. Der Song stieg in fast allen Ländern der westlichen Hemisphäre bis an die Spitze der Singles-Charts, ihm folgten mit „In Your Eyes“, „Love at First Sight“, „Slow“, „I Believe In You“ und vielen weiteren Hit auf Hit. Mit u.a. 40 Singles in den deutschen Charts avancierte sie neben Madonna seither zu den größten Popmusikerinnen des Universums. Selbst eine schwere Brustkrebs-Erkrankung konnte sie nicht aufhalten: Sie überwand die Krankheit und setzt sich seither intensiv für die internationale Bewusstmachung von Brustkrebs ein, wofür man ihr einen Ehrendoktortitel der Medizin verlieh.

Nun erschien Ende Mai mit „Golden“ ihr 14. Studioalbum, begleitet von der ersten Single „Dancing“. Beide Veröffentlichungen gerieten umgehend wieder zu einem gewaltigen Erfolg; das Album stieg u.a. in Australien, England, Irland und Schottland an die Spitze der Charts und notierte in Deutschland, Belgien, Österreich, der Schweiz sowie vielen weiteren Ländern unter den Top 5. Bereits kurz nach Erscheinen der Platte startete Kylie Minogue ihre aufsehenerregende „Golden“-Tournee, die sie in den kommenden Monaten um die ganze Welt führen wird und im November auch bei uns für fünf Konzerte Station macht.

Michael Schulte @ Kulturkirche Köln
Nov 20 um 20:00

Foto: Kai Marks

MICHAEL SCHULTE beginnt seine Karriere als YouTube Cover-Künstler im Jahr 2009. Inzwischen hat sein YouTube Channel 50 Mio. Views und über 200.000 Abonnenten. 2011 entdeckt ihn Rea Garvey, lädt ihn zu einem gemeinsamen Auftritt auf der Kieler Woche ein und schreibt schließlich zusammen mit ihm den Song „Carry Me Home“, der 2012 auf Anhieb auf Platz 8 der deutschen Single-Charts einsteigt.

MICHAEL SCHULTEs erstes Studio-Album „Wide Awake“ erscheint im September 2012 und landet auf Platz 1 der Media Control Newcomer Charts. Auf anschließender Tour mit alleine über 50 Konzerten im Jahr 2013 kristallisiert sich einmal mehr heraus: der Lockenkopf aus dem Norden Deutschlands ist ein erstklassiger Live-Performer. Ob Solo Acoustic oder mit Band, ob auf eigener Tournee oder als Support, er überzeugt das Publikum immer wieder aufs Neue.

2015 nimmt sich MICHAEL SCHULTE  eine Auszeit. Er will sich und seine musikalische Ausrichtung neu definieren. In zahlreichen Writings rund um die Welt (u.a. London, Stockholm, L.A.) entwickelt er sich zunehmend zu einem Künstler auf höchstem internationalen Pop-Niveau. Im August schreibt und singt er 3 Songs für das neue „Alle Farben“ Album, welches im April 2016 erscheint. Mit „Alle Farben“ spielt MICHAEL SCHULTE im Festivalsommer 2016 auch einige sehr erfolgreiche Konzerte und begleitet ihn auf seiner laufenden Tour. Im April 2017 erscheint schließlich sein aktuelles Solo-Album „Hold The Rhythm“ gefolgt von einer großen Clubtour durch Deutschland.

2018 steht nun das bislang größte Ereignis seiner bisherigen Karriere an: Am 22.02. gewinnt der sympathische 27-Jährige den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2018. Mit seinem Song „You Let Me Walk Alone“, in dem er den frühen Tod des Vaters thematisiert, konnte MICHAEL SCHULTE Zuschauer, Experten und Jury gleichermaßen bewegen und überzeugen. Im Mai gilt es nun auch ganz Europa mit seiner Musik zu begeistern.

Nov
21
Mi
2018
Bernhoft & The Fashion Bruises @ Gloria Theater
Nov 21 um 20:00

Foto: Marie Sjøvold

Mit seinem neuem Album „Humanoid“ kommt der GRAMMY® Award nominierte, norwegische Sänger Bernhoft und seine Band The Fashion Bruises im Herbst für sechs Konzerte zurück nach Deutschland!

