Termine

Mai
21
Mo
2018
Mummenschanz @ Philharmonie Köln
Mai 21 um 15:00

Seit über vier Jahrzehnten begeistert MUMMENSCHANZ mit seiner wortlos poetischen Kunst. Vom Broadway aus eroberte das legendäre Ensemble die ganze Welt. Seitdem prägen die „Meister der Fantasie“ die Theaterwelt und sind zum Inbegriff des zeitgenössischen Figurentheaters geworden. Nun macht MUMMENSCHANZ mit der neuen Bühnenshow you & me Station in Deutschland und wird dem Publikum ein im besten Sinne kindliches Vergnügen bescheren: lustig, melancholisch, witzig, romantisch, verblüffend, dramatisch und spannend zugleich. Denn durch sein einzigartiges Theater der Mimik und Gestik hat MUMMENSCHANZ einen universellen Zündstoff der Fantasie geschaffen, eine Sprache, die jeder versteht und jeden berührt. Sie werden staunen.

Das neue Programm you & me

Wo immer MUMMENSCHANZ auftritt, treibt die Fantasie jedes Zuschauers herrlichste Blüten. Mit den einfachsten Mitteln amüsiert und berührt MUMMENSCHANZ und zieht das Publikum in seinen Bann. Die große Nähe, die das Ensemble damit zwischen Spielern und Publikum schafft, ist einzigartig. Genau diese Intimität ist es, die das neue Programm you & me erweckt, mit Bildern und Figuren, die den Zuschauern lange in Erinnerung bleiben. Hier werden einfache Gegenstände zu unverwechselbaren Persönlichkeiten und der menschliche Makel zum Anlass befreienden Gelächters. Ein Programm, das Sie noch lange mit seiner wunderbaren Leichtigkeit beflügeln wird!

Shame @ YUCA
Mai 21 um 20:00

Foto: Matt Lief Anderson

In der Heimat der Wettbüros wird seit längerem ein Name heiß gehandelt: SHAME. Das Quintett aus London veröffentlichte am 12. Januar 2018 sein Debütalbum „Songs Of Praise“. Bereits kurz zuvor waren sie zusammen mit GURR auf ausgedehnter Deutschlandtour und brachten schon das Publikum beim Haldern Pop vergangenes Jahr zum kollektiven Ausrasten. Die Band hat sich in der jüngeren Vergangenheit bereits einen Status als eine der emotionalsten und aufregendsten Live Bands in UK erarbeitet. Ihre schweißtreibenden Shows haben sie während einer intensiven und zeitraubenden UK-Tour stetig weiterentwickelt. Auf persönliche Einladung von Billy Bragg hin, durften sie bereits auf der Left Field Stage des legendären Glastonbury Festivals auftreten. Nicht nur in UK zählen SHAME schon jetzt zu den Newcomern des Jahres, auch in Deutschland zeigt sich die Presse nahezu euphorisch. – „Dank Bands wie dieser wird Punk niemals dead sein.” (Musikexpress) – -„Wo sich die Class Of 2005 um Bloc Party und Maxïmo Park in der Irrelevanz verliert, reißen Shame das Maul auf und schleudern uns ein absolut mitreißendes Monster von Album ins Gesicht. Von dieser Band wird man 2018 noch viel sprechen.” (Intro) – – „Der klaustrophobische Sound des Debütalbums Songs Of Praise zitiert Bands wie The Fall, Television Personalities, Magazine, Wire oder Joy Division.” (Zeit Online) – Im Mai spielen SHAME ihre erste eigene Tour durch Deutschland und werden das Publikum erneut in Ekstase versetzen.

Unknown Mortal Orchestra @ zakk Halle
Mai 21 um 20:00

Vermutlich wären viele Menschen keineswegs glücklich darüber, würde man sie als „Nerd“ bezeichnen. Doch bei dem Neuseeländer Ruban Nielson, dem Kopf des Unknown Mortal Orchestras, der mittlerweile in Portland an der US-Westküste lebt, geht das nicht nur in Ordnung – er würde dies wahrscheinlich sogar als Kompliment empfinden. Anders ließe sich die stets spannende, aber nicht minder eigenwillige Musik, ebenso wie die Inhalte der Songs und auch das gesamte Artwork dieser Band, wohl kaum erklären. Seinen musikalischen Anfang nahm Nielson als Frontmann der Neuseeländer The Mint Chicks, die er mit seinem Bruder Kody bestritt und mit denen er drei Alben und mehrere EPs veröffentlichte. 2010 löste sich die Band auf, Nielson verzog sich in sein Kellerstudio und dachte seine musikalische Veräußerung noch einmal komplett neu an. Eine erste Meldung seines neuen Projektes fand man im Frühjahr 2010 auf Bandcamp, wo er den Song „Ffunny Ffriends“ hoch lud – nur den Song, ohne jede weitere Information. Über Nacht verbreitete sich der Song über die ganze Welt, zahllose Online-Blogs wiesen auf die grandiose Klasse dieses Lieds hin – und jeder fragte sich, wer der Urheber dieses besonderen Stücks Musik ist, das zwischen Psychedelic Rock, altem Soul, Indie, Garagen-Rock und LoFi-Attitüde oszillierte. Aus einer Laune heraus benannte Nielson den Interpreten seines Stückes als Unknown Mortal Orchestra. Es war der Auftakt zu einer musikalischen Reise, die sich bis heute immer weiter diversifiziert. Ein Jahr später, im Sommer 2011, erschien das selbstbetitelte Debütalbum dieses mysteriösen Orchesters, das zu diesem Zeitpunkt noch ein reines Soloprojekt von Ruban Nielson war. Medien und Fans zeigten sich begeistert, die Platte gewann den renommierten Taite Music Prize, der in jedem Jahr das beste neuseeländische Album auszeichnet. Zudem erhielt Nielson bei New Zealand Music Awards eine Ehrung „Best Male Artist“. Nun standen weltweite Livekonzerte an, hierfür rekrutierte Nielson nach und nach eine Band, die ihn bis heute begleitet und neben Nielson aus Bassist Jake Portrait, Schlagzeugerin Amber Baker und Keyboarder Quincy McCrary besteht. Bereits mit dem nächsten Album „II“ heimste das kleine Orchester weitere Preise ein, darunter erneut einen New Zealand Music Award. Internationale Tourneen, oft an der Seite der zu ihnen hervorragend passenden Grizzly Bear, mehrten den Erfolg. Es dürfte nicht viele Bands weltweit geben, die mit einem derart signifikant eigenen, extrem heterogenen Sound auf derart breites Interesse stoßen. Nachdem Nielson, der bis heute die Grundzüge seiner Musik in seinem Kellerstudio entwirft und erst dann in das Bandgefüge einbringt, auf „II“ inhaltlich alle Irrungen und Wirrungen einer Partnerschaft auslotete, beschäftigte sich das dritte, bislang letzte Album „Multi-Love“ mit den spannungsgeladenen Dynamiken, die sich aus Dreier- und offenen Beziehungen ergeben. Mit prägnanten Worten werden darin all die Schmeicheleien, Enttäuschungen, Gefahrenherde und Missverständnisse von Dreiecks-Beziehungen thematisiert, alles verpackt in extrem raumgreifende Musik, die dem Soul der 60er ebenso nahesteht wie dem Psychrock der 70er, dem LoFi-Klang der Neunziger sowie der Renaissance alter Keyboard-Sounds, die Nielson zum Teil durch Modifikationen an den Instrumenten komplett neu kreiert hatte. Kurz vor Weihnachten 2017 erschien, wie in jedem Jahr, ein kleines Weihnachtsgeschenk der Band: Das schlicht „SB-05“ betitelte 28 Minuten lange Spacerock-Indie-Monster lässt erahnen, dass das kommende, noch unbetitelte Album, dessen Erscheinen im Frühjahr immer wahrscheinlicher wird, die horizontweite Klangwelt des Unknown Mortal Orchestras noch einmal um viele weitere Klang-Facetten ausdehnen wird. Es bleibt eben, wie es ist: Ein echter Nerd tut nur das, was seine Nerdigkeit ihm diktiert. In diesem Fall könnte den Fans von herausragend eigener Musik nicht Besseres passieren.

Mai
22
Di
2018
Noah Kahan @ artheater
Mai 22 um 19:00

Foto: Alaina Mullin

Der Sänger und Gitarrist Noah Kahan benötigte exakt ein halbes Dutzend offiziell veröffentlichter Songs, um zu einem weltweiten Gesprächsthema innerhalb der Folk-Szene zu werden. Seine gefühlvolle Stimme, gepaart mit ausgezeichnetem Songwriting sowie einer sehr eigenen Produktion der Stücke genügten dem 21-Jährigen aus einer kleinen Stadt in Vermont, um nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen. Nach Tourneen an der Seite von Künstlern wie Ben Folds, Milky Chance, Anderson East und The Strumbellas sowie nach der Veröffentlichung seiner Debüt-EP „Hurt Somebody“ im Januar dieses Jahres gilt Noah Kahan als eine neue bedeutende Stimme des US-Folk, die in diesem Jahr mit Macht und Nachdruck die ganze Welt für sich einnehmen wird. Die Eroberung Deutschlands wird ihren Auftakt im Rahmen seiner ersten zwei deutschen Headline-Shows nehmen: Am 21. und 22. Mai gastiert Noah Kahan in Berlin und Köln.

Das Örtchen Strafford zählt weniger als 1.000 Einwohner, es liegt fernab jeder größeren Stadt in den Wäldern Vermonts und gilt als einer der Orte mit dem bis heute schlechtesten Handyempfang in den gesamten USA. Hier wuchs Noah Kahan als Sohn eines Baumschulbesitzers auf. Ein Naturbursche, wie er im Buche steht, eine Kindheit, die zwischen Wald und Lagerfeuer ihre Entfaltung fand. Neben der Natur galt das Interesse von Noah aber seit jeher der US-amerikanischen Folk-Tradition. Schon früh brachte er sich das Gitarrespielen selber bei und begann bereits im Alter von acht Jahren, eigene Songs zu komponieren. Die ersten Jahre trainierte er seine Qualitäten unter eher suboptimalen Bedingungen, wie er selber lachend eingesteht: „Ich war es gewohnt, entweder in leeren Clubs aufzutreten – oder als Hintergrunduntermalung in Restaurants, wo sich aber alle nur auf das Essen und ihre Gespräche konzentrieren.“ Immerhin brachten ihn diese Erfahrungen dahin, ganz in seine eigene Kunst zu vertrauen und von Anbeginn seinen eigenen Weg zu gehen.

Seine großen Qualitäten als Komponist wurden von einigen Größen der US-amerikanischen Songwriter-Szene entdeckt: Nach und nach wurde er von renommierten Song-Ghostwritern wie Dan Wilson (Adele), Scott Harris (Shawn Mendes), oder Chris DeStefano (Carrie Underwood) zu Sessions eingeladen und schliff damit seine Qualitäten als eigenständiger Künstler nachhaltig. Über diese Kontakte gelangte er an den Grammy-verzierten Produzenten Joel Little (Lorde, Khalid), der in Noah einen Künstler von herausragender Qualität ausmachte und mit ihm zusammen einen sehr eigenständigen, für den Folk ungewöhnlich groovenden Klang erschuf. 2016 erschien mit dem Song „Young Blood“ die erste gemeinsame Arbeit, ein Stück, das unmittelbar bis auf Platz 5 der US-Viral-Charts stieg und schnell mehr als 10 Millionen Streams weltweit einsammeln konnte.

Im vergangenen Jahr legte Noah Kahan Song für Song nach, und mit jedem weiteren online veröffentlichten Stück wuchs in den USA die Anerkennung für seinen besonderen Stil, der irgendwo zwischen Bon Iver, Vance Joy und Ben Howard liegt. Lieder wie „Hold It Down“ und „Sink“ stiegen ebenfalls hoch in die Online- und Viral-Charts und mehrten den Eindruck, dass hier ein ganz besonderer Künstler am Werk ist. Im Rahmen zahlloser Support-Tourneen quer durch die USA wurde offensichtlich, dass hier ein wirklich außerordentlicher neuer Folk-Künstler zu junger Blüte reift.

Der Titelsong seiner ersten EP „Hurt Somebody“ erweist sich dabei als der vorläufige Höhepunkt seines Tuns: Innerhalb von nur fünf Tagen nach Veröffentlichung blickte das Stück auf rund 1,5 Millionen weltweite Streams. Der Aufstieg von Noah Kahan darf damit gut und gern als kometenhaft beschrieben werden. Zu Recht, wie jeder bestätigen wird, der die Gelegenheit bekommt, Noah Kahan und seine berührenden Songs live zu erleben.

DYLYN @ Theater "die wohngemeinschaft"
Mai 22 um 20:30

Am 23.02. erscheint DYLYNs Debüt-EP Sauvignon and a Kimono. Darauf enthalten sind auch die bereits veröffentlichten Singles „Mimosa“ und „American Nightmare“, welche 2017 bereits im deutschen Radio zu hören waren. Die sieben Songs auf Sauvignon and a Kimono entstanden zum Großteil unter Beteiligung von Songwriter und Produzent Colin Munroe, der bereits mit Künstlern wie Sky Ferreira, Drake und Kendrick Lamar gearbeitet hat.

„Auf einem meiner Konzerte traf ich Colin Munroe. Es klickte sofort zwischen uns und ich hatte eine musikalische Offenbarung. Ich hatte genug davon, dem jeweils neuesten musikalischen Trend hinterher zu hecheln und war bereit, meinen eigenen Sound zu kreieren”, sagt DYLYN über diese Zeit.

Ihre Debütsingle „Mimosa“, befasst sich mit Angstzuständen in der Phase ihres Lebens, die unter anderem zu der Entscheidung führte, ihre musikalische Ausrichtung neu zu definieren. Sie sagt dazu: “Die letzten Jahre waren hart, gefüllt mit Verlust, Herzschmerz und Wut. Gelegentlich gibt es Momente im Leben, die uns eine raue und augenöffnende Erfahrung verpassen. Das hat mich aus einer Art Benommenheit rausgerissen. Ich hatte das Gefühl, dass ich mir nicht treu geblieben war. Ich fing an den Weg, auf dem ich mich befand, zu hinterfragen und beschloss, zu meinen Wurzeln zurück zu kehren. ’Mimosa’ ist genau das – sowohl musikalisch wie auch thematisch.”

„Mimosa“ schaffte es nach einer Premiere auf dem renommierten Blog NYLON nicht nur in die Spotify Viral Top 50 in Deutschland und ihrem Heimatland Kanada, sondern auch in die Top 10 der Most Popular Songs auf dem Blogtrendbarometer Hype Machine.

Auch wenn DYLYN in allen Songs auf Sauvignon and a Kimono sehr persönliche Themen verarbeitet, behandeln ihre Titel Probleme, die auch Menschen über DYLYNs Generation hinaus immer wieder erleben. „Secret“ zum Beispiel behandelt die Untreue in der Beziehung der eigenen Eltern. NYLON beschreibt den Song als “A true breath of fresh air” und DYLYN sagt dazu: “‘Secret’ wurde zur Therapie, es half mir, mit dieser verrückten Sache klarzukommen, die so vielen Menschen widerfährt, aber oft ein Tabuthema bleibt.“

„American Nightmare“ schließlich dreht sich um ihre Generation, die “…viel mehr im Einklang mit den eigenen Emotionen und der eigenen Identität ist, als es die vorherigen Generationen waren. Der ‘American Dream’ ist nicht mehr derselbe wie einst. Es gibt keine Altersgrenze, Gender oder Regeln, die vorschreiben, was wir im Leben zu tun haben. In ‘American Nightmare’ geht es darum, den eigenen Weg festzulegen und nach den eigenen Regeln zu spielen. Ich weiß nicht, was die Zukunft für mich bereit hält, aber im Moment, bin ich dabei herauszufinden, wer ich bin, und erkunde noch diesen ungewöhnlichen Pfad, auf dem ich mich befinde.”

Bevor sie das tut hat sie aber mit Sauvignon and a Kimono eine EP geschaffen, die den seltenen Spagat zwischen eingängigen und zugleich kantigen Popsongs und bedeutungsvollen Texten schafft.

Fuck Yeah (ABGESAGT!) @ Blue Shell
Mai 22 um 21:00

Foto: FUCK YEAH

Das Konzert von FUCK YEAH am 22.05. im Blue Shell musste abgesagt werden. Karten können an den jeweiligen VVK.-Stellen zurückgegeben werden!