Auf Bernhoft‘s inzwischen vierten Album „Humanoid“, das zum ersten Mal unter dem Bandnamen „Bernhoft & The Fashion Bruises“ erscheint, steht die persönliche Verbindung zwischen Musikern, Zuhörern und der Musik im Mittelpunkt. „Die aktuelle Musik ist so computerisiert und maschinenähnlich”, sagt Bernhoft. „Ich hatte das Gefühl, ich sollte in die andere Richtung gehen und wieder menschliche Musik schaffen. Mit reichlich Gitarren, Drums und Bass versuche ich die Leute aus Facebook heraus und zurück ins echte Leben zu führen.“ Passend zu diesem Gedanken erfolgte auch der Entstehungsprozess für „Humanoid“ auf die klassische Weise. Anstatt ins Studio zu gehen, jammten Bernhoft & The Fashion Bruises zunächst ausgiebig im Proberaum.

In vielerlei Hinsicht kristallisiert der Titeltrack genau das heraus, worum es auf „Humanoid“ geht. Er handelt von der Mensch-Maschine-Beziehung und ruft zum Nachdenken über die zunehmende Technisierung auf. „Man sieht Leute beim Abendessen oder in einem Café, die ihre Bildschirme anstarren und sich gegenseitig nicht würdigen. Ich denke viel darüber nach, wie wir miteinander umgehen und ob wir mit den technischen Kommunikationsmitteln unser Leben wirklich verbessern oder es beschränken.“

Ein weiteres Highlight auf dem Album ist „Buried Gold“ (feat. Raelee Nikole), ein hypnotisches Duett angetrieben von lebhaften Gitarren und funkigen Beats. „California“ ist von der West Coast inspiriert und stellt eine Mischung aus akustischer Energie, warmen Hallen und sonnengetränkter Sensibilität dar während „Don‘t Give Up“ ein starkes Finale bildet, das noch mal die gesamte Weite von Bernhoft‘s Stimme hervorhebt.

Im Herbst dürfen sich Fans auf Konzerte mit köchelnden R&B-Grooves und kraftvollen Pop-Hooks freuen, zu denen getanzt werden kann und die gleichzeitig zum Nachdenken aufrufen. „Ich würde mich einfach freuen, wenn wir bei den Konzerten eine persönliche Bindung schaffen können.“ sagt Bernhoft dazu auf seine gewohnt nordische Art.

Carolin Kebekus @ Forum Leverkusen
Nov 21 um 20:00

Foto: Thomas Rabsch

Nach dem Siegeszug mit ihrer letzten Tour „AlphaPussy“, die über 300.000 Menschen gesehen haben, lotet Deutschlands Chef-Komikerin Carolin Kebekus mit ihrem neuen Programm erneut die Grenzen unter und über der Gürtellinie aus. Für den 30. November 2019 ist ihr Heimspiel in der Kölner LANXESS arena angesetzt.

Aufgeladen mit irrwitzigen Alltagsbetrachtungen, urkomischen Geschichten aus ihrem Leben und unmissverständlichen Botschaften gegenüber allem Engstirnigen oder gar Hirnlosen feuert sie ihren Pointenhagel gewohnt geschmeidig aus der Hüfte.   Fest steht: Alle Fraukes, Harveys und Bibis dieser Welt können sich schon mal warm anziehen!