Oops … they did it again. Keine Atempause, Geschichte wird gemacht. Als Fuck Yeah 2015 scheinbar aus dem Nichts in München auf der Bildfläche erschienen, wunderten sich manche, was da vor sich ging. Statt sich jahrelang im Proberaum einzuschließen und dann schüchtern auf die Nachwuchsbühnen hochzuarbeiten, legte das Quartett gleich mal einen Kickstart hin. Zwei Wochen nach Bandgründung der erste Auftritt, nach wenigen Monaten direkt Aufnahmen zur ersten EP, kurz darauf Albumaufnahmen. Als im Juli 2016 das selbstbetitelte Debüt erschien, standen bereits gemeinsame Gigs mit Acts wie den Algiers, Maxïmo Park, Frightened Rabbit oder den The Last Things auf der Habenseite. Und das Album machte die Runde. Die erste Single „C’mon“ kam in die Top 10 der Campus-Charts, „Rock’n’Roll Was Here To Stay“ wurde vom BR/Zündfunk in die Top 50-Songs aus Bayern 2015 gewählt, der Rolling Stone nahm „Please please please“ auf dessen New-Noises-CD, das Video zu „Fuck Yeah“ mit Schriftsteller Franz Dobler sorgte für Aufsehen in der Literaturszene.

So weit. So gut. So schön.

Jetzt also Album Nummer zwei. Erneut in wenigen Tagen auf der „Funny Farm“ in den Bone Studios zwischen Hühnern und Igeln abseits des Trubels aufgenommen, arbeiten Fuck Yeah weiter an ihrer Vorstellung, wie Rockmusik im Jahr 2018 zu klingen hat. Ohne Rücksicht auf Verluste greifen sie ohne falsche Bescheidenheit all die schönen Früchte vom Baum der Musikgeschichte, die gut riechen und schön aussehen. Das kann kratziger New Wave sein, krachiger Surfsound, nerdiger Slacker-Indierock, verspulter Kraut-Noise oder augenzwinkernder Disco-Soul. Und wenn sie auf Rock mal keine Lust haben, dann setzen sie sich ans Piano und spielen einen Walzer, why not? Erlaubt ist, was Spaß macht. Ob das der Musikerpolizei gefällt, ist ihnen reichlich scheißegal. Am Ende zählt der Song, und der kann bei Fuck Yeah in vielen verschiedenen Farben leuchten, wie die beiden Versionen von „Bar With No Beer“ zeigen.

Fuck Yeah haben keine Angst vor großen Gesten und voluminösen Klängen. Solange sie dabei nicht größenwahnsinnig werden und auch immer wieder andächtig in sich zusammensacken, ist alles gut.

Mai
23
Mi
2018
G-Eazy @ Palladium
Mai 23 um 19:30

Gerald Earl Gillum, wie G-Eazy mit bürgerlichem Namen heißt, ist kein Musiker, dem der Erfolg urplötzlich in den Schoß gefallen ist. „Easy“ war der Weg des heute 28-Jährigen nämlich keineswegs, sondern hart erarbeitet. So klettert er seit gut sieben Jahren Sprosse für Sprosse auf der Erfolgsleiter nach oben und erreichte mit seinem 2014 veröffentlichten offiziellen Debütalbum „These Things Happen“ großen Erfolg in den USA und vielen weiteren Ländern. Am 15. Dezember erschien sein drittes Album „The Beautiful & Damned“, das in den US-Billboard-Charts bis auf Platz 3 stieg und auch in England und Deutschland hoch in die Hitlisten kletterte. Zwischen dem 9. und 23. Mai kommt G-Eazy für sechs Konzerte in den deutschsprachigen Raum, mit Konzerten in Berlin, München, Wien, Zürich, Offenbach und Köln.

Der Rapper, Songwriter und Produzent G-Eazy begann, seine Musikkarriere während seines Studiums an der Loyola University in New Orleans zu forcieren, nachdem er in Oakland, Kalifornien inmitten einer jungen, aufstrebenden Hip-Hop-Szene aufgewachsen war. Ohne Label im Rücken veröffentlichte G-Eazy zwischen 2007 und 2012 insgesamt sieben Mixtapes, die er über seine Website und MySpace vertrieb. Der Durchbruch gelang ihm im Sommer 2011 mit seiner Version des Dion Dimucci-Hits „Runaround Sue“: Er verpasste dem Sound der 60er mit zeitgemäßen Beats und seinen ausgefeilten Rap-Parts eine Frischzellenkur und nahm zudem Greg Banks für den Refrain mit an Bord.

Bei YouTube gingen die Klicks innerhalb kürzester Zeit durch die Decke – mittlerweile zählt er knapp vier Millionen Abonnenten seiner YouTube-Seite und blickt auf mehr als 1,7 Milliarden Video-Klicks. Und so dauerte es nicht lange, bis er zum „James Dean des Rap“ erkoren wurde. Die großen Namen der Branche wurden auf G-Eazy aufmerksam, was dazu führte, dass er bereits für Rapper wie Drake, Snoop Dogg oder Lil Wayne als Support Act auf der Bühne stand. Sein 2012 ausschließlich in den USA veröffentlichtes Independent-Album „Must Be Nice“ schaffte es auf Platz 3 der iTunes Hip-Hop-Charts. Ein Erfolg, den er mit dem 2014 erschienenen Nachfolger „These Things Happen“ natürlich noch toppen konnte: Platz 3 in den US-Billboard-Charts sowie die Spitzenpositionen in den US-amerikanischen Rap- und R’n’B-Charts.

Ende 2015 stand der nächste Schritt in seiner Karriere an: Da erschien das Album „When It’s Dark Out“, mit dem er erstmals auf große Welttournee ging. Zwischen November 2015 und Ende Januar 2016 veröffentlichte er überdies gleich vier Singles, die weltweit für zahlreiche Chartsnotierungen sorgten: Die beiden um Weihnachten herum veröffentlichten Songs „Random“ und „Drifting (feat. Chris Brown)“ waren vor allem in den USA erfolgreich, der Song „You Don’t Own Me (Grace feat. G-Eazy)“ wurde insbesondere in Großbritannien zu einem Hit mit einem 4. Platz in den Single-Charts. Und mit dem in den USA bereits Ende November veröffentlichten und in Europa im Januar erschienenen Song „Me, Myself & I (feat. Bebe Rexha)“ gelang ihm sein erster internationaler Hit sowie seine erste Top-10-Platzierung in den deutschen und österreichischen Single-Charts.

Der Boden für sein neues, im vergangenen Dezember erschienenes, Album „The Beautiful & Damned“ war damit optimal bereitet. Begleitet von den weltweit hoch in die Charts gestiegenen Singles „No Limit (feat. A$AP Rocky & Cardi B)“ sowie dem gemeinsam mit Halsey eingespielten, sehr gefühlvollen Duett „Him & I“, mit dem ihm – neben vielen anderen Nationen – auch Top-10-Platzierungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz glückten, befindet sich der kraftvolle MC, der den Rap-Sound des Zeitgeistes derart brillant auf den Punkt zu bringen versteht, weiterhin im konsequenten Aufwind einer großen internationalen Karriere. Damit ist G-Eazy mehr als gut aufgestellt für seine anstehenden Konzerte im deutschsprachigen Raum.

Katy Perry @ LANXESS arena
Mai 23 um 20:00

Auf ihrem neuen Album »WITNESS«, das am 9. Juni erscheint beschäftigt sich Katy Perry mit den vielen Veränderungen in ihrem eigenen Leben als auch mit denen in der Welt.

Und tatsächlich wird, wenn man die bisher bekannten Songs zum Maßstab nimmt, »WITNESS« eine spannende Angelegenheit.

Da gibt’s zum einen den schmackhaften Clubhit »Bon Appétit« und zum anderen »Chained To The Rhythm« und »Swish Swish«, clever getextete Pop-Ohrwürmer, denen man sich nur zu gerne ergibt.

WITNESS: The Tour ist Katy’s erste Tour seit der Prismatic Welttournee 2014/15 in deren Rahmen sie über 150 Konzerte spielte und die vom amerikanischen Rolling Stone als „eine Show die die Netzhaut zerstört und das Publikum wegbläst“ gepriesen wurde.
Wer Katys Schaffen im Blick hat weiß, dass sie ihre Entertainerinnen-Qualitäten bisher noch mit jeder Tour getoppt hat.
Bei den besagten Shows der Prismatic Welttournee konnte man zum Beispiel knallbunten Pharaonen beim Breakdancen zuschauen, oder einen der lebendig gewordenen und durchs Publikum laufenden Emojis herzen.

Eins steht fest: bei Katy Perry kann auf, vor und über der Bühne einfach alles passieren. In Deutschland kann man sich 2018 wieder live davon überzeugen!

Kyary Pamyu Pamyu @ Die Kantine
Mai 23 um 20:00

1993 erblickte Caroline Charonplop Kyary Pamyu Pamyu, so ihr kompletter Name, in Tokyo das Licht der Welt. Bereits in der High School machte Kyary mit ihren ungewöhnlichen Outfits auf sich aufmerksam und arbeitete als Harajuku-style Fashion Model.

Kyary´s erstes Mini-Album, produziert von Yasutaka Nakata (Capsule), wurde 2011 von Warner Music Japan veröffentlicht. Im Mai des darauffolgenden Jahres erschien bereits ihr erstes komplettes Album „Pamyu Pamyu Revolution“, gefolgt von ihrer ersten Tournee in Japan bei der Kyary unter anderem im legendären Nippon Budokan auftrat.

Im Juli 2014 veröffentlichte sie ihr drittes Studioalbum „Pika Pika Fantajin“ und erzielte damit Spitzenplatzierungen in den Tages-, Wochen- und Monatscharts der japanischen Oricon Inc. Zwei EPs, „Mondai Girl“ und „Crazy Party Night“, folgten 2015. Das Compilation Album „KPP Best“, welches 2016 anlässlich des 5-jährigen Jubiläums ihres Debüts erschien, wurde von der Recording Industry Association of Japan mit Gold ausgezeichnet.

Vier Jahre nach ihrem ersten Konzert in Deutschland kommt Kyary Pamyu Pamyu für 2 Konzerte zurück nach Köln und Berlin.

Madsen @ Zeche Bochum
Mai 23 um 20:00

Foto: Dennis Dirksen

Endlich wieder mehr Madsen: Neues Album – neues Liveprogramm. Den Auftakt zum Madsen-Jahr 2018 machen drei exklusive Shows in familiärer Atmosphäre, bevor es im Herbst auf ausgedehnte Release-Reise zum 7. Studioalbum „Lichtjahre“ geht.

 

 

 

NightWash Live @ Gloria Theater
Mai 23 um 20:00
Mai
24
Do
2018
Die Toten Hosen @ Stadion Essen
Mai 24 um 17:30

Foto: Paul Ripke

Die Argentinienreise war ein voller Erfolg, die Konzerte im November und Dezember sind so gut wie restlos ausverkauft. Eigentlich könnten die Toten Hosen hochzufrieden sein, doch die Stimmung ist getrübt. Gitarrist Michael Breitkopf: „Wir haben 2017 zu oft leichtfertig gespielt und dadurch unnötig viele Punkte liegenlassen. Vor allem gegen vermeintlich schwächere Gegner. Das muss sich in 2018 ändern.“ Deshalb wurde jetzt ein Starcoach an die Ronsdorfer Straße geholt, dessen Erfahrung und Leidenschaft die Düsseldorfer Traditionsmannschaft wieder zu altem Ruhm und Glanz führen sollen. Frischer Wind also hinter den Kulissen des Rekordmeisters. Mannschaftskapitän Campino: „Mit der Verpflichtung dieses Mannes ist unserem Management ein großer Coup gelungen. Mit ihm wollen wir nicht nur den Anschluss zur Tabellenspitze halten, sondern in punkto Pokal und Meisterschaft 2018 ein gehöriges Wörtchen mitreden. Wer uns kennt, weiß, dass wir uns jetzt für den neuen Trainer, den Verein und unsere Fans zerreißen werden.“

Semino Rossi @ Mitsubishi Electric HALLE
Mai 24 um 19:30

Semino Rossi ist ein wahrer Gentleman, er steht wie kein anderer für niveauvollen, eleganten und trotzdem partytauglichen Schlager. Die Fans lieben diesen einzigartigen Stil und machten Semino Rossi zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Sänger der letzten 15 Jahre. Nachdem er bei seiner letztjährigen Tour „Amor-Die schönsten Liebenslieder aller Zeiten“ eher ruhigere Töne anschlug, steht bei der Tournee 2018 wieder Feiern im Semino-Rossi-Stil an. Sowohl die Songs aus dem neuen Studio-Album „Ein Teil von mir“ (erscheint am 23.6.2017) als auch die heißgeliebten früheren Hits wird er mit einer mitreißenden Show auf die Bühnen bringen. Und diese Bühnen sind im Jahr 2018 etwas ganz Besonderes: es wurden bewusst Locations mit sehr exklusiver Atmosphäre ausgewählt, deren edles und wertiges Ambiente ein unvergessliches und persönliches Konzerterlebnis garantiert. Die Fans dürfen sehr gespannt sein, wenn sich der Gentleman des modernen Schlagers einmal mehr neu erfindet. Ein weiteres Highlight für seine Anhänger wird die Uraufführung der neuen Single „Wir sind im Herzen jung“ am 25. März 2017 in Florian Silbereisens TV-Show „Schlagercountdown – Das große Premierenfest“ (ARD/ORF).

St. Michael Front @ Blue Shell
Mai 24 um 21:00

Foto: Anke Schmidt

Wer 2018 vom Ende der zerstörerischen Kräfte im spirituellen Sinne („Ahriman“) überzeugt ist, ist schlichtweg großer Fan der St. Michael Front. Denn das Darkpop-Duo veröffentlicht am 20. April sein Debüt-Album „End Of Ahriman“. Für eingeschworene Fans ist die St. Michael Front spätestens seit ihrer EP-Veröffentlichung „In The Wake Of A New Dream“ aus dem Jahr 2016 und ihrem Hit „Once“ ohnehin ein funkelnder Stern am Pop-Firmament. Benannt nach dem heiligen Erzengel St. Michael, dem Bezwinger Satans, liefern sie den Soundtrack zum Michael-Zeitalter, in dem wir uns nach dem Esoteriker und Begründer der Anthroposophie Rudolf Steiner längst befinden. Bis in das Jahr 2400 hinein, dann wird ein gewisser Oriphiel die himmlische Herrschaft übernehmen. Finstere Zeiten kommen da auf die Enkelkinder unserer Enkelkinder zu, die sich auf Erden längst unter den Verehrern von St. Michaels Gegenspieler andeuten: Mammon. Aber wenn die finsteren Mächte am Schrecklichsten wüten, so leuchtet auch das hellste Licht! Zurück also zur St. Michael Front. Zurück zum „End of Ahriman“: Wer Goethes „Faust“, Miltons „Paradise Lost“ und die eingeweihten Schriften von Rudolf Steiner kennt, weiß auch worauf wir uns bei diesem Bandnamen und Album-Titel einlassen: Mit Engelstrompeten und Donnerpauken gehen sie mit uns durch das Dornental des Menschenbildes und zeigen uns seine Abgründe in den schillerndsten Farben auf.

Hier triff der Revolverheld-Cowboy auf den schwarzen Gralsritter sowie den Samurai im Badstanding. Eine Collage aus B-Movie-Melodien, kathartischer Erlösung und schwarzem Humor! 12 begnadete Hits für die „neue spirituelle Erneuerung“. Darkwave trifft auf karibische Rhythmen, Pop auf den Wicker Man-Soundtrack. Mariachi-Trompeten auf New-Age-Synthesizer-Flächen, Pauken auf Westerngitarren, Gothik auf Folk. Über allem triumphiert ein Timbre, das uns in jedem Moment Befreiung, aber vor allen Dingen Schutz verspricht! Die Mitglieder der St. Michael Front selbst sind mit spirituellen starken Gruppen wie The Who und Throbbing Gristle groß geworden. Ausschließlich Bands also, um die herum sich noch heute sektenartig Jünger*innen scharen. Das erzkatholische Volk glaubt übrigens bis heute daran, dass Michael ein Verzeichnis der guten und schlechten Taten eines jeden Menschen erstellt und am Tage des jüngsten Gerichts Gott höchstpersönlich vorlegt. Wir tun also alle nicht schlecht daran, sofort Fans der St.Michael Front zu werden. Und an ihre Musik und Vision zu glauben. Zwei tapfere Gesellen im Kampf mit den Dämonen in einer Wall Of Sound, die größer ist, als das irdische Leben. „Wir stehen am Anfang einer Spirituellen Revolution!“…prophezeien sie uns, wie es vor 100 Jahren bereits die alten Theosophen taten! Lasst uns mit ihnen den guten Willen in die Welt tragen! MICHAEL IN EUCH! Das Pfeifen aus „Thank You For Nothing“ wird uns auf diesem Weg begleiten. PS: Wussten Sie eigentlich das Rudolf Steiner und Blixa Bargeld ein perfektes Paar in der Rubrik „Bei der Geburt getrennt“ abgeben würden…?