Oi Va Voi @ Club Bahnhof Ehrenfeld
Nov 21 um 20:00

Das britische Weltmusik-Crossover-Projekt Oi Va Voi war nach langen Jahren, die ausschließlich mit Live-Auftritten verbracht wurden, endlich wieder im Studio um an der neuen Platte „Memory Drop“ zu arbeiten. Diesen Freitag erscheint mit „Big Brother“ der erste Vorab-Track des rund sechsköpfigen Ensembles. Oi Va Voi – ein jiddischer Ausdruck des Erstaunens, der sich mit einem leicht veralteten wie „Alter Schwede!“ übersetzen ließe – verbinden seit ihrer Gründung im Jahr 2000 die dynamischen Rhythmen elektronischer Musik von Jungle über Drum’n’Bass zu Ambient und westliche Melodien mit dem osteuropäisch-jüdischen musikalischen Erbe der Mitglieder – und verschließen sich damit einer reinen Kategorisierung. Darum ging es den Musikern auch nie. Im Mittelpunkt stand von Anfang an der Spaß am Experiment, der Willen, aus grundverschiedenen Einflüssen eine Einheit zu bilden. Gründungsmitglied und Violinistin Sophie Solomon hat ebenso als Literatur- und Musikwissenschaftlerin gearbeitet wie als DJ, auf den ersten Platten singt KT Turnstall, die sich später ebenso wie Solomon ihren Solo-Projekten widmete. Unabhängig von wechselnden Besetzungen blieb aber die unorthodoxe Freude an der Musik erhalten, die vor allem live wirkt. Für das kommende Album haben sich die Gründungsmitglieder Josh Breslaw (Drums) und Steve Levi (Klarinette/Gesang) mit Orchant (Trompete), Michael Vinaver (Gitarre), Anna Phoebe (Violine) und der faszinierenden Sängerin Zohara Niddam zusammen getan, um die gemeinsamen instrumentalen Qualitäten und die Songwriting-Talente zu neuen Songs zu bündeln. Das Ergebnis ist typisch Oi Va Voi: Genres werden gesprengt, musikalische Dimensionen erweitert und vor allem der Spaß an der Musik spürbar. Was wiederum den Konzerten der Band gut tut, die ohnehin schon vor Improvisationsfreude und lebhafter Energie sprühen. Im November kommen Oi Va Voi für zwei Auftritte nach Deutschland.

Nov
22
Do
2018
As It Is @ Luxor
Nov 22 um 19:00

Foto: Nick Suchak

Als Headliner gehen die britischen Pop-Punks As It Is im kommenden Herbst an den Start. Ihren Stil beschreiben sie als „melodischen, ernsthaften Sound, der von Emo inspiriert wurde“. Begleitet wird das Quartett aus Brighton von den britischen Landsleuten Trash Boat und Holding Absence sowie den Kanadiern Courage My Love.

Die Story von As It Is begann 2012 als der geborene Amerikaner Patty Walters (lead vocals) eine Anzeige aufgab, mit der er Mitstreiter für eine Pop-Punkband suchte. Prompt meldeten sich Trommler Patrick Foley und ein Bassist, der inzwischen von Alistor Testo ersetzt wurde. Gitarrist Ben Langford-Biss kannte Walters bereits von der Universität. Im Jahr 2013 wurde mit „Blenheim Place“ die Debüt-EP veröffentlicht. 2014 folgte mit „This Mind of Mine“ eine weitere EP, die per Crowdfunding finanziert wurde. 2015 folgte ihr Debütalbum „Never Happy Ever After“ auf Fearless Records. Im Sommer spielte die Band erstmals die komplette Warped Tour. 2017 erschien mit „Okay“ ihr zweites Album wieder auf Fearless Records. Darauf tourten sie mit Sum 41 und Senses Fail durch Nordamerika. Am 17. Mai 2018 veröffentlichten As It Is mit „The Wounded World“ eine neue Single und kündigten zugleich das dritte Album „The Great Depression“ für den 10. August diesen Jahres an.

Patty Walters begann seine Karriere mit Coversongs auf YouTube. „Das war damals meine Plattform“, erinnert sich der Frontmann von As It Is. „Myspace war nicht mehr angesagt, facebook war nicht mein Ding. So sah ich mir einige YouTuber an, was mich auf die Idee brachte, einige Coversongs hoch zu laden. Meine Freunde haben sich die Titel angesehen, das hat mich bestärkt. Über die Jahre ist daraus ein Riesending mit 200.000 Abos geworden. Unglaublich!“ Seine Präsenz auf YouTube habe auch seiner Band As It Is geholfen, meint Walters. „In Brighton hatten wir bereits viel gespielt, aber als wir nach Glasgow kamen, konnten die Leute die Texte mitsingen. Der Grund, aus dem uns Leute in den USA, Australien und Asien kennen, liegt meist an meinem YouTube Kanal.“