Mai
25
Fr
2018
Die Toten Hosen (Zusatztermin!) @ Stadion Essen
Mai 25 um 17:30

Foto: Paul Ripke

Die Argentinienreise war ein voller Erfolg, die Konzerte im November und Dezember sind so gut wie restlos ausverkauft. Eigentlich könnten die Toten Hosen hochzufrieden sein, doch die Stimmung ist getrübt. Gitarrist Michael Breitkopf: „Wir haben 2017 zu oft leichtfertig gespielt und dadurch unnötig viele Punkte liegenlassen. Vor allem gegen vermeintlich schwächere Gegner. Das muss sich in 2018 ändern.“ Deshalb wurde jetzt ein Starcoach an die Ronsdorfer Straße geholt, dessen Erfahrung und Leidenschaft die Düsseldorfer Traditionsmannschaft wieder zu altem Ruhm und Glanz führen sollen. Frischer Wind also hinter den Kulissen des Rekordmeisters. Mannschaftskapitän Campino: „Mit der Verpflichtung dieses Mannes ist unserem Management ein großer Coup gelungen. Mit ihm wollen wir nicht nur den Anschluss zur Tabellenspitze halten, sondern in punkto Pokal und Meisterschaft 2018 ein gehöriges Wörtchen mitreden. Wer uns kennt, weiß, dass wir uns jetzt für den neuen Trainer, den Verein und unsere Fans zerreißen werden.“

Newmen & Len Sander @ artheater
Mai 25 um 19:30

Zwei Bands, zwei Alben, zwei Länder – ein bewusstseinserweiternder Abend. Die Electronic Indie/New Wave-Outfits NEWMEN (Frankfurt) & Len Sander (Schweiz) begeben sich gemeinsam mit ihren neuen LP´s „Soft Ware“ & „The Future Of Lovers“ auf Deutschlandtournee!

NEWMEN
»Soft Ware« (VÖ am 04.05.18 @ Ferryhouse Rec.)

Aufgeräumte Eleganz und schillernde Seelenruhe: In diesem Ton beantworten NEWMEN die Frage nach der Originalität in der Postmoderne. »Soft Ware«, der zweite Longplayer und insgesamt vierte Release der Band aus Frankfurt am Main, serviert unaufgeregt komplexe Kompositionen zwischen Wave, Krautrock und Pop. In Zusammenarbeit mit dem Produzenten Elias Förster (Sea Moya, Still Parade) ist ein leichtgängiges Album entstanden, das beharrlich die Idee – oder die Illusion? – des Neuen umspielt. Retromanie und Neomanie, Analog und Digital, Rückwärts und Vorwärts – diese Platte lässt Gegensätze geradezu genüsslich verschwimmen und erschließt mit jedem ihrer 13 Tracks einen neuen Betrachtungswinkel.

Bemerkenswert unaufgeregt entlarvt das Quintett dabei die Taschenspielertricks moderner Konsumkultur, löst Etiketten ab und fügt der Wertschöpfungskette ein Glied hinzu, indem es die Mechanismen des Mainstreams im Tanzschritt ad absurdum führt. Nicht ohne ein Augenzwinkern haben NEWMEN ihr neues Album »Soft Ware« genannt – in Anspielung auf Form wie Inhalt der gegenwärtigen Zeit. Denn die »Soft Ware« ist immer auch die »softe Ware«, sprich: sanft, weich und zugleich irgendwie ungreifbar. Auch das Produkt Musik kann dieser Entwicklung nicht entfliehen. Paradox? Vielleicht. Aber aktueller denn je – und noch dazu ungemein faszinierend.

Dieses Gedankenspiel prägt den stilistischen Fingerabdruck der Platte, die durch ihre ironische Brechung in Inhalt wie Form ein faszinierendes Profil entwickelt: Eingängige Arrangements gehen mit schwerelos driftenden Instrumentaltracks eine innige Beziehung ein, in der NEWMEN ihre Leidenschaft für zeitgemäße Popmusik selbstbewusst ausleben. Das wiederholende Moment von NEU!, die Unmittelbarkeit der frühen KRAFTWERK, die Leichtigkeit von AIR – all das und noch viel mehr lässt sich auf »Soft Ware« bestaunen, einem Album, das es schafft, Intuition und Reflexion, Zeitgeist und Zeitlosigkeit zu einem mutigen Statement zu vereinen.

»Soft Ware« erscheint als Doppel-Vinyl LP, CD und Digital bei ferryhouse productions Hamburg. Das Album folgt auf die Debüt-LP »Rush Hush« (2014) und die zwei EPs »Quick Millions« (2015) und »Fond On Pond« (2016).

LEN SANDER
The Future Of Lovers (out now @ Mouthwatering Records)

„The Future of Lovers“ heisst das lang erwartete, zweite Album der Band Len Sander.
Vor gut drei Jahren sorgte das Zürcher Quintett mit seinem Debut „Phantom Garden“ zuerst in der Schweiz und schliesslich weltweit für Aufsehen. Die darauffolgenden Singles „Places“ (Sommer 2015) und „Another Man“ (Frühling 2016) befeuerten die plötzlichen Hoffnungen gegenüber der Band, der nächste grosse Exportschlager der Schweiz zu sein. „Places“ wurde auf Spotify bis heute mehr als 300‘000 mal gestreamt, nachdem der Song zwischenzeitlich in deren Viral Charts auftauchte und auf BBC Radio 1 bei Huw Stephens lief. „Another Man“ wurde in der Schweiz auf SRF 3, dem Sender mit der grössten nationalen Reichweite, wie auch auf dem Westschweizer Pendant, Couleur 3, rauf und runter gespielt.

Die unzähligen Live-Shows, vor allem in der Schweiz (letzte Saison an den grossen Festivals Gurten, Paléo und Moon & Stars), aber auch in Österreich, Italien, Deutschland und Tschechien trugen weiter dazu bei, dass nun von Len Sanders zweitem Album Grosses erwartet wird.

Len Sander wären nicht Len Sander, wenn sich die Band dafür nicht voll ins Zeug gelegt hätte: Rund acht Monate Studiozeit in Berlin-Neukölln und Zürich-Leimbach und noch viel mehr Herzblut stecken in „The Future Of Lovers“. Während Gefühle von Verwirrung und Verstörtheit das Debutalbum prägten, sind diese jetzt einer neuen Klarheit gewichen. Ausgeklügelte Arrangements und durch Samples generierte, eigenartige Sounds verleihen dem Album wiederum die Komplexität, die für Len Sander charakteristisch ist. Dabei sind die Referenzen an die goldenen 90er Jahre nicht zu überhören. Die experimentelle und moderne Produktion von Al Hug holt „The Future of Lovers“ aber klar ins Jahr 2018 zurück.

Die elf Songs des Albums sind allesamt schillernde Preziosen, eingepackt in ein Gesamtkunstwerk zwischen Kunst, Pop und Storytelling.
Sowohl in mächtigen Chorarrangements als auch in intimen Spokenword-Teilen erzählt die Sängerin Blanka Inauen vom Ankommen in der Liebe, von Erinnerungen an die Vergangenheit und Träumen für die Zukunft. „Ich frage mich immer wieder, ob wir etwas ganz Neues aufbauen können, etwas, das nur auf Träumen und Visionen beruht – oder ob wir so verflochten sind mit unserer Herkunft und unserem Erbe, dass in den Mustern unserer Vergangenheit immer bereits die Zukunft mitgeschrieben wird“, so die Sängerin. „The Future of Lovers“ erkundet aber auch gesellschaftliche Dimensionen von Liebe und Körperlichkeit. „Was geschieht gerade mit unseren Körpern, mit unserem sinnlichen und materiellen Erleben in Zeiten von künstlicher Intelligenz und Hyper-Mobilität? Mit diesem Album wollten wir Sinnlichkeit und Materialität geradezu zelebrieren.“

So ist „The Future of Lovers“ ein Statement zur Rückeroberung, wenn nicht sogar zur Rache der Sinne an der digitalen Welt.
In einer auf 500 Stück limitierten Publikation, die begleitend zum Album erscheint, kommt dies noch klarer zum Ausdruck. Umrandet von Fotografien und Grafiken werden darin Texte ineinander verwoben, so dass Zeilen zu Fäden werden, die Teil eines grösseren Ganzen sind.

Todrick Hall @ Gloria Theater
Mai 25 um 20:00

Der Broadway Schauspieler und Streamy Award-Gewinner Todrick Hall hat unlängst die Daten zu seiner kommenden Welttournee „Todrick Hall American: The Forbidden Tour“ angekündigt. Diese Tournee wird eine komplett neue Geschichte erzählen, mit neuen Songs, Kostümen und einer aufwändigen Produktion. Sie erstreckt sich von Nordamerika über Europa, Asien und Australien. Todrick Hall wird zwischen dem 25. und dem 30. Mai für zwei Shows in Köln und Berlin bei uns in Deutschland Station machen. Genaue Infos zur Tournee finden Sie unter www.todrickhall.com.

Todrick Hall ist Sänger, Songwriter, Tänzer, Schauspieler, Choreograf, Kostümdesigner, Drehbuchautor und Regisseur. 2010 erlangte er als Halbfinalist in der neunten Staffel der Castingshow „American Idol“ erste große, öffentliche Aufmerksamkeit. Zunächst fokussierte er sich darauf, seinen eigenen Content für seine YouTube-Seite zu generieren. Seine Videos von Flashmobs zu Songs von Ariana Grande und Beyoncé avancierten zu viralen Online- und Video-Sensationen. Gegenwärtig hat Todrick Hall auf YouTube fast drei Millionen Follower, seine Videos wurden mehr als eine halbe Milliarde Mal geklickt. Seither hat er viele weitere aufsehenerregende Ideen in die Tat umgesetzt, unter anderem Choreografien für Beyoncé. 2016 gewann er den Streamy Award als „Breakthrough Artist of the Year“.

Bereits 2014 wählte das Forbes Magazine Todrick unter die „30 wichtigsten Menschen unter 30 in Hollywood & Entertainment“. Obendrein war er Host, Autor und Regisseur seiner eigenen MTV-Show mit dem Titel „TODRICK“. Diese Doku-Serie zeigte seinen Fans tiefe Einblicke in die Welt von Todrick und seinem Team hinter den Kulissen seiner Performance-Videos, Bühnenproduktionen und Choreografien. Er schrieb, drehte und produzierte Werbespots für FIAT, Themensongs für die „Sesamstraße“ sowie ein Sicherheitsvideo für Virgin Airlines. Außerdem agierte er als Juror und Choreograf in der Show „RuPaul’s Drag Race“.

Todrick arbeitete auch am Broadway und war Star des Grammy- und Tony-Award-gekrönten Musicals „Kinky Boots“. In dem ebenfalls mit einem Tony ausgezeichneten Musical „Memphis“ übernahm er eine Hauptrolle, sowie in dem Stück „The Color Purple“ an der Seite von Fantasia Barrino.

In diesem Winter ist Todrick Hall wieder an den Broadway zurückgekehrt, als Teil des Casts des Grammy- und Tony-Award-geschmückten Musicals „Chicago“. Obendrein veröffentlichte er unlängst seinen Film „Todrick Hall Behind the Curtain“, eine inspirierende Dokumentation, die seine harte Arbeit an jedem Detail ebenso zeigt wie die unbändige kreative Kraft, die in diesem vielseitig talentierten Künstler steckt.

Mai
26
Sa
2018
SUNRISE AVENUE @ Event-Area an der VELTINS-Arena
Mai 26 um 18:00

Foto: Anna Äärelä

Nach ihrer ausverkauften HEARTBREAK CENTURY Europa -Tour im Herbst 2017 freuen sich Sunrise Avenue nun auch schon über die ersten Ausverkauft-Meldungen für 2018 – so z.B. die Show in der Westfalenhalle 1 in Dortmund!

Da die Nachfrage ungebrochen ist, gibt es für die Fans im Ruhrgebiet nun einen neuen Termin mitten im Herzen des „Pott“: Am 26.05.2018 Open Air auf der Event Area an der VELTINS-Arena in Gelsenkirchen!

„Alle hetzen nur noch durchs Leben auf der Suche nach dem perfekten Partner, dem perfekten Body, dem perfekten Job. Wir sind nicht mehr bereit, Kompromisse einzugehen, weil wir unbegrenzte Auswahlmöglichkeiten haben, die uns immer unersättlicher machen. Wir sind global besser vernetzt, als je zuvor und haben gleichzeitig Liebeskummer, weil wir einsam sind. Statt das Leben zu genießen, jagen wir ihm virtuell auf Smartphone-Displays hinterher.“ – Samu Haber

Eine anerkannte Zivilisationskrankheit, der Sunrise Avenue musikalisch auf ihrem aktuellen Studioalbum „Heartbreak Century“ zu Leibe rücken: Die Rückkehr zu echten Werten, zu echten Gefühlen und zu echtem, handgemachten Poprock. Gemeinsam mit drei verschiedenen Produzenten haben Samu Haber (Gesang, Gitarre), Raul Ruutu (Bass) Sami Osala (Drums) und Riku Rajamaa (Gitarre) fast zwölf Monate an „Heartbreak Century“ gearbeitet: Neben dem langjährigen Stammproducer Jukka Immonen wurden die Stücke unter der Ägide des Deutschen Nicolas Rebscher (Adel Tawil, Alice Merton) und des 25-jährigen Schweden Victor Thell (Alessia Cara, Alexander Brown) in Berlin, Helsinki und Stockholm aufgenommen.

Nach 1,5 Jahren Live-Pause und der ersten ausverkauften Tour-Runde 2017 ist die finnische Truppe für die Live-Shows 2018 mehr als motiviert!

ROCK LEGENDEN LIVE 2018 – Das Rock-Ereignis kommt zurück! (ABGESAGT!) @ Tanzbrunnen Open Air
Mai 26 um 19:00

Foto: Dirk Schmidt

Das Live-Jahr 2018 beginnt mit einem Paukenschlag. Die ROCK LEGENDEN kommen wieder. Was 2014 erstmals über die Bühnen ging und im Jahr 2016 eine noch erfolgreichere Neuauflage erlebte, zählt zu den Highlights der jüngeren Konzertgeschichte Deutschlands. Ein naheliegendes, und dennoch nach wie vor seltenes Konzept ist inzwischen zu einer echten Marke avanciert. Kein normales Rockfestival, bei dem die Folgeband hofft, dass der Vorgänger bald fertig ist und das Publikum nicht vollends abgekocht hat. Und trotzdem ein gigantisches Rockerlebnis: energetisch, euphorisierend, ergreifend…

Die ROCK LEGENDEN sind das Gipfeltreffen deutscher Rockmusik. Interaktion wird nicht nur mit dem Publikum, sondern auch unter den Musikern groß geschrieben. Ein enthusiastisches Miteinander: leidenschaftliche Kollaborationen, ungeahnte Duette, spannende Konstellationen. Und stets mit den Fans auf Augenhöhe. Eine gigantische Liveshow mit vielen emotionalen Momenten. Dass die Tourneen in 2014 und 2016 schnell ausverkauft waren, kam nicht von ungefähr.

Die ROCK LEGENDEN-Saison 2018 umfasst 23 Konzerte, das Line Up 2018 steht zusammengerechnet für mehr als 160 Jahre Bühnenerfahrung und 60 Millionen verkaufter Alben.

Das beginnt beim diesjährigen Special Guest: MATTHIAS REIM, der spätestens seit seinem großen Hit „Verdammt, ich lieb dich“ als die Institution auf dem schmalen Grat zwischen Rock, Pop und Schlager gilt.

Neu, jedoch nur bedingt neu, ist MASCHINE. 47 Jahre lang war Dieter Birr der Frontmann der PUHDYS, mit denen er auch zum festen Bestandteil der bisherigen ROCK LEGENDEN-Tourneen gehörte. Er ist mit neuen hochkarätigen Musikern auf der Bühne und präsentiert Songs aus seinen zwei Top15-Soloalben.

CITY, die Kultband vom Prenzlauer Berg, die in diesem Jahr das 40-jährige Jubiläum ihres selbst in Griechenland vergoldeten Hits „Am Fenster“ feiern, sind auch 2018 fester Bestandteil der ROCK LEGENDEN. Neben ihrem Kultklassiker mit den ausufernden Violinensoli und weiteren Hits bringen die Musiker um Toni Krahl Tracks ihres neuen Albums „Das Blut so laut“ mit.

Ebenfalls zum dritten Mal gesetzt sind KARAT. Ihre inzwischen 42-jährige Geschichte, die sie im September 2017 mit einem weiteren Album bereichern, steht für dichte, vielschichtige Kompositionen, bis ins Detail durchdachte Arrangements und überbordender Musikalität.

Wild Child @ Blue Shell
Mai 26 um 21:00

Foto: Kara Buse

Wild Child möchte keinen Ort haben, um sich zu verstecken. Bei jedem Lied, bei jeder Stadt, singen sie mit dem Herzen auf der Zunge, süchtig nach dem Rausch, der erst eintritt, wenn tausende Fremde deine Geheimnisse kennen und sie mit dir singen, weil es auch ihre Gehemnisse geworden sind. „Es ist nicht unbedingt das Auftreten, das süchtig macht, sondern die Verbundenheit mit so vielen Menschen auf einmal“, sagt Kelsey Wilson, die zusammen mit Alexander Beggins für Lead Vocals und Songwriting steht.