Gefragt nach den Einflüssen seiner Band, antwortet Walters: „Alle Mitglieder von As It Is haben einen verschiedenen musikalischen Hintergrund, aber auch Gemeinsamkeiten. Einigen können wir uns auf Green Day, Blink 182, New Found Glory, Motion City Soundtrack, The Starting Line und Jimmy Eat World. Aber inzwischen inspirieren uns auch Platten, die dunkler, vielfältiger, poppiger und experimenteller sind.“

Mansionair (ABGESAGT!) @ YUCA
Nov 22 um 20:00

Foto: Melissa Scheinberg

Leider musste die Show von Mansionair am 22.11. im YUCA abgesagt werden. Tickets können dort zurückgegeben werden, wo sie gekauft wurden.

Mit ihren neuen Songs setzen Mansionair wieder Maßstäbe und die jüngste Single „Violet City“ erst recht. Der bittersüße Elektroklang, der die Hook umschwebt wie ein Schwarm Schmetterlinge, sorgt beim Zuhörer für Vorfreude, dass da bitte bald noch mehr komme. Jack Froggatt, Lachlan Bostock und Alex Nicholls aus Sydney schaffen es wieder, mit ihrem relaxten Synth-Pop eine klar gefasste Stimmung zu erzeugen und dieses Mal gleichzeitig auch im Club zu funktionieren. Nicht Uptempo, sondern sehr smooth und mit fließendem Falsett-Gesang geht der Track ins Ohr und sorgt doch für Bewegung. Seit rund vier Jahren arbeitet das Trio jetzt zusammen und hat doch nichts Geringeres geschafft, als ein Genre zu revolutionieren. Schon die erste Single „Hold Me Down“ war weltweit ein überragender Erfolg, den die Multiinstrumentalisten auch live hervorragend umsetzten. Nicht umsonst folgten Einladungen von Größen wie Chvrches, ALT-J oder Florence & The Machine, sie auf ihren Touren zu begleiten. Dieses Jahr haben die Australier ihren Bezugsort verlagert und wollen die Zeit, die sie nicht auf Tour und bei den Festivals unterwegs sind, in den USA verbringen. Hoffentlich, möchte man hinzufügen, um viele weitere dieser unglaublich eindringlichen Songs zu produzieren und endlich die Arbeit an einem Debütalbum abzuschließen. Der Sound von Mansionair wirkte stets so, als spaziere man in einem warmen Nebel: ein bisschen unheimlich, Vertrautes wirkt ungewöhnlich und doch fühlt man sich geborgen in diesen Atmosphären und Bildern. Mit „Violet City“ haben sie dem Ganzen noch einen Beat hinzugefügt, der einen langsam tanzen lässt. Das verspicht viel für die Konzerte, die Mansionair im November bei uns spielen werden.

The Frights @ MTC
Nov 22 um 20:00

Foto: Rowan Daly

„Hypochondriac“, das dritte Album von The Frights, ist voller Hymnen und süchtig machender, catchy Songs über Furcht und Frustration. Das liegt an Sänger und Gitarrist Mikey Carnevale, der nach eigenem Bekunden manchmal ein paranoides Kind sein könne, wenn es um die Angst vor eingebildeten Krankheiten geht. Und man sollte es kaum glauben, was für eine gute Laune diese Platte trotzdem verbreitet. Die Stücke überzeugen weniger durch punkigen Krach und mehr durch ihre lässige Pop-Attitüde und den gepflegt ironischen Umgang mit den Lyrics. Das wird beispielsweise im trashig-luxuriösen SplatterVideo zum Vorabtrack „Me And We And I“ mit strahlendem Himmel, teuren Jachten und einer Menge Blut zum Ausdruck gebracht. Produziert wurde die Platte von Fidlar-Frontmann Zac Carper – was dem Sound und auch den Songs gut getan hat, die dieses Mal auf einer akustischen Gitarre komponiert wurden statt wie bislang auf einer elektrischen. „Ich wollte bisher immer möglichst laut sein“, sagt Songwriter Carnevale, „damit die Kids moshen können. Aber dieses Mal war mir das egal.“ Das passt, möchte man hinzufügen, auch zur Thematik von „Hypochondriac“: Selten wird mit solcher Nonchalance über die hässlichsten Gefühle gesungen, gibt es derartige Wohlfühl-Hooks zu schmerzlichen Lyrics zu hören. Und live, da kann man sich sicher sein, werden The Frights bestimmt wieder in die laute Spur zurückfinden. Im August steht die Pflichtplatte für Hypochonder und alle anderen, die soliden und melodiösen Surf- und Pop-Punk schätzen, in allen Läden on- und offline, im November kommen The Frights dann zu uns auf Tour.