Das Debütalbum „Pillow Talk“ (2011) brachte vier Platz 1 Singles auf dem Indie-Monitor Hype Machine ein. Das nachfolgende Album „The Runaround“ (2013) hatte keine Schwierigkeiten auf unzähligen Best-Of Listen zu landen und erntete glühende Reviews unter anderem von NPR, Paste und Popmatters. Wild Child wagte den Schritt ins Fernsehen zu gehen und spielte bei der Late Late Show mit Craig Ferguson und auf CBS Saturday Morning. Wild Childs drittes Album „Fools“ ist hingegen ein ambitiöse Lushpop Sammlung, die es schafft, traurige Geschichten in sprudelnde Liebesbriefe zu verwandeln. Liebesbriefe, die an die Kraft der Musik und die Kunst mit sich selbst zu leben, gerichtet sind. Die aus Austin stammende Band besteht aus dem Kernduo Kelsey (Voiline und Vocals) und Alexander (Ukulele und Volcals) und einer talentierten fünf-köpfigen Band.

Im Februar 2018 erschien nun das vierte Studioalbum „Expectations“, ein vielseitiges, aber zugleich eingängiges Indie Folk-Pop Album. In Zusammenarbeit mit namenhaften Produzenten entstand ein dynamisch-komplexes Album, das zwar noch unverkennbar nach Wild Child klingt, aber definitiv auch den berühmten Schritt weiter geht.

Mai
27
So
2018
Krimidinner – Das Original: Die Nacht des Schreckens @ Wolkenburg
Mai 27 um 18:00

Willkommen zur Geburtstagsfeier!

Lord Ashtonburry, wohlhabender Hausherr auf Schloss Darkwood – ein altehrwürdiges Herrenhaus in Schottland – feiert seinen Geburtstag. Im Kreise seiner Familie und unterstützt durch die Mitglieder des Puddingclubs, eines Vereins zur Erhaltung des schottischen Brauchtums, wird gefeiert und ein feudales 4- Gänge-Menü serviert.

Freunde, Wegbegleiter vergangener Zeiten – alles was Rang und Namen hat – findet sich ein, um dieses Jubelfest zu begehen. Wirklich alle? Wurde nicht einer vergessen? Einer, den niemand, am wenigsten der Lord selber, sehen wollte? Ein dunkler Schatten aus der Vergangenheit, der Rache nehmen will und einen fürchterlichen Fluch auf Lord Ashtonburry legt. Wird der Fluch sich erfüllen? Fordert der dunkle Schatten auch andere Opfer?

Macka B & The Roots Ragga Band @ Luxor
Mai 27 um 20:00

Macka B, einer der bekanntesten britischen Reggae-Künstler, Soundsystem-Veteran und Aktivist der aufgeblühten Veggie-Szene, hat gerade sein neues Album „Health Is Wealth“ veröffentlich. Mit seiner Frühstücksshow für die BBC, seinen Videos und kontinuierlichen Live-Auftritten hat sich Christopher MacFarlane aka Macka B, neben seinem angestammten Fankreis, auch die neue Generation der Social Media und YouTuber erobert. So findet sich hier die Version zu “Cucumba”, dem Song seines erfolgreichsten Video (über 43 Millionen Views), bei dem die Vorzüge der Cucumber, besser bekannt als Gurke, gepriesen werden und in charmant-witzig / informativer Weise in einen karibischen Kontext gesetzt werden. Darüber hinaus findet sich auf dem neuen Longplayer mit Maxi Priest ein Stargast für “Jah Jah Chidren”, sowie 14 weitere typische Macka B Songs, die mit diversen international vernetzten Produzententeams realisiert wurden. Mit der richtungsweisenden Botschaft “Health Is Wealth” ist dem Künstler ein weiterer entscheidender Schritt in seiner Karriere gelungen!

Black Map @ MTC
Mai 27 um 21:00

Foto: Annie Lebowitz

Black Map mögen zwar eine relativ neue Band sein, aber ihre Mitglieder sind keine Newcomer, sondern erfahrene Rockmusiker: Sänger/Bassist Ben Flanagan spielt sonst bei Trophy Fire, Gitarrist Mark Engles bei dredg und Schlagzeuger Chris Robyn bei Far. Das Trio aus San Francisco findet sich vor fünf Jahren zusammen, als ihre eigentlichen Bands längere Pausen ankündigen. Durch die Kontakte ihrer Stamm-Combos können sie sofort optimal in das Tourneegeschehen einsteigen und supporten gestandene Acts wie Chevelle, Bush und Circa Survive. Eine erste EP namens „Driver“ erscheint im Februar 2014, das vollständige CD-Debüt „.. And We Explode“ dann im Oktober desselben Jahres. „In Droves“, Album Nummer Zwei, kommt schließlich im März 2017 auf den Markt, im Februar 2018 folgt eine weitere EP mit dem Titel „Trace The Path“.

Diese letzte Veröffentlichung entsteht während zweier Sessions zwischen Live-Auftritten, u.a. nehmen sie „Invisible Worlds“, „Zero Light“ und „Why Burn“ mit Mike Watts (u.a. As Tall As Lions, The Dillinger Escape Plan) in Long Island auf, während „Let Me Out“ in Oakland mit Produzent Aaron Hellam (u.a. Trophy Fire, Punchface) entsteht. Zu letzterem Stück wird auch ein Video gedreht, auch der Tatsache geschuldet, dass mit Regisseur Anthony Garay und Cutter John Snapp das eingespielte Team der Vorgänger-Auskoppelung „Run Rabbit Run“ erneut mit im Boot ist. Bevor Black Map nach fast drei Jahren Pause wieder nach Europa kommen, gehen sie in den USA mit ihren Labelkollegen Pop Evil auf Tournee. Während dieser wird es die einmalige Gelegenheit geben, der Band vor den Shows statt eines normalen ‚Meet And Greet‘ mit Fototermin und Händeschütteln bei einer intimen Akustikperformance zuzuschauen. Dieses neue Konzept begeistert Sänger und Bassist Ben Flanagan sehr: „Wir machen diese akustischen ‚Meet And Greets‘ zum ersten Mal und wissen noch nicht genau, wie das Ganze ablaufen wird. Aber ich kann schon einmal sagen, dass wir versuchen werden, auf diesem Weg eine Verbindung zu den Fans herzustellen, die über das normale Fan-Band-Verhältnis hinausgehen wird. Dafür haben wir einige Black Map-Songs geprobt, aber auch Fanvorschläge in Betracht gezogen. Es wird auch ein paar Cover geben, die üblichen Verdächtigen und ein paar obskure Überraschungen. Wir haben ja auch genügend Zeit im Hotel und Backstage, um die Sachen zu üben.“ Natürlich werden die Fans in Deutschland auch die Möglichkeit bekommen, ihre Band hautnah zu erleben.

Mai
28
Mo
2018
Don Broco @ Luxor
Mai 28 um 20:00

Mit seiner fein austarierten Mischung aus Post-Hardcore, groovigem Alternative Rock und mitreißenden Pop-Hooks hat sich das aus Bedford stammende Quartett Don Broco in die Herzen der britischen Rock-Fans gespielt. Vom Metal-Head bis zum Punkrocker kann sich jeder Hörer von Musik härterer Gangart auf den druckvollen Sound des Vierers einigen, was ihnen zu beachtlichen Erfolgen in England verhalf: Bereits ihr zweites, 2015 veröffentlichtes Album „Automatic“ kletterte bis auf Platz 6 der UK-Charts, das neue im Februar erschienene Album „Technology“ knackte nun erstmals die Top 5 der Albumcharts in ihrer Heimat. Nach umjubelten Nordamerika- und Japan-Tourneen kommen Don Broco zwischen dem 27. und 31. Mai für drei Konzerte in Frankfurt, Köln und München nach Deutschland.

Sie kennen sich bereits seit frühen Schultagen und drückten gemeinsam die Highschool-Bank: Rob Damiani (Gesang, Elektronik), Luke Rayner (Bass), Simon Delaney (Gitarre) und Matt Donelly (Schlagzeug) trafen sich schon als Teenager regelmäßig im Proberaum, um ihren ganz eigenen Sound zwischen den verschiedenen Genres harter Musik zu finden. Anfangs noch stärker dem Metalcore zugewandt, findet sich in ihrer Musik mittlerweile eine wohlüberlegte Mixtur aus angriffslustigem Post-Hardcore, druckvollem Alternative Rock und kraftvollen Pop-Punk-Melodien, die das Publikum insbesondere im Konzert stets bedingungslos mitreißt. Zugute kommt ihnen dabei ihre Live-Präsenz, denn schon lange, bevor die Band überhaupt an die Aufnahme eines ersten Albums dachte, hatte sie schon mehrmals ganz Großbritannien bereist und kleine Clubs zum Kochen gebracht.

Zwischen 2008 und 2012 verbreitete sich die Kunde über ihre aufregende Live-Intensität behutsam, aber stetig. In dieser Zeit erschienen drei von Don Broco selbst produzierte, als Download veröffentlichte EPs, deren Qualität auch zahlreiche Plattenfirmen erkannten. Nach erfolgreichem Highschool-Abschluss und einem Bassistenwechsel – Luke Rayner entschied sich für einen konventionelleren Lebensweg und wurde durch Tom Doyle ersetzt – unterschrieben Don Broco 2012 einen Plattenvertrag. Das im August 2012 veröffentlichte Debütalbum „Priorities“ schaffte es bis auf Platz 25 der UK-Charts.

Auch im restlichen Europa sowie in den USA stieg die Beachtung für Don Broco kontinuierlich. Sicher auch dank ihres bezugsoffenen Stils, der es ihnen erlaubt, mit so gegensätzlichen Bands wie Young Guns, Your Demise, Billy Talent, Awolnation, 5 Seconds of Summer oder One OK Rock auf Tour zu gehen und damit die unterschiedlichsten Fankreise für sich einzunehmen. Ob Punk-, Metal-, Hardcore- oder Pop-Hörer: Jeder kann in der Musik von Don Broco exakt die Elemente finden, die ihn persönlich begeistern. Dies gilt umso mehr für die Songs ihres aktuellen Albums „Technology“, das im Februar erschienen ist und in England unmittelbar die Top 5 eroberte. In jenen Stücken hat das Element der griffigen Pop-Hooks, die jeder mitsingen kann, noch weiter zugenommen – was man auf ihren intensiven Konzerten bestens beobachten kann, wenn das gesamte Publikum wie aus einer Kehle jede Zeile intoniert.

Josh T. Pearson @ Gebäude 9
Mai 28 um 20:30

Foto: Eliot Lee Hazel

Der amerikanische Songwriter kehrt nach 7 Jahren Bühnenabstinenz für drei exklusive Konzerte zurück nach Deutschland. Doch nicht nur das – Pearson hat auch neue Musik geschrieben. Während andere bisweilen recht inflationär mit neuen Songs um sich werfen, hat er in seinem Künstlerleben erst zwei Alben veröffentlicht – die allerdings beide großartig sind. 2001 erschien „The Texas-Jerusalem Crossroads“ seiner später fast kultisch verehrten Band Lift To Experience, 2011 dann das Solodebüt „Last Of The Country Gentlemen“, das er in Berlin aufnahm. Epische, akustische Balladen wie „Sorry With A Song“ und „Sweeheart I Ain’t Your Christ“, deren Spielzeiten auch schon mal die Zehn-Minuten-Marke sprengten, ohne dass sie dabei jemals langweilten oder fahrig wirkten. Wer auf diesem Niveau abliefert und solch ein waidwundes, schönes Timbre hat, der darf sich auch etwas mehr Zeit lassen. In diesem Jahr wird nun endlich via Mute Records sein zweites Solowerk „The Straight Hits!“ erscheinen. Und es passt zu Josh T. Pearsons von zahllosen Jobs und Reisen geprägten Leben, das er darauf wieder einmal einen Haken schlägt, den man gerade von ihm nicht erwartet hätte: Er stellte sich fünf knallharte Regeln, die ihn – der sonst auch schon mal zehn Jahre an einem Track schraubte – in nur neun Tagen zu einem neuen Album führten. Eine Regeln davon lautete „Die Lyrics dürfen nicht länger als 16 Zeilen lang sein.“ Eine weitere: „Das Wort ‚straight’ muss im Titel auftauchen.“ Und: „Jeder Song muss eine Strophe, einen Refrain und eine Bridge haben.“ Das wie immer grandiose, diesmal erstaunlich eingängige „The Straight Hits!“ wird Pearson nun im Mail live vorstellen – aber keine Panik: Für den ein oder anderen Zehnminüter aus seinem Oeuvre wird er sich sicher auch die Zeit nehmen.

Mai
29
Di
2018
Car Seat Headrest @ Die Kantine
Mai 29 um 20:00

In den neuen Zeiten von Online Vertrieb und der Eigenverantwortung von veröffentlichter Musik hat die ursprünglich aus den frühen 90er-Jahren stammende DYI-Attitüde eine neue Intensität und Dringlichkeit erhalten. Viele Musiker gehen ihren ganz eigenen Weg, nehmen ihre Musik ohne große Produktionen auf uns präsentieren sie ihren Fans ohne jedes Zutun der arrivierten Plattenfirmen über entsprechende Web Pages. Einer der umtriebigsten Musiker in diesem Bereich ist der ursprünglich aus Virginia stammende und nun in Seattle lebende Musiker Will Toledo. Im Alter von gerade einmal 18 Jahren begann er, regelmäßig ganze Alben in bestem LoFi-Sound auf die eigene Bandcamp-Seite hochzuladen – die ersten vier Alben entstanden sogar in einem atemberaubenden Zeitraum von nur dreieinhalb Monaten. 2011 – damals war Will Toledo gerade 19 Jahre alt geworden – nahm er das sechste Album seines Projektes auf mit dem Titel „Twin Fantasy“. Es war die Platte, mit der Car Seat Headrest ein weltweites Kult-Gefolge finden konnten: Zu schön, schaurig, aber auch intim berührend arbeitete sich Toledo an einer jüngst verflossenen Beziehung ab. Alles nach wie vor im besten LoFi-Klang – so nannte er sein Projekt nur deshalb Car Seat Headrest, weil er die meisten Gesangsaufnahmen auf dem Rücksitz seines Kleinwagens aufgenommen hatte. Über die Jahre veränderte sich die Formation und ihre Idee weiter. Aus dem Ein-Mann-Projekt wurde eine siebenköpfige Band, 2015 unterschrieben sie ihren ersten Plattenvertrag und brachten mit „Teens of Style“ ihr erstes offizielles, insgesamt bereits neuntes Album heraus, 2016 gefolgt von „Teens of Denial“. Die Musikwelt war und blieb verzückt, auch wenn sich der stilistische Ansatz der Band durchaus veränderte: Noch immer ganz dem DIY-Konzept folgend, gerieten die Platten opulenter und klanglich ausgefeilter. Weltweite Tourneen belegten, dass der romantische Indierock der Formation kaum Grenzen kannte und sich je nach intonierter Emotion entweder sehr intim verdichten, aber auch horizontweit ausdehnen konnte. Das vergangene Jahr verbrachte die Band nun erneut mit dem großen Klassiker der Anfangstage. „Ich wusste immer, dass ich noch einmal zu ‚Twin Fantasy‘ zurückkehren werde“, sagte Will Toledo letztes Jahr. Zunächst erschien Ende 2017 eine komplett neu aufgenommene und umarrangierte Version des zwölfminütigen Opus „Beach Life-in-Death“, der die Gerüchte, Car Seat Headrest würden ihren großen Klassiker der Frühzeit noch einmal neu bearbeiten, nachhaltig befeuerte. Nun gibt es Gewissheit: Am 16. Februar wird die neue Version von „Twin Fantasy“ offiziell erscheinen. Die Wehmut und emotionale Intensität, die dem Original zueigen ist, wurde brillant in eine neue Band-Form gegossen, die Platte in ihrer Gänze in vielen Details noch verschönert und ergänzt. Für Toledo sei es keine leichte Arbeit gewesen, „meinem jungen Ich und seinen inneren Verwirrungen noch einmal zu begegnen“, wie er kürzlich verlauten ließ. „Aber diese Songs waren einfach zu gut, um sie sich nicht noch einmal vorzunehmen.“ Außerdem unterschrieb Toledo kürzlich einen Plattenvertrag beim Label Matador Records.

Zwischen dem 29. und 31. Mai erhält der deutsche Fan nun Gelegenheit, diese atemberaubend intensive Version einer Coming-of-Age-Geschichte live im Rahmen dreier Shows in Köln, Hamburg und Berlin live zu erleben.