Lydmor @ Stereo Wonderland
Nov 22 um 20:30

Lydmor ist die 25-jährige dänische Songwriterin Jenny Rossander. Trotz ihres jungen Alters hat sie in ihrem Heimatland bereits ein sehr erfolgreiches Soloalbum veröffentlicht sowie zusammen mit Tomas Høffding von whomadewho eine gemeinsame Platte herausgebracht. Mit diesem Album tourten Lydmor und Tomas im vergangenen Jahr durch ganz Europa und spielten auch in Deutschland einige umfeierte Tourdaten. Nebenbei findet die Sängerin immer wieder Zeit und Muse mit anderen Bands und Künstlern zu kollaborieren, wie beispielsweise zuletzt mit Amanda Palmer. Nach ihren unzähligen Projekten ist es für Lydmor 2017 endlich wieder Zeit sich auf ihre Soloarbeiten zu konzentrieren und neue eigene Songs zu veröffentlichen, die dann auch live auf die Bühnen gebracht werden wollen: Zwischen Keyboard, Loopgeräten und Drumpads wirbelt die 25-jährige ungestüm auf der Bühne hin und her und zieht spätestens mit ihrer eindrucksvollen Stimme alle in ihren Bann.

Nov
23
Fr
2018
Dinner Musical @ MS Moby Dick
Nov 23 um 19:00

Wenn Sie Musicals lieben und einen ganzen Abend in himmlischen Melodien schwelgen möchten, dann gibt es für Sie unser Dinner-Musical. Vergessen Sie für einige Stunden den Alltag und genießen Sie Ihre Lieblingslieder, die wir mit viel Liebe für Sie inszeniert haben. Unsere fantastischen Sänger in originalgetreuen Kostümen, bringen mit spektakulären Szenen den Glanz der großen Shows in greifbare Nähe.

Hier sind Sie „hautnah dabei“!

Sie können dem „Phantom“ der Oper nicht nur direkt ins Gesicht blicken, sondern Sie sind den Musicalstars so nah, dass Sie die Träne im Auge von „Elisabeth“ glitzern sehen und den kalten Atem des „Vampirs“ in Ihrem Nacken spüren können. Bei uns gibt es keine weit entfernte Bühne, sondern hier sind Sie direkt im Geschehen. Ein individuelles und unvergleichliches Erlebnis!

Wir präsentieren unter anderem Highlights aus dem „König der Löwen“, und „Phantom der Oper“, aus „Elisabeth“, „Cats“, „Starlight Express“, „My fair Lady“ und der „Westside Story“ bis hin zu „ABBA“, „Amadeus“ und „Wikked”, der größten Neuigkeit vom Broadway! Dazu servieren wir ein vorzügliches 4-Gänge-Menü. Zusammen mit den kulinarischen Köstlichkeiten wird Ihnen dieser Abend unvergessen bleiben.

Frank Turner & The Sleeping Souls @ Mitsubishi Electric HALLE
Nov 23 um 19:30

Foto: Ben Morse

Erst im November erschien mit „Songbook“ das (erste) Best-of-Album des wunderbaren Frank Turner. Jetzt hat der Brite angekündigt, dass er weiter an großartigen Stücken arbeitet: Im Mai erscheint mit „Be More Kind“ das siebte Studioalbum des charismatischen Sängers, Gitarristen und Songwriters. Nach „Positive Songs For Negative People“ folgt nun also die Aufforderung, doch ein wenig freundlicher zu sein. Turner wird scheinbar altersmilde, wenn man sich die Titel seiner Platten so ansieht. Doch das täuscht: Der 36-Jährige ist weder alt, noch milde. Inhaltlich geht es Turner um Gefühle, Politik und deren Personal. Ursprünglich wollte er ein Konzeptalbum schreiben, das sich um große Frauen dreht, die die Geschichtsschreibung vergessen hat, doch dann „drehte die Welt kollektiv durch“, wie er selbst es beschreibt. Und so kommen wir zurück auf den Plattentitel, der aus einem Gedicht von Clive James stammt: Am Ende spiegelt das eigene Leben genau wieder, wie man andere Menschen behandelt hat. „Letztlich geht es bei ,Be More Kind‘ darum, dass meine persönlichen und die politischen Ideale zusammenlaufen müssen“, sagt Turner, es gehe um Empathie: „Wenn Du nicht mit Deinem Gegner reden kannst, läuft es auf die Stärke der Waffen hinaus. Und das ist, da sind wir uns hoffentlich einig, immer eine schlechte Idee.“ Klare Kante also wieder einmal von Frank Turner, der in seiner langen und äußerst erfolgreichen Karriere, weder mit seiner alten Punkband Million Dead, noch als Solist oder mit seinen Sleeping Souls, noch mit seiner Hardcore-Combo Möngöl Hörde, ein Blatt vor den Mund genommen hat. Nur wenige Songwriter können wie er ihre eigenen Erfahrungen und daraus resultierenden Ansichten derart in mächtige, allgemeingültige Lieder verwandeln, in einfachen Worten Persönliches zum Politischen machen, ohne dabei peinlich oder aufgesetzt zu wirken. So zum Beispiel in der ersten Single „1933“, einer wütenden Hymne, in der er rigoros mit dem hin und wieder gehörten Quatsch aufräumt, die neuen Rechten seien der neue Punkrock. Auch musikalisch geht Frank Turner wieder einmal neue Wege. Zusammen mit seinen Produzenten Austin Jenkins und Joshua Block hat er einen straighten Rocksound mit Synthesizerklängen kombiniert und dadurch eine besondere Atmosphäre geschaffen, die perfekt zum Inhalt der Stücke passt. Und natürlich geht Turner mit seinen neuen Songs auch wieder auf Tour. Rund 120 Termine sind für die erste Rutsche seiner Weltreise angesagt, darunter im kommenden Herbst elf Shows in deutschen Hallen.

Kolari @ The Tube
Nov 23 um 21:00

Foto: Christoph Eisenmenger

Holladiewaldfee, es knarzt wieder im Gebälk: Kolari setzen Ihre „Enemies With Benefits“-Tour 2018 fort und langen da hin, wo die Zahnwurzel der Zeit blank liegt. Die politisch Rechte auf dem Vormarsch, die zunehmende Entfremdung der Menschen untereinander, Meta-Gespräche wohin das Ohr hört und es interessiert niemanden, bzw. ärgert auch keinen. „Finster, finster!“ mag man da denken und schon mal den Schlaufenknoten googeln, aber nicht mit dem Quintett aus Hamburg. Kolaris Post-Hardcore ist zwar wütend, vertrackt, ausufernd und ganz schön durcheinander, schmeißt einem aber auch eine Schippe Läuterung ins Gesicht, so dass man sich erstmal gehörig die Augen reiben muss. Hoffnung als Fundament des Zorns, Stakkato als Lungenbefreier und über allem die rauchigen Shouts von Frontmann Stefan, der wirkt wie Rohrreiniger auf depressive Synapsen. Hat der Fünfer letzten Herbst erst mit „Fear / Focus“ allen Hörgewohnheiten einen Hinkelstein von einem Album in den Weg geschmissen, haben die Hamburger nicht lange die Hände in fremde Lenden gelegt und eine Split-EP mit ihren Buddies Hedger aufgenommen, die noch im Sommer das Licht der Welt erblicken wird. Eines steht fest: hier ist noch mächtig Druck auf dem Kessel und der muss raus. Zum Beispiel auf der kommenden Herbst-/Wintertour